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Mitarbeiter überwachen: So schützen Sie Ihr Unternehmen legal vor Diebstahl, Betrug & Co.

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Von Astrid Engel,

Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass große Handelsketten ihre Mitarbeiter überwachen und private Details über sie aufzeichnen. Bundesweit war die Empörung groß und sicher sind derart umfassende Überwachungsmaßnahmen weit überzogen. In der Diskussion ging aber völlig unter, dass es oft absolut nötig ist, Mitarbeiter zu überwachen. Immerhin können Sie auf diese Weise Straftaten aufdecken oder verhindern. Wenn Sie Mitarbeiter überwachen, können Sie auch schwarze Schafe überführen, die zulasten ihrer Kollegen und des Unternehmens "blau" machen oder ihre Arbeitszeit mit privaten Tätigkeiten verbringen. Doch wie weit dürfen Sie dabei gehen? Welche Methode ist zulässig und welche nicht?

Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass große Handelsketten ihre Mitarbeiter überwachen und private Details über sie aufzeichnen. Bundesweit war die Empörung groß und sicher sind derart umfassende Überwachungsmaßnahmen weit überzogen.
In der Diskussion ging aber völlig unter, dass es oft absolut nötig ist, Mitarbeiter zu überwachen. Immerhin können Sie auf diese Weise Straftaten aufdecken oder verhindern. Wenn Sie Mitarbeiter überwachen, können Sie auch schwarze Schafe überführen, die zulasten ihrer Kollegen und des Unternehmens "blau" machen oder ihre Arbeitszeit mit privaten Tätigkeiten verbringen. Doch wie weit dürfen Sie dabei gehen? Welche Methode ist zulässig und welche nicht?

Mitarbeiter überwachen durch Video

Eine Videoüberwachung ist nur zulässig, wenn Ihr Interesse an einer Kontrollmaßnahme das Persönlichkeitsrecht Ihres Mitarbeiters eindeutig überwiegt. Denn eine Videoüberwachung ist ein schwerwiegender Eingriff in die Persönlichkeitsrechte von Mitarbeitern.
Zulässig ist beispielsweise folgende Maßnahme: Sie lassen Lagerräume per Video überwachen, weil dort wertvolle Geräte und Materialien lagern.
Noch höhere Anforderungen werden an verdeckte Videoaufzeichnungen gestellt, von denen die Mitarbeiter nichts wissen. Damit Sie mit solchen Mitteln Ihre Mitarbeiter überwachen dürfen, müssen sie den konkreten Verdacht einer Straftat oder schwerwiegenden Verfehlung gegen einen Mitarbeiter haben. Zudem müssen Sie darlegen können, warum Sie Ihr Ziel nicht mit weniger weit reichenden Mitteln erreichen können.
BAG, 27.3.2003, Az: 2 AZR 51/02
Beispiel: Aufgrund von Diebstählen ist es in der jüngeren Vergangenheit zu hohen Warenverlusten gekommen. Es wurden zwar sichtbare Kameras installiert, die haben aber bisher keine verwertbaren Ergebnisse gebracht.
Beachten Sie: Eine verdeckte Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen wie etwa Verkaufsräumen oder Ausstellungsräumen ist nicht zulässig (§ 6b BDSG).

Telefone der Mitarbeiter überwachen

Sie dürfen keine Telefongespräche mithören. Sie können aber Daten von Telefongesprächen aufzeichnen, und zwar Datum, Uhrzeit, Rufnummer und Gesprächsdauer.
Stellt sich heraus, dass Ihr Arbeitnehmer unbefugt Privattelefonate geführt hat, können Sie Ihre Aufzeichnungen als Beweismittel verwenden. Die Speicherung dieser Daten ist zulässig, weil Sie ein berechtigtes Interesse an der Einhaltung Ihrer Telefonanordnung haben (§ 28 BDSG).

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Mitarbeiter überwachen durch Kontrolle der Internet-Nutzung

Haben Sie die private Internet- Nutzung am Arbeitsplatz eingeschränkt oder sogar vollständig verboten, können Sie stichprobenartig kontrollieren, ob das Verbot auch eingehalten wird.
Haben Sie privates Surfen in Ihrem Betrieb erlaubt, dürfen Sie lediglich Nutzungsdaten, wie Zeitpunkt und Dauer der Internet-Nutzung erfassen, soweit das für die Abrechnung der Nutzung erforderlich ist. Sie dürfen Ihre Erkenntnisse aber keinesfalls dazu verwenden, um die Leistungen des Mitarbeiters zu kontrollieren und zu beurteilen. Außerdem dürfen Sie keine privaten E-Mails von Mitarbeitern öffnen und lesen.

Mitarbeiter überwachen durch Detektive

Detektive werden überwiegend eingesetzt, um beispielsweise Diebstähle durch Kunden oder Fälle von Betriebsspionage aufzudecken - also Vergehen von betriebsfremden Personen. Ihre Mitarbeiter überwachen Detektive in der Regel nur, wenn es um die Aufklärung von Straftaten geht.
Die Kosten für den Einsatz von Detektiven können Sie sich unter folgenden Voraussetzungen von dem überwachten Mitarbeiter erstatten lassen: Sie haben die Detektei wegen eines konkreten Tatverdachts mit der Überwachung Ihres Arbeitnehmers beauftragt und Ihr Arbeitnehmer wurde dadurch tatsächlich einer vorsätzlichen Vertragspflichtverletzung überführt.
BAG, 17.09.1998, Az: 8 AZR 5/97
Wichtig: Beschreiben Sie im Auftrag an eine Detektei genau, in welchem Umfang die Überwachung stattfinden soll. Begrenzen Sie die Überwachung und die Dokumentation auf das notwendigste, um Irritationen darüber vorzubeugen.

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