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Müssen Arbeitgeber für ein Burnout-Seminar zahlen?

 

Von Arno Schrader,

Die Frage: Wir haben einen Betriebsrat, der uns schwer zu schaffen macht. Immer wieder wird die gute Arbeit unserer Personalabteilung torpediert, obwohl viele Arbeitnehmer das selbst gar nicht möchten. Nun wirft uns der Betriebsrat vor, dass ein „eisiges Klima“ bei uns herrsche und die Mitarbeiter „akut von Mobbing und Burnout betroffen seien“ (so wörtlich!). Deshalb möchte der Betriebsrat ein Mitglied auf ein Burnout-Seminar schicken. Dürfen wir das verweigern?

 

Die Antwort: Da haben Sie vielleicht ein kleines Schlupfloch. Doch grundsätzlich haben Sie ein solches Seminar zu bewilligen. So war es auch in einem Beschluss des Arbeitsgerichts Essen, in dem einem Betriebsrat Recht gegeben wurde (Beschluss vom 30.06.2011, Az.: 3 BV 29/11):
In dem Fall bestand ein 17-köpfiger Betriebsrat. Dieser wollte ein Betriebsratsmitglied zu einem Seminar mit dem Thema „Burnout im Unternehmen – Der Betriebsrat als Berater“ entsenden. Der Arbeitgeber lehnte die Übernahme der Schulungskosten und die Freistellung ab. Der Betriebsrat argumentierte dagegen, da es bereits mehrfach Anliegen von Betroffenen an ihn herangetragen worden wären. Und das Arbeitsgericht Essen hat dem Betriebsrat Recht gegeben: Gleich aus mehreren rechtlichen Gründen war der Arbeitgeber verpflichtet, die Kosten zu tragen und ein Betriebsmitglied für die Schulung freizustellen. Die wichtigsten Gründe dafür: Zum einen ist die Vermittlung der Kenntnisse erforderlich und zum anderen gehört gerade der Gesundheitsschutz zum Aufgabengebiet des Betriebsrats.
Aber: Die nächsten regulären Betriebsratswahlen stehen in vielen Betrieben unmittelbar vor der Tür. Ein gutes Argument, eine Schulung in Frage zu stellen. Denn Sie wissen ja noch nicht, wer in den Betriebsrat (wieder) gewählt wird. Teilen Sie Ihrem Betriebsrat Ihre Bedenken mit und bitten Sie Ihn, die Beschlussfassung zurückzustellen.

 

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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