Gratis-Download

Wie Sie die 11 häufigsten Irrtümer und Arbeitgeberfallen sicher umgehen. Denn die Fehler liegen im Detail. Und das kann teuer für Ihr Unternehmen...

Jetzt downloaden

So verlängern Sie die Probezeit ganz legal um beispielsweise 4 Monate

0 Beurteilungen
Probezeit verlängern

Von Günter Stein,

Angenommen, Sie haben einen neuen Mitarbeiter, bei dem Sie am Ende der Probezeit noch nicht ganz sicher sind, ob er die gewünschten Leistungen bringt oder nicht. Dann können Sie jetzt die „Probezeit“ verlängern.Ihr Vorteil:

Das Bundesarbeitsgericht hat zu dieser Gestaltung ausdrücklich „Ja“ gesagt.

Der übliche Weg, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin einstellen:

Sie vereinbaren im Rahmen bestehender Tarifvereinbarungen beziehungsweise im Rahmen des gesetzlich Erlaubten zunächst eine Probezeit von in der Regel 6 Monaten, bevor das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Kündigungsfristen beziehungsweise dem üblichen Kündigungsschutz übergeht.

Doch was, wenn Sie schon im Rahmen der Probezeit merken: Eventuell passt der Mitarbeiter doch nicht so zu Ihrem Unternehmen, wie Sie sich das wünschen? Sie aber andererseits das Gefühl haben, dass eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses schon in der Probezeit ein Fehler ist, weil der Mitarbeiter sich noch entwickeln kann?

Die Lösung: Kurz vor Ende der Probezeit teilen Sie dem Mitarbeiter offen mit, dass Sie nicht so zufrieden sind, wie Sie sich das vorgestellt haben – aber dass Sie andererseits ein Interesse daran haben, ihm eine 2. Chance zu geben. Dann kündigen Sie ihm mit verlängerter Kündigungsfrist von z. B. 4 Monaten mit Wiedereinstellungszusage, sollte er sich in den 4 Monaten bewähren. Dadurch räumen Sie dem Mitarbeiter die zusätzliche Bewährungschance ein.

Ihr Vorteil:

Sie haben 4 weitere Monate gewonnen, um den Mitarbeiter zu beobachten, beziehungsweise ihm weitere Einarbeitungszeit zu gewähren. Zeigt sich nach dieser Zeit, dass er auch weiterhin hinter den in ihn gesteckten Erwartungen bleibt, wird das Arbeitsverhältnis beendet. Das Bundesarbeitsgericht hat dieses Modell bestätigt: Sie können einem Mitarbeiter in der Probezeit eine weitere Bewährungschance einräumen, indem Sie ihm für das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit mit überschaubarer, längerer Kündigungsfrist kündigen und ihm für den Fall der Bewährung die Wiedereinstellung zusagen (BAG, Urteil vom 7.3.02, Az. 2 AZR 93/01).

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige