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Probezeit verlängern: So verlängern Sie die Probezeit ganz legal um beispielsweise 4 Monate

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Arbeitsrecht Probezeit

Von Günter Stein,

Angenommen, Sie haben einen neuen Mitarbeiter, bei dem Sie am Ende der Probezeit noch nicht ganz sicher sind, ob er die gewünschten Leistungen bringt oder nicht.

Dann können Sie jetzt die „Probezeit“ verlängern. Das Bundesarbeitsgericht hat zu dieser Gestaltung ausdrücklich „Ja“ gesagt.

Der übliche Weg, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin einstellen: 6 Monate Probezeit

Sie vereinbaren im Rahmen bestehender Tarifvereinbarungen beziehungsweise im Rahmen des gesetzlich Erlaubten zunächst eine Probezeit von in der Regel 6 Monaten, bevor das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Kündigungsfristen beziehungsweise dem üblichen Kündigungsschutz übergeht.

Doch was, wenn Sie schon im Rahmen der Probezeit merken: Eventuell passt der Mitarbeiter doch nicht so zu Ihrem Unternehmen, wie Sie sich das wünschen. Andererseits haben Sie aber das Gefühl, dass eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses schon in der Probezeit ein Fehler ist, weil der Mitarbeiter sich noch entwickeln kann.

Probezeit verlängern: Aufhebungsvertrag nach der Probezeit

Kurz vor Ende der Probezeit teilen Sie dem Mitarbeiter offen mit, dass Sie nicht so zufrieden sind, wie Sie sich das vorgestellt haben – aber dass Sie andererseits ein Interesse daran haben, ihm eine 2. Chance zu geben. Dann schließen Sie mit ihm einen Aufhebungsvertrag mit Auslaufzeit – z. B. von 4 Monaten – durch den Sie dem Mitarbeiter die zusätzliche Bewährungschance einräumen.

Die „Wiedereinstellung“ des Mitarbeiters nach Ablauf der im Aufhebungsvertrag vereinbarten Frist bedingen Sie im Aufhebungsvertrag mit der Bewährung des Arbeitnehmers.

Probezeit verlängern: So gewinnen Sie Zeit

Dadurch haben Sie 4 weitere Monate gewonnen, um den Mitarbeiter zu beobachten, beziehungsweise ihm weitere Einarbeitungszeit zu gewähren. Zeigt sich nach dieser Zeit, dass er auch weiterhin hinter den in ihn gesteckten Erwartungen bleibt, wird das Arbeitsverhältnis durch den Aufhebungsvertrag beendet.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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