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So zahlt Ihr Minijobber die Lohnsteuer - und nicht Sie

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Von Astrid Engel,

Höchstrichterlich abgesegnet: Die Lohnsteuer dürfen Sie vom Bruttolohn abziehen und dadurch auf den Minijobber abwälzen.

Hat auch bei Ihnen das Geschäft so angezogen, dass Sie über die Einstellung neuer Minijobber auf 400-Euro-Basis nachdenken? Dann erfahren Sie heute eine wenig bekannte Spar-Möglichkeit in punkto Lohnsteuer.

Viele Minijobber-Verträge enthalten eine Nettolohn-Vereinbarung. Im Arbeitsvertrag mit der 400-Euro-Kraft steht also der Lohn, den der Mitarbeiter nach Abzügen erhält.

Doch bei anderen Angestelltenverhältnissen ist es eigentlich andersherum üblich: Im Arbeitsvertrag ist eine Bruttovergütung vereinbart. Der Arbeitgeber behält davon die Lohnsteuer ein und führt sie ab. So können Sie es auch bei Ihren 400-Euro-Kräften machen und sich so die Zahlung der Lohnsteuer sparen.

 

Lohnsteuer darf auf Minijobber abgewälzt werden

Seit einem wenig bekannten Urteil aus dem Jahr 2006 (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 1.2.2006, Az. 5 AZR 628/04) ist diese Regelung höchstrichterlich abgesegnet. Minijobber sind in diesem Punkt genauso zu behandeln wie jeder andere Arbeitnehmer auch: Die Lohnsteuer dürfen Sie vom Bruttolohn abziehen und dadurch auf den Minijobber abwälzen.

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Beispiel: Pro Minijobber, der 400 Euro monatlich bei Ihnen verdient, zahlen Sie monatlich 2 % Lohnsteuer: 8 Euro

  • jährliche Ersparnis bei 1 Minijobber: 96 Euro
  • jährliche Ersparnis bei 3 Minijobbern: 288 Euro
  • jährliche Ersparnis bei 5 Minijobbern: 480 Euro

Sie sehen: Vor allem, wenn Sie mehrere Minijobber beschäftigen, summiert sich diese auf den ersten Blick kleine Ersparnis bereits zu einer ansehnlichen Summe.

Wichtig: Minijobber darf keinen Nettolohnvertrag haben

Im Arbeitsvertrag mit Ihrem Minijobber darf keine Nettolohnvereinbarung stehen. Wenn im Vertrag also geregelt ist, dass es sich um einen "Nettolohn" handelt, dürfen Sie die Lohnsteuer nicht abziehen! Das heißt für Sie: Vereinbaren Sie ab sofort mit Ihren 400-Euro-Kräften im Vertrag, dass es sich um einen Bruttolohn handelt.

Nehmen Sie dazu diese Mustervertragsklausel: Bei der vereinbarten Vergütung handelt es sich um einen Bruttolohn, der abzüglich der Lohnsteuerpauschale in Höhe von derzeit 2 % ausgezahlt wird.

Beachten Sie unbedingt: Haben Sie Altverträge mit 400-Euro-Kräften, in denen Sie einen Nettolohn vereinbart haben, können Sie diesen Mitarbeitern jetzt nicht einfach die Lohnsteuer abziehen. Sie müssen den Weg einer Änderungskündigung gehen.

Und: Die Pauschalabgaben für die Renten- und Krankenversicherung dürfen Sie auf keinen Fall auf den Mitarbeiter abwälzen.

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