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Praktikanten beschäftigen Teil 3: Zwischenpraktikum und Nachpraktikum

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Von Astrid Engel,

Sie wollen einen Praktikanten beschäftigen? Dann lassen Sie sich unbedingt die Immatrikulationsbescheinigung vorlegen damit Sie sicher sein können, dass Sie ihn - was die Sozialversicherung betrifft - richtig abrechnen. Sie müssen mit erheblichen Beitragsnachforderungen rechnen, wenn Sie Ihre Arbeitnehmer wider besseres Wissen als Praktikanten abrechnen. Welche Regelungen für das Vorpraktikum gelten, war Thema im Teil 2 von "Praktikanten beschäftigen". Jetzt geht es um das Zwischenpraktikum und das Nachpraktikum.

Zwischenpraktikum

In der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung besteht Versicherungsfreiheit für Personen, die während der Dauer ihres Studiums als ordentlich Studierende einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt ausüben (§ 6 Abs. 1 Nr.3 SGB V).
Allerdings schließt die Versicherungsfreiheit als Arbeitnehmer nicht die Versicherungspflicht als Student aus, sodass Ihr Praktikant Beiträge an die Krankenkasse für die Kranken- und Pflegeversicherung zu entrichten hat. Besteht ein Anspruch aus der Familienversicherung, ist diese aber vorrangig.
Das gilt auch für einen Praktikanten, der an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben ist.
Ein Zwischenpraktikum setzt ein ordnungsgemäßes Studium voraus. Lassen Sie sich von Ihrem Praktikanten immer eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen und nehmen Sie eine Kopie davon zu den Lohnunterlagen.
In der Rentenversicherung  ist ein Zwischenpraktikum versicherungsfrei, wenn es in einer Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist. Dies gilt unabhängig von

  • der wöchentlichen Arbeitszeit und
  • der Höhe des monatlichen Arbeitsentgelts.

Nachpraktikum

Genau wie bei einem Vorpraktikum ist in der Kranken- und Rentenversicherung zu unterscheiden, ob Arbeitsentgelt bezogen wird oder nicht. Es gelten die gleichen Regeln wie für ein Vorpraktikum. Das gilt auch für die Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Welche Regeln für das Vorpraktikum gelten, können Sie noch einmal im Teil 2 nachlesen.

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Nicht vorgeschriebenes Praktikum

Nicht vorgeschriebene Praktika, die im Zusammenhang mit dem Studium aus Zweckmäßigkeitsgründen abgeleistet werden, unterscheiden sich in der Ausgestaltung nicht von den Praktika, die in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschrieben sind. Da aber keine Verpflichtung zur Ableistung der Praktika besteht, werden sie auch nicht im Rahmen betrieblicher Berufsausbildung ausgeübt.

Nicht vorgeschriebenes Vor- oder Nachpraktikum

Im Gegensatz zu einem in Studien- oder Prüfungsordnungen vorgeschriebenen Vor- und Nachpraktikum bestehen für ein nicht vorgeschriebenes Vor- und Nachpraktikum im Sozialversicherungsrecht keine Sonderregelungen. Die betreffenden Personen sind deshalb als "normale" Arbeitnehmer anzusehen. Dies bedeutet, dass es sich bei Ihrem Vor- oder Nachpraktikanten um einen geringfügig Beschäftigten handeln kann (Minijobber).
Versicherungsfreiheit besteht daher nach den für geringfügig Beschäftigte geltenden Grundsätzen. In solchen Fällen müssen Sie die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung zahlen. In der gesetzlichen Rentenversicherung besteht keine besondere Regelung für ein nicht vorgeschriebenes Zwischenpraktikum. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen, wonach Versicherungsfreiheit nur bei geringfügiger Entlohnung (400-Euro-Job) oder kurzfristiger Ausübung der Beschäftigung (2 Monate oder 50 Arbeitstage im Kalenderjahr) eintreten kann.
In der gesetzlichen Unfallversicherung müssen Sie diese Praktikanten immer bei Ihrer Berufsgenossenschaft anmelden, da sie dort versichert sind.

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