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Resturlaub aus dem Jahr 2009 - das sollten Sie wissen

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Von Astrid Engel,

Ihre Mitarbeiter haben noch Resturlaub aus dem Jahr 2009? Dann sind hier einige wichtige Einzelheiten, die Sie dazu kennen sollten:

Ihre Mitarbeiter haben noch Resturlaub aus dem Jahr 2009? Dann sind hier einige wichtige Einzelheiten, die Sie dazu kennen sollten: Grundsätzlich gibt der Gesetzgeber vor, dass der Erholungsurlaub immer im laufenden Jahr genommen werden muss; ansonsten verfällt er (§ 7 III 1 BurlG = Bundesurlaubsgesetz).

Damit soll verhindert werden, dass Mitarbeiter übertriebene Urlaubsansprüche geltend machen oder solche von mehreren Jahren ansammeln.

Wann Resturlaub übertragen werden kann

Nur unter ganz bestimmten Bedingungen kann Resturlaub ins Jahr 2010 übertragen werden, nämlich dann, wenn dies aus betrieblichen oder persönlichen Gründen erforderlich ist (§ 7 III 2 BurlG).

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Beispiel:

  • Eine Mitarbeiterin konnte ihren Urlaub nicht antreten, weil eine Kollegin für einen längeren Zeitraum erkrankt war und sie die Vertretung übernehmen musste. Dann konnte sie ihren Urlaub aus betriebsbedingten Gründen nicht nehmen.
  • Oder die Mitarbeiterin war selbst erkrankt. Dann konnte sie ihren Jahresurlaub aus persönlichen Gründen nicht nehmen.

"Übertragener Urlaub" muss bis zum 31. März 2010 genommen worden sein (nicht bloß beantragt!). Danach verfällt er endgültig (§ 7 III 3 BurlG).

Beispiel: Frau Schubert hat sich aus dem Kalenderjahr 2009 zehn Tage Resturlaub übertragen lassen. Weil sie krank wurde, kann sie erst am 30. März 2010 diesen Resturlaub beantragen.

Folge: In diesem Fall kann Frau Schubert den Resturlaub lediglich noch für den 31. März beanspruchen. Bei den übrigen neun Tagen Resturlaub können Sie darauf verweisen, dass dieser Urlaub verfällt.

Tipp: Gibt es einen Tarifvertrag? Darin kann die Übertragung der Urlaubsansprüche für Mitarbeiter günstiger geregelt sein als im Gesetz; danach könnte Resturlaub aus dem Vorjahr beispielsweise erst am 30. Juni verfallen.

Ein Mitarbeiter möchte den Resturlaub ausgezahlt bekommen?

Das geht vom Gesetz her nicht, denn der Urlaub soll der Erholung dienen. Deshalb ist die Abgeltung eines Urlaubsanspruchs durch Zahlung von Geldbeträgen unwirksam (§ 138 BGB).

In wenigen Ausnahmefällen kann Resturlaub ausgezahlt werden

Das Bundesurlaubsgesetz sieht eine Auszahlung nur vor, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und deshalb ihren Urlaubsanspruch nicht mehr einlösen können. In diesem Fall kommt es auf die Beschäftigungsdauer an:

  • Der Mitarbeiter ist noch keine sechs Monate im Unternehmen: Dann hat er für jeden vollen Beschäftigungsmonat einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.
  • Der Mitarbeiter scheidet in der ersten Jahreshälfte, spätestens mit Ablauf des 30. Juni, aus: Dann hat er ebenfalls für jeden vollen Beschäftigungsmonat einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.
  • Der Mitarbeiter ist seit dem 1. Januar im Unternehmen beschäftigt und scheidet in der zweiten Jahreshälfte – also nach dem 1. Juli – aus: Dann hat er Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.
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