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Probearbeit Teil 2: So ist die Rechtslage

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Von Astrid Engel,

In manchen Unternehmen wird die "Probearbeit" dazu missbraucht, um hoffnungsvolle Bewerber wochenlang kostenlos einzuarbeiten bzw. als vollwertige Arbeitskräfte einzusetzen. Davon rate ich ausdrücklich ab!

In manchen Unternehmen wird die "Probearbeit" dazu missbraucht, um hoffnungsvolle Bewerber wochenlang kostenlos einzuarbeiten bzw. als vollwertige Arbeitskräfte einzusetzen. Davon rate ich ausdrücklich ab!
Wenn Sie als Kleinunternehmer jemanden einstellen, sind Sie auf eine wirklich vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit angewiesen. Nur dann bringt Ihnen eine Aushilfe mittel- und langfristig echten Nutzen. Wie aber soll Ihnen jemand vertrauen und sich zu 100 % für Sie und Ihren Betrieb einsetzen, wenn er sich von Ihnen (zu Recht) ausgenutzt und über den Tisch gezogen fühlt?

Wenn sich das herumspricht, schädigen Sie außerdem den Ruf Ihres Unternehmens. Und nicht zuletzt riskieren Sie teuren Ärger mit dem Arbeitsgericht und vor allem mit den Sozialversicherungsträgern.

Probearbeit als "Einfühlungsverhältnis" darf unentgeltlich sein


Probearbeit dient einem gegenseitigen unverbindlichen Kennenlernen. Grundsätzlich gilt: Ein paar Stunden "Schnuppern" dürfen Sie ohne Weiteres ohne Entgelt vereinbaren, wenn es im Wesentlichen beim Zuschauen und Erklären der Arbeit bleibt.

Geht es aber um einen Minijob mit nur wenigen Arbeitsstunden im Monat sollten Sie aber fairerweise auch den Zeitaufwand des Bewerbers honorieren, indem Sie die Probearbeit bezahlen. Erst recht, wenn Sie ihn dann doch nicht einstellen.

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Der Bewerber muss während der Probearbeit also keine Arbeitsleistung erbringen und keine Anweisungen befolgen. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich dann nicht um ein Arbeits-, sondern um ein "Einfühlungsverhältnis".

Echte Probearbeit muss bezahlt werden


Soll der Betreffende im tatsächlichen Sinne probehalber arbeiten und dabei Ihren Anweisungen und Vorgaben Folge leisten, müssen Sie ihn dafür auch bezahlen (LAG Schleswig-Holstein, 17.3.2005, Az. 4 SA 11/05) Das heißt natürlich auch, dass Sie ihn zur Sozialversicherung anmelden müssen (selbst wenn es bei einem kurzfristigen und damit sozialversicherungsfreien Arbeitsverhältnis bleibt).
Es gibt Fälle von "Probearbeit", in denen Aspiranten über Wochen hinweg tatsächlich zur Arbeit herangezogen und immer wieder vertröstet wurden, sie bekämen schon noch einen Arbeitsvertrag und ein Gehalt. Das ist aber nicht nur moralisch fragwürdig, sondern wurde für etliche Arbeitgeber nachträglich teuer. Wenn ein solcher "Probearbeiter" vor Gericht zieht, müssen sie nicht nur Anwalts- und Gerichtskosten tragen, sondern zudem einen angemessenen Lohn nachzahlen und die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge abführen.

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