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Pausen bei Schülerarbeit: Welche Ruhezeiten Sie gewähren müssen

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Schüler für Aushilfsarbeiten einsetzen, müssen Sie einige Besonderheiten beachten. Zum Beispiel bestimmt das Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG) detailliert, welche Pausen bei Schülerarbeit gewährt werden müssen.

Ruhepausen bei Schülerarbeit

Sie sind verpflichtet, arbeitenden Schülern feststehende Ruhepausen zu gewähren. Arbeitet der Schüler mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden, müssen die Pausen zusammen mindestens 30 Minuten betragen. Arbeitet er mehr als sechs Stunden bis hin zu den täglich maximal zulässigen acht Stunden, muss er insgesamt 60 Minuten Ruhepause (§ 11 JarbSchG) nehmen.

Beachten Sie:

1. Als Pausen bei Schülerarbeit gelten nur Arbeitsunterbrechungen von mindestens 15 Minuten.

2. Länger als viereinhalb Stunden dürfen Sie Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigen.

3. Die Pausen bei Schülerarbeit müssen frühestens eine Stunde nach Beginn und spätestens eine Stunde vor Ende der Arbeitszeit stattfinden.

Wichtig: Auch für Pausen bei Schülerarbeit gilt: Sie müssen dem Schüler die Ruhepausen nicht bezahlen. Arbeitet er z.B. von 8 bis 17 Uhr bei Ihnen inklusive der 60 Minuten Ruhepause, hat er nur Anspruch auf Bezahlung von acht Arbeitsstunden.

Die Ruhepausen zählen nicht zur maximal am Tag erlaubten Arbeitszeit. Hat der Schüler seine tägliche Arbeitszeit bei Ihnen beendet, muss mindestens eine Freizeitpause von zwölf Stunden bis zum Wiederbeginn am nächsten Tag vergehen.

Wochenend-Pausen bei Schülerarbeit beachten

Sie dürfen Kinder und Jugendliche nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigen. Als Zwangs-Pausen für Schülerarbeit gelten Samstage, Sonntage und Feiertage. Ausnahmen bestehen hier für Jugendliche (und vollzeitschulpflichtige Jugendliche während der Schulferien für maximal vier Wochen im Kalenderjahr).
Zulässig ist die Beschäftigung dieser Jugendlichen ohne besondere Genehmigung

an Samstagen:

  • in Krankenanstalten sowie in Alten-, Pflege- und Kinderheimen,
  • in offenen Verkaufsstellen, in Betrieben mit offenen Verkaufsstellen, in Bäckereien und Konditoreien, im Friseurhandwerk und im Marktverkehr,
  • im Verkehrswesen,
  • in der Landwirtschaft und Tierhaltung,
  • im Familienhaushalt,
  • im Gaststätten- und Schaustellergewerbe,
  • bei Musik-, Theater- und anderen Aufführungen, bei Aufnahmen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen) sowie bei Film- und Fotoaufnahmen,
  • bei außerbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen,
  • beim Sport,
  • im ärztlichen Notdienst,
  • in Reparaturwerkstätten für Kraftfahrzeuge.

Mindestens zwei Samstage im Monat sollen beschäftigungsfrei bleiben.

an Sonntagen:

  • in Krankenanstalten sowie in Alten-, Pflege- und Kinderheimen,
  • in der Landwirtschaft und Tierhaltung mit Arbeiten, die auch an Sonn- und Feiertagen naturnotwendig vorgenommen werden müssen,
  • im Familienhaushalt, wenn der Jugendliche in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen ist,
  • im Schaustellergewerbe,
  • bei Musik-, Theater- und anderen Aufführungen sowie bei Direktsendungen im Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen),
  • beim Sport,
  • im ärztlichen Notdienst,
  • im Gaststättengewerbe.

Jeder zweite Sonntag soll, mindestens zwei Sonntage im Monat müssen beschäftigungsfrei bleiben.

an Feiertagen:

  • am 24. und 31. Dezember vor 14 Uhr,
  • an anderen gesetzlichen Feiertagen in den gleichen Fällen wie an Sonntagen; gar nicht erlaubt ist aber Schülerarbeit am 25. Dezember, am 1. Januar, am ersten Osterfeiertag und am 1. Mai.

Wichtig: Für Samstage, Sonntage und Feiertage, an denen der Schüler arbeitet, müssen Sie ihm an einem anderen Tag frei geben, so dass es grundsätzlich bei der Fünf-Tage-Woche bleibt.

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