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Offenen Urlaub abgelten - müssen Sie das bei jeder Kündigung?

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Von Iris Schuler,

Endet das Arbeitsverhältnis zu einem Ihrer Mitarbeiter und konnte er vor dem Ende seinen Urlaub nicht komplett nehmen, dann müssen Sie seinen bis dahin noch offenen Urlaub abgelten (§ 7 Abs. 4 BurlG). Das gilt aber nicht ausnahmslos.

Endet das Arbeitsverhältnis zu einem Ihrer Mitarbeiter und konnte er vor dem Ende seinen Urlaub nicht komplett nehmen, dann müssen Sie seinen bis dahin noch offenen Urlaub abgelten (§ 7 Abs. 4 BurlG). Das gilt aber nicht ausnahmslos. Nur dann, wenn der Urlaubsanspruch im bestehenden Arbeitsverhältnis noch erfüllt werden könnte, müssen Sie als Arbeitgeber seinen offenen Urlaub abgelten (LAG München, Urteil vom 8.8.2007, Az. 11 Sa 836/06).

So prüfen Sie, ob Sie den offenen Urlaub abgelten müssen

Wenn Sie einem Mitarbeiter kündigen und nicht sicher sind, ob Sie den noch offenen Urlaub abgelten müssen, stellen Sie sich jeweils die folgende Frage: Was wäre im bestehenden Arbeitsverhältnis, könnte ich da den Urlaubsanspruch noch erfüllen? Das könnten Sie zum Beispiel dann nicht, wenn der Arbeitnehmer krank, also gar nicht leistungsfähig ist. In diesem Fall könnten Sie ihn ja auch nicht von der Arbeitsleistung freistellen.

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Beispiel: Sie entlassen einen Mitarbeiter, der noch 10 Tage Resturlaub hat. Diese müssen Sie abgelten. Ist er aber krank und könnte auch dann nicht arbeiten, wenn das Arbeitsverhältnis weiter bestehen würde, entfällt die Abgeltung des offenen Urlaubs.


Wird der Arbeitnehmer bis zum 31. März wieder gesund?

Beachten Sie aber: Grundsätzlich muss der Arbeitnehmer seinen Urlaub im Urlaubsjahr nehmen. Kann er dies wegen seiner Erkrankung nicht, dann darf er den Urlaubsanspruch bis zum 31. März des Folgejahres übertragen. Dann verfällt der Urlaub endgültig.

Und genau dieser 31.3. des Folgejahres ist Ihre Richtgrenze: Ist der Arbeitnehmer bei der Entlassung nicht leistungsfähig, dann lassen Sie ihn darlegen, dass er seine Leistungsfähigkeit bis zum 31.3. des Folgejahres wiedererlangen wird. Kann er dies nicht, dann gelten Sie nicht ab. Relevant wird dies vor allen Dingen bei schwereren, langdauernden Erkrankungen. Hat der Mitarbeiter nur einen Schnupfen, dann brauchen Sie sich auf dieses Prozedere nicht einzulassen. In diesem Fall werden Sie den offenen Urlaub abgelten müssen.

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