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Studenten-Aushilfen: Günstiger als Minijobber

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Von Astrid Engel,

Studenten sind besonders günstige Aushilfen, die auch regelmäßig und dauerhaft bei Ihnen arbeiten können. Für sie gilt nämlich das so genannte Werkstudenten-Privileg.

Studenten sind besonders günstige Aushilfen, die auch regelmäßig und dauerhaft bei Ihnen arbeiten können. Für sie gilt nämlich das so genannte Werkstudenten-Privileg.
Danach unterliegen solche Beschäftigungen lediglich der Rentenversicherung (zusätzlich müssen Beiträge zur Berufsgenossenschaft gezahlt werden). In den anderen Sozialversicherungszweigen sind Studenten befreit, wenn sie während ihres Studiums nebenher arbeiten (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V; § 27 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB III).


Als Werkstudenten gelten Beschäftigte, die während der Dauer ihres Studiums als ordentliche Studierende einer Hochschule, z. B. einer Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule, immatrikuliert sind. Aber auch Personen, die eine berufsbildende Schule besuchen, gehören zu diesem Kreis.
Wichtig: Studenten, die bereits ungewöhnlich lange eingeschrieben sind, können als voll sozialversicherungspflichtig gelten. Die Gefahr besteht bei Studenten, die länger als 25 Semester eingeschrieben sind (Besprechungsergebnis der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger, 26./27.6.2002).
Tipp: Lassen Sie sich in jedem Fall die Immatrikulationsbescheinigung vorlegen, bevor Sie Studenten als Aushilfen einstellen. Machen Sie davon eine Kopie und nehmen Sie diese zu den Personalunterlagen.

Arbeitsverhältnisse mit Studenten-Aushilfen

Studenten müssen sich in erster Linie ihrem Studium widmen. Dafür dürfen sie

  • nur während der Semesterferien einer befristeten Vollzeitbeschäftigung in Ihrem Unternehmen nachgehen bzw.
  • im Semester unbefristet nicht länger als 20 Stunden arbeiten und
  • insgesamt nicht länger als 26 Wochen bzw. 12 Kalendertage im Jahr - gerechnet vom voraussichtlichen Ende der letzten Beschäftigung - mehr als 20 Wochenstunden arbeiten (Rundschreiben der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger, 27.7.2004).

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Beschäftigen Sie Studenten-Aushilfen am Wochenende oder in den Abend- und Nachtstunden, kann das auch dann noch sozialversicherungsfrei sein, wenn die Wochenarbeitszeit mehr als 20 Stunden beträgt. Voraussetzung ist, dass Zeit und Arbeitskraft der Studenten-Aushilfen überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden (BSG, 22.2.1980 Az: 12 RK 34/79).
Tipp: Haben Sie Zweifel, ob die berufliche Tätigkeit oder das Studium der Studenten-Aushilfe im Vordergrund steht, lassen Sie bei der Meldung bei der Krankenkasse prüfen, ob das Werkstudenten-Privileg anwendbar ist. Fragen Sie bei der Krankenkasse nach einem entsprechenden Formular.

Beachten Sie diese Beitragsfalle bei Minijobs für Studenten-Aushilfen

Einen Studenten sollten Sie möglichst nicht als Minijobber mit einem Verdienst von maximal 400 € einstellen. Denn selbst, wenn er die Merkmale eines Werkstudenten aufweist, müssen Sie dann die Pauschale für Minijobber in Höhe von 30 % an die Minijob-Zentrale abführen. Das gilt jedenfalls, wenn der Student in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist (Rundschreiben der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger, 27.7.2004, Tz. 1.2.1). Bei einem Verdienst ab 401 € fallen lediglich die Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von zurzeit 19,9 % an, von denen Sie als Arbeitgeber lediglich die Hälfte tragen müssen.
Minijobber
Verdienst 380 €
Pauschalabgabe/ Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil) 114 €
Gesamtkosten 494 €
Student
Verdienst 401 €
Pauschalabgabe/ Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil) 39,90 €
Gesamtkosten 440,90 €
Sie sparen - auch wenn Sie Studenten-Aushilfen mehr zahlen als Minijobbern - mehr als 50 € pro Monat. Bei beiden Beschäftigungsformen kommen noch Beiträge zur Berufsgenossenschaft hinzu und bei Unternehmen bis 30 Mitarbeitern die Umlage zur Entgeltfortzahlungsversicherung (U 1) und zur Versicherung von Mutterschaftsaufwendungen (U 2).

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