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Neue Statusprüfung für mitarbeitende Angehörige

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Von Astrid Engel,

Arbeiten bei Ihnen Angehörige mit? Das ist gerade in Kleinbetrieben häufig der Fall und verschafft viele Vorteile. Zum Ehepartner oder Kind besteht ein enges Vertrauensverhältnis, sodass dessen Arbeit nicht kontrolliert werden muss. Mitarbeitende Angehörige sind auch bereit, flexibel auf Zuruf und auch zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten.

Arbeiten bei Ihnen Angehörige mit? Das ist gerade in Kleinbetrieben häufig der Fall und verschafft viele Vorteile. Zum Ehepartner oder Kind besteht ein enges Vertrauensverhältnis, sodass dessen Arbeit nicht kontrolliert werden muss. Mitarbeitende Angehörige sind auch bereit, flexibel auf Zuruf und auch zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten.

 

Das Problem: Oftmals ist deshalb auch nicht eindeutig, wie mitarbeitende Angehörige im konkreten Fall einzustufen sind: 

  • Als Arbeitnehmer? Dann besteht Sozialabgabenpflicht.
  • Als Mitunternehmer arbeiten mitarbeitende Angehörige sozialabgabenfrei und gelten neben Ihnen als selbstständig tätig.
  • Sozialabgabenfrei ist auch eine „familienhafte Mitarbeit“, wenn nämlich Ihr Angehöriger lediglich informell aushilft, ohne dass Sie ihn dafür anmelden und entlohnen. Das hat weit reichende Konsequenzen.

Mitarbeitende Angehörige werden oft falsch eingestuft

Vor allem werden in vielen Fällen Sozialversicherungsbeiträge für Angehörige gezahlt, obwohl keine Pflicht hierzu besteht. Später stellt sich dann etwa die Arbeitslosenversicherung quer und gewährt keine Leistungen. Zu Unrecht gezahlte Beiträge werden nur für maximal die letzten 4 Jahre erstattet – und das auch nur, wenn ein Sozialversicherungsträger keine Leistungen erbracht hat. Das gilt seit Anfang 2008 auch für Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung – länger zurückliegende Beiträge werden in dem Fall dann einfach zu Pflichtbeiträgen umqualifiziert.

Sowohl Sie als Unternehmer als auch die Sozialversicherungsträger haben ein Interesse daran, mitarbeitende Angehörige von Anfang an richtig einzustufen. Dazu wurde in der Anmeldung zur Sozialversicherung das „Statuskennzeichen“ eingeführt.

Schon seit Jahren müssen Sie eine „1“ eintragen, wenn es sich bei einem neuen Mitarbeiter um Ihren Ehepartner handelt. Seit Anfang 2008 gilt das jetzt auch, wenn Sie einen „Abkömmling“ (Kind, Adoptivkind, Enkel, Urenkel) anmelden.
Wenn Sie nicht ganz sicher sind: Lassen Sie für mitarbeitende Angehörige, die Sie in den Vorjahren eingestellt haben, von sich aus klären, ob die Beschäftigung sozialversicherungsfrei ist. Dann können Sie eventuell unnötig gezahlte Beiträge noch zeitnah zurückfordern. Die Statusprüfung beantragen Sie bei der Deutschen Rentenversicherung (Bund), Anträge unter www.deutsche-rentenversicherung.de

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