Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Rentner als Aushilfe: Muss ich Beiträge zur Rentenversicherung abführen?

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Frage: Ein 65 Jahre alter Rentner hat sich mir als Aushilfe angeboten. Er soll 400 Euro im Monat verdienen. Kann es tatsächlich sein, dass ich dafür 15 % Beiträge zur Rentenversicherung an die Minijob-Zentrale abführen muss? Er bekommt doch schon Rente! Und was wäre, wenn er mehr als 400 Euro verdient?

Frage: Ein 65 Jahre alter Rentner hat sich mir als Aushilfe angeboten. Er soll 400 Euro im Monat verdienen. Kann es tatsächlich sein, dass ich dafür 15 % Beiträge zur Rentenversicherung an die Minijob-Zentrale abführen muss? Er bekommt doch schon Rente! Und was wäre, wenn er mehr als 400 Euro verdient?

Rentner als 400-Euro-Aushilfe: 15% pauschale Beiträge zur Rentenversicherung

Antwort: Arbeitet der Rentner als 400-Euro-Aushilfe, müssen Sie 15 % Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, da führt leider kein Weg dran vorbei. Es handelt sich nämlich um eine Pauschale, durch die sich der Anspruch einer Aushilfe auf eine spätere Rente auch nicht erhöhen würde.

13 % pauschale Krankenversicherung werden zudem fällig, wenn der Rentner gesetzlich krankenversichert ist. 2 % pauschale Lohnsteuer führen Sie ab, wenn Sie die Aushilfstätigkeit nicht über Lohnsteuerkarte abrechnen.

Rentner verdient als Aushilfe mehr als 400 Euro: nur Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung

Beschäftigen Sie den Rentner zu mehr als 400 Euro, dann gilt Folgendes: Hinsichtlich Lohnsteuer sowie Kranken- und Pflegeversicherung behandeln Sie ihn wie jeden anderen voll versicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Es werden somit der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmeranteil an den Abgaben fällig.

Selbstständigkeit 2009
So machen Sie als Selbstständiger in 2009 mehr Umsatz und Gewinn!
Testen Sie das "Handbuch für Selbstständige & Unternehmer" 2 Wochen gratis!

Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung müssen hingegen nur Sie in Höhe des Arbeitgeberanteils abführen. Der Rentner selbst ist in diesen Sozialversicherungszweigen beitragsfrei. Durch diese Regelung will der Gesetzgeber verhindern, dass Sie als Arbeitgeber Rentner bevorzugt vor anderen Kräften einstellen.

Wann Rentner Hinzuverdienstgrenzen beachten müssen

Mit der Kürzung seiner Rente wegen des zusätzlichen Verdiensts bei Ihnen muss ein Mitarbeiter, der mindestens 65 Jahre alt ist und eine Regelaltersrente bezieht, dann übrigens nicht rechnen. Er darf beliebig viel hinzuverdienen.

Etwas anderes gilt nur bei Bezug einer Rente wegen Erwerbsminderung oder einer Altersrente vor Vollendung des 65. Lebensjahrs. Dann sind Hinzuverdienstgrenzen zu beachten.

Verdient ein solcher Rentner mehr, wird ihm die Rente entsprechend gekürzt. Er sollte sich also bei seinem Sozialversicherungsträger nach der für ihn geltenden Hinzuverdienstgrenze erkundigen.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte