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So stockt Ihre 400-Euro-Aushilfe ihre spätere Rente auf

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Von Astrid Engel,

Sie als Arbeitgeber zahlen für Ihre 400-Euro-Aushilfe zwar Sozialabgaben - unter anderem für die Rentenversicherung - aber für Ihre Aushilfe resultieren daraus keinerlei Ansprüche. Ihre spätere Rente erhöht sich dadurch nicht.

Sie als Arbeitgeber zahlen für Ihre 400-Euro-Aushilfe zwar Sozialabgaben - unter anderem für die Rentenversicherung - aber für Ihre Aushilfe resultieren daraus keinerlei Ansprüche. Ihre spätere Rente erhöht sich dadurch nicht.

Doch damit 400-Euro-Kräfte die Möglichkeit haben, ihre Rente aufzustocken, hat der Gesetzgeber eine Sonderregelung getroffen.

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet, Ihrer Aushilfe anzubieten, den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung selbst - auf ihre Kosten - auf den regulären Beitrag (2010: 19,9 %, mindestens berechnet von 155 Euro) aufzustocken.

Dieser Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit erhöht die Rentenansprüche von Aushilfen zwar nur geringfügig. Allerdings kann er sinnvoll sein, z. B. wenn der Aushilfe nur noch wenige Monate fehlen, um die Wartezeit auf eine gesetzliche Altersrente zu erfüllen. Empfehlen Sie Ihrer Aushilfe, sich von ihrem Rentenversicherungsträger hierzu beraten zu lassen.

So berechnen Sie den Aufstockungsbetrag für die Rente Ihrer Aushilfe

Die Aushilfe verdient bei Ihnen 100 Euro. Sie führen daraus 15 %, also 15 Euro, als pauschalen Rentenversicherungsbeitrag ab. Die Aushilfe verzichtet auf die Rentenversicherungsfreiheit und stockt die fehlenden 4,9 % bis zum regulären Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von 19,9 % auf.

Da der Beitrag von mindestens 155 Euro zu berechnen ist, behalten Sie 7,60 Euro (=155 Euro x 4,9%) von den 100 Euro Arbeitsentgelt ein und führen diesen Betrag zusammen mit den Pauschalen an die Minijob-Zentrale ab. Die Aushilfe erhält also nur 92,40 Euro von Ihnen ausgezahlt, ist dafür aber rentenversichert.

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Beachten Sie: Der von Ihnen zu zahlende pauschale Rentenversicherungsbeitrag von 15 % fällt auch an, wenn sich Ihre 400-Euro-Aushilfe in Rente oder als Beamter in Pension befindet. Daran ist also - anders als bei dem pauschalen Krankenversicherungsbeitrag nicht zu rütteln.

Was darf Ihre 400-Euro-Aushilfe neben ihrer Rente hinzuverdienen?

Achtung! Rentner und Ruhestandsbeamte können erst ab Vollendung des 65. Lebensjahres unbegrenzt hinzuverdienen. Davor gelten Hinzuverdienstgrenzen, sodass ggf. die Rente wegen des Verdiensts bei Ihnen gekürzt wird. Die Aushilfe sollte die für sie geltende Grenze bei ihrem Rentenversicherungsträger erfragen, falls sie zum Beispiel eine Behinderten-, Witwen- oder Teilrente bezieht und noch nicht das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Ihnen als Arbeitgeber kann zwar nichts passieren - aber: Wenn Ihr Rentner merkt, dass ihm durch den Job bei Ihnen seine Rente gekürzt wird, haben Sie möglicherweise umsonst Zeit für die Einarbeitung investiert, weil "Ihr" Rentner den Job wieder hinschmeißt - und das wäre sehr ärgerlich für Sie!

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