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Teil 2: Was kostet Sie eine 400-€-Aushilfskraft?

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Von Astrid Engel,

Im Regelfall zahlen Sie für eine Aushilfskraft 30% pauschale Sozialabgaben. Im Teil 1 erfuhren Sie, in welchen Fällen Ihre Abgabenlast wesentlich geringer ist: Dann nämlich, wenn Ihre Aushilfskraft privat oder überhaupt nicht krankenversichert ist. Und, wenn Ihre Aushilfskraft die Lohnsteuer in Höhe von 2% selber trägt. Was müssen Sie außerdem wissen, um die pauschale Sozialabgabe für Ihre Aushilfskraft optimal zu gestalten?

Lohnsteuer für die Aushilfskraft pauschal abrechnen

Unabhängig davon, ob Sie oder die Aushilfskraft die Lohnsteuer übernehmen, können Sie diese auch nach Lohnsteuerkarte statt pauschal abrechnen: Hat Ihre Aushilfskraft die Steuerklasse I, II, III oder IV, lohnt sich das in jedem Fall, denn dann fällt gar keine Lohnsteuer an. In den Steuerklassen V oder VI ist die Pauschale meist günstiger - es sei denn, das von der Aushilfskraft im Jahr zu versteuernde Einkommen übersteigt den Grundfreibetrag ohnehin nicht.

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Wenn Ihre Aushilfskraft auf Rentenversicherungsfreiheit verzichtet

Ihre Aushilfskraft hat das Recht, den von Ihnen gezahlten Beitrag zur Rentenversicherung von 15 % auf den regulären Beitrag (2008: 19,9 %, mindestens berechnet von 155 €) aufzustocken. Damit verzichtet sie auf die Rentenversicherungsfreiheit und baut sich Rentenansprüche auf. Die Zuzahlung trägt die Aushilfskraft dann aber allein. Sie behalten diesen Betrag vom auszuzahlenden Lohn ein und führen ihn an die Minijob- Zentrale ab.
Rechenbeispiel:
Sie stellen eine privat versicherte Hausfrau ein und vereinbaren mit ihr, dass sie die pauschale Lohnsteuer auf den Lohn von 400 €/Monat selbst übernimmt. Die Hausfrau verzichtet auf die Rentenversicherungsfreiheit.

Dann zahlen Sie ihr aus: 372,40 €/Monat [= 400 €
./. 8 € (= 2 % Lohnsteuer-Pauschale),
./. 19,60 € (= 4,9 % Rentenversicherung)].

An die Minijob-Zentrale führen Sie die einbehaltenen 27,60 € ab und zudem Ihren Arbeitgeberanteil:

60 € (= 15 % Rentenversicherungs-Pauschale),
0,40 € (= 0,1 % Umlage U1).

Was Sie nicht tun dürfen: Die pauschalen Sozialabgaben dürfen Sie nicht auf die Aushilfskraft abwälzen! Eine solche Vereinbarung wäre nichtig, auch wenn die Aushilfskraft damit einverstanden ist. Ebenfalls nicht erlaubt ist es, das Gehalt einer bereits für Sie tätigen Aushilfskraft zu kürzen, um Ihre Abgabenlast zu verringern. Ohne gleichzeitige Kürzung der Arbeitszeit wäre das eine untersagte versteckte Abwälzung.

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