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Motivation: So wirkt sich Ehrgeiz aus

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Von Martin Weyde,

Frage: Einer unserer Mitarbeiter ist übertrieben ehrgeizig. Damit verscherzt er sich viele Sympathien. Die meisten Kollegen arbeiten nur ungern mit ihm zusammen. Warum verhält er sich so?

 

Antwort: Für ehrgeizige Menschen steht der Erfolg im Vordergrund – sie wollen besser sein als die Wettbewerber und ihre Konkurrenz ausstechen. Eigenschaften, die einen erfolgreichen Unternehmer ausmachen. Aber Ehrgeiz kann auch dazu führen, dass Mitarbeiter sich isolieren und von den Kollegen gemieden werden.

Der Duden beschreibt Ehrgeiz als starkes oder übertriebenes Streben nach Erfolg und Ehre. Da sich der Geiz sprachlich aus der Gier entwickelt hat, ist Ehrgeiz eigentlich Ehrgier. Und während gegen Ehre ja grundsätzlich nichts einzuwenden ist, lässt man sich natürlich nur ungern von Kollegen als geizig oder gar gierig abstempeln.
Aber wie so oft: Auf die Dosis kommt es an – dem krankhaft Ehrgeizigen genügt nicht die gelegentliche, also angemessene Ehre – er will sie permanent vereinnahmen. Dann geht es nicht mehr um die Sache, sondern um den Erfolg um des Erfolges willen. Und auch, wem die Ehre tatsächlich gebührt, wird dann zweitrangig.
Das kann dazu führen, dass er zu Mitteln greift, die gar nicht dem Erfolg des Unternehmens dienen, sondern nur seiner persönlichen Ehrgier. Dann stellt er sich gegen die Ziele aller anderen – sowohl seiner Kollegen als auch seines Arbeitgebers. Denn auch hinter Mobbing kann als Motiv der Ehrgeiz stecken.

 

Den Boden dafür bereiten wir selbst. In vielen Branchen und Unternehmen wird der interne Wettbewerb nach wie vor energisch gefördert. Daran konnte nicht einmal die Wirtschaftskrise etwas ändern, zu der auch Finanzspekulationen beigetragen haben, bei denen Ehrgeiz eine erhebliche Rolle gespielt haben dürfte.
Allerdings unterscheidet selbst der Duden zwischen krankhaftem und gesundem Ehrgeiz:

  • Wer krankhaft ehrgeizig ist, der versucht durch berufliche Erfolge seine Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren – ohne Rücksicht auf die eigentlichen Ziele seiner Arbeit. Der Inhalt seiner Arbeit hat für ihn nur geringe Bedeutung.
  • Wer gesunden Ehrgeiz auf die eigentlichen Ziele seiner Arbeit und nicht auf etwaige Anerkennung richtet, den befriedigt die Tätigkeit selbst, und darin sollte der Sinn jeder Arbeit liegen.

Gesunder Ehrgeiz ist wichtig für unsere Motivation – er entscheidet darüber, ob wir die gesteckten Ziele gemeinsam erreichen. Doch Konkurrenz unter den Kollegen ist nicht nur für die Betroffenen ungesund, sondern auch für das Unternehmen. Sie sorgt für nachhaltige Uneinigkeit.
Setzen Sie nicht auf Ausscheidungskämpfe unter Ihren Mitarbeitern. Vermitteln Sie ihnen den Wettbewerb mit den externen Konkurrenten als gemeinsames Ziel.

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