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Mitarbeiter einstellen Teil 4: Wie der Arbeitsvertrag aussehen sollte

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Von Astrid Engel,

Für den Abschluss eines Arbeitsvertrags gibt es keine Formvorschriften. Sie könnten ihn theoretisch auch mündlich oder stillschweigend vereinbaren. Um Missverständnisse auszuschließen und im Streitfall eine Beweisunterlage in Händen zu haben, sollten Sie jedes Mal, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter einstellen, einen schriftlichen Vertrag abschließen. Außerdem verpflichtet das Nachweisgesetz Sie ohnehin dazu, Ihren Mitarbeitern einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszuhändigen. Den können Sie sich sparen, wenn Ihr schriftlicher Arbeitsvertrag die Angaben laut Nachweisgesetz enthält.

Ihr Arbeitsvertrag sollte mindestens folgende Angaben erhalten, wenn Sie einen Mitarbeiter einstellen:

  • Name und Anschrift der Vertragsparteien
  • Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses
  • bei Befristung: Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitsort
  • kurze Tätigkeitsbeschreibung
  • Arbeitsentgelt mit allen seinen Bestandteilen und seiner Fälligkeit
  • Arbeitszeit
  • Urlaubsdauer
  • Kündigungsfristen
  • ggf. ein Hinweis auf einen maßgeblichen Tarifvertrag oder auf Betriebsvereinbarungen
  • bei Minijobbern ein Hinweis darauf, dass der Mitarbeiter durch eigene Zuzahlungen regulär rentenversicherungspflichtig werden kann

Angaben zu diesen Punkten sind im Arbeitsvertrag ebenfalls sinnvoll, wenn Sie Mitarbeiter einstellen:

  • Länge der Probezeit
  • Gewähren Sie Sonderurlaub beispielsweise für Familienfeiern, Umzug
  • Vorgehensweise bei Arbeitsunfähigkeit
  • welche Nebentätigkeiten Sie akzeptieren
  • Verschwiegenheitspflicht
  • Vertragsstrafe bei Kündigung vor Arbeitsantritt
  • Verfallklausel, die die Geltendmachung von arbeitsvertraglichen Ansprüchen nach einer bestimmten Zeit ausschließt

Wenn Sie Mitarbeiter einstellen, sollten Sie sich im Arbeitsvertrag auch zu Überstunden vertraglich einigen


Für die Überstundenfrage gibt es keine Regelungspflicht. Es ist aber sinnvoll, mit jedem Mitarbeiter im Arbeitsvertrag eine Vereinbarung zu Überstunden zu treffen, am besten sofort, wenn Sie den Mitarbeiter einstellen. Haben Sie das versäumt, können Sie auch noch nachträglich einen schriftlichen Zusatz zum Arbeitsvertrag aufsetzen, den Sie und der Mitarbeiter unterschreiben. Regeln Sie darin, ob und wie viele Überstunden durch das monatliche Entgelt mit abgegolten sind (Faustformel: Eine Überschreitung der regelmäßigen Arbeitszeit bis ca. 10 % wird als noch angemessen angesehen), ob und wie viele Überstunden Sie zusätzlich anordnen können und wie diese zusätzlichen Überstunden abgegolten werden (Bezahlung oder Freizeitausgleich).
Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Arbeitnehmer übrigens regelmäßig nur bis zu 48 Stunden/Woche arbeiten (§ 3 ArbZG). Wird ausnahmsweise mehr gearbeitet, muss das innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen durch Freizeit ausgeglichen werden.

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