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Mitarbeiter einstellen Teil 6: Welche formalen Schritte Sie bei Minijobbern durchführen müssen

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Von Astrid Engel,

Bevor Sie Ihren neuen Mitarbeiter korrekt als Minijobber beschäftigen können, müssen Sie einige bürokratische Hürden überwinden. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung fällt Ihnen das gewiss nicht schwer.
Beachten Sie: Für die Beschäftigung von Minijobbern gelten zum Teil andere Regelungen, als würden Sie reguläre Voll- oder Teilzeit-Mitarbeiter einstellen.
Schritt 1: Betriebsnummer geben lassen
Auch als Minijob-Anbieter brauchen Sie zwingend eine Betriebsnummer, die Sie bei der zuständigen Agentur für Arbeit erhalten. Zuständig ist die Agentur, in deren Bezirk Ihr Betrieb liegt. Rufen Sie an oder bitten Sie schriftlich um Erteilung einer Betriebsnummer.
Wichtig: Das gilt auch wenn Sie einen bestehenden Betrieb übernommen haben, der bereits eine Betriebsnummer besitzt. Die Betriebsnummer ist an den Inhaber des Betriebs und nicht an den Betrieb gebunden.

Auch wenn Sie Minijob-Mitarbeiter einstellen gilt: Lassen Sie sich rechtzeitig alle Unterlagen aushändigen

Schritt 2: Unterlagen/Angaben vom Mitarbeiter
Für die Anmeldung zur Sozialversicherung benötigen Sie die Sozialversicherungsnummer Ihres Mitarbeiters, die Sie seinem Sozialversicherungsausweis entnehmen. Am besten bewahren Sie eine Kopie des Ausweises auf.
Wichtig ist die Information, ob Ihr Mitarbeiter privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Wenn Sie einen privat versicherten Minijob-Mitarbeiter einstellen, müssen Sie nämlich keinen pauschalen Krankenkassenbeitrag abführen. Ihre Abgabenlast ist dann deutlich geringer. Ob Sie eine Steuerkarte benötigen, hängt davon ab, ob Sie pauschale Lohnsteuer abführen wollen (2 % ohne Lohnsteuerkarte) oder ob Sie nach den Merkmalen
der Steuerkarte versteuern wollen. Da keine Beiträge zur Pflegeversicherung anfallen, brauchen Sie auch nicht die Geburtsurkunde eines eventuellen Kinds.
Schritt 3: Bei der Minijob-Zentrale anmelden
Anders als wenn Sie einen Voll- oder Teilzeit-Mitarbeiter einstellen würden, senden Sie die elektronische Anmeldung nicht an die Krankenkasse des Minijobbers, sondern an die Minijob-Zentrale. Sie können dafür die Software "sv.net" verwenden, die Sie unter
www.minijob-zentrale.de > Arbeitgeber > Meldeverfahren finden.
Schritt 4: Sozialversicherungsbeiträge abführen
Die Abgaben tragen Sie - wenn nicht anders vermerkt - allein. 2008 führen Sie diese Beiträge an die Minijob-Zentrale ab:

  • 15 % für die Rentenversicherung (plus 4,9 % Zuzahlung vom Mitarbeiter, falls er auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet),
  • 13 % für die Krankenversicherung (entfällt, wenn der Mitarbeiter privat krankenversichert ist),
  • 2 % Lohnsteuer (statt dieses pauschalen Beitrags ist auch die Abrechnung per Lohnsteuerkarte erlaubt; Sie können mit dem Mitarbeiter vereinbaren, dass er die Lohnsteuer ? pauschal oder nach Lohnsteuerkarte abgerechnet - zu tragen hat),
  • 0,1 % Umlage U1 für Unternehmen mit bis zu 30 Mitarbeitern.


Schritt 5: Lohnsteuer abführen
Lohnsteuer müssen Sie nur anmelden und abführen, wenn Sie den Lohn Ihres Minijobbers per Lohnsteuerkarte versteuern. Bei der pauschalen Besteuerung führen Sie 2 % glossar/begriff/lohnsteuer.html?no_cache=1&tx_ppwtipp_pi1[methode]=update&cHash=b24a165467Lohnsteuer mit den anderen pauschalen Beiträgen an die Minijob-Zentrale ab.
Schritt 6: Bei der Berufsgenossenschaft anmelden
Alle Mitarbeiter eines Unternehmens müssen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft unfallversichert sein. Wenn Sie Minijob-Mitarbeiter einstellen, gilt das ebenfalls, sofern der Minijobber Ihr erster Mitarbeiter ist. Diese Versicherung deckt das Risiko eines Arbeits- oder Wegeunfalls bzw. einer Berufskrankheit. Welche Berufsgenossenschaft für Ihr Unternehmen zuständig ist, erfahren Sie bei Ihrer IHK/HwK oder beim Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften unter Tel.: (01805) 18 80 88. Dort können Sie sich
auch über Arbeitnehmerschutzvorschriften informieren.

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