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Teilzeitkräfte: 6 Fragen und 6 Antworten, die Sie kennen sollten

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Von Astrid Engel,

Sind Sie sattelfest wenn es darum geht, Teilzeitkräfte arbeitsrechtlich sicher zu beschäftigen? Hier sind 6 Antworten auf Fragen, bei denen viele Unternehmer unsicher sind:

Sind Sie sattelfest wenn es darum geht, Teilzeitkräfte arbeitsrechtlich sicher zu beschäftigen? Hier sind 6 Antworten auf Fragen, bei denen viele Unternehmer unsicher sind:

1. Dürfen Teilzeitkräfte Überstundenzuschläge verlangen?

Bei erhöhtem Personalbedarf dürfen Sie Überstunden fordern. Eine entsprechende Regelung sollten Sie vorher festlegen.

Grundsätzlich können Teilzeitkräfte keine Überstundenzuschläge verlangen. Dabei sind allerdings 2 wesentliche Ausnahmen zu beachten:

  • Viele Tarifvereinbarungen sehen Überstundenzuschläge auch für Teilzeitkräfte vor. Sind Sie tariflich gebunden, ist auch diese Regelung für Sie verbindlich.
  • Überstundenzuschläge müssen Sie auch dann zahlen, wenn die erhöhte Arbeitszeit Ihrer Teilzeitkraft die Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten überschreitet.

2. Was gilt, wenn Teilzeitkräfte krank werden?

Jede Arbeitsverhinderung infolge von Krankheit oder aus anderen Gründen ist Ihnen als Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen. Auch arbeitsunfähig erkrankte Teilzeitkräfte haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Bei allen Arbeitnehmern, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen, setzt nach 6 Wochen die Lohnfortzahlung der Krankenkasse ein.

3. Wie ist bei Mutterschutz und Erziehungsurlaub für Teilzeitkräfte zu verfahren?

Die Bestimmungen des Mutterschutzes und Erziehungsurlaubs sind auf alle Frauen und - was den Erziehungsurlaub betrifft - auch auf Väter anzuwenden, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Sie gelten also auch für Teilzeitkräfte.

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Arbeitnehmer müssen den Erziehungsurlaub spätestens 4 Wochen vor Antritt beim Arbeitgeber anmelden. Bisherige Vollzeitbeschäftigte dürfen nur 19 Stunden wöchentlich auf Teilzeitbasis arbeiten, sonst verlieren sie ihren Erziehungsgeldanspruch.

Soll das Arbeitsverhältnis fortgeführt werden, können Sie eine Ersatzkraft mit einem befristeten Arbeitsvertrag einstellen - ebenfalls auf Teilzeitbasis.

4. Unterliegen auch Teilzeitkräfte der gesetzlichen Kündigungsfrist?

Teilzeitarbeitsverhältnisse unterliegen bei der Kündigung denselben Vorschriften wie Vollzeitarbeitsverhältnisse. Bei Neueinstellungen sollten Sie entweder einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag wählen oder eine Kündigungsfrist vereinbaren.

Auch beim Kündigungsschutz besteht kein Unterschied zwischen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten. Sollten Sie in Ihrem Betrieb weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen, handelt es sich um einen Kleinbetrieb. In diesem Fall wird das Kündigungsschutzgesetz nicht angewendet. Die Arbeitnehmer sind relativ einfach kündbar. Zur Festlegung der Arbeitnehmerzahl werden nur Beschäftigte ab 10 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit berücksichtigt. Auszubildende bleiben unberücksichtigt.

Vereinbaren Sie bei der Einstellung eine Probezeit, die maximal 6 Monate betragen darf - sofern ein Tarifvertrag nicht etwas anderes bestimmt. Während der Probezeit kann von beiden Seiten mit einer Frist von 2 Wochen gekündigt werden.

5. Müssen Sie schriftliche Vereinbarungen treffen?

Treffen Sie schriftliche Vertragsvereinbarungen, wenn Sie Teilzeitkräfte einstellen. Spätestens nach 1 Monat sind Sie verpflichtet, die wesentlichen Vereinbarungen schriftlich dem Arbeitnehmer auszuhändigen (§ 2 des Nachweisgesetzes). Ausnahme: Es handelt sich um eine Aushilfstätigkeit, die 400 Stunden im Jahr nicht übersteigt.

6. Wie viele Arbeitsverhältnisse dürfen Teilzeitkräfte haben?

Mehrere Teilzeitarbeitsverhältnisse je Arbeitnehmer sind zulässig - jedoch nur bis zur gesetzlichen Höchstarbeitszeitgrenze von durchschnittlich 48 Stunden pro Woche. Fragen Sie Teilzeitkräfte nach dem Bestehen weiterer Arbeitsverhältnisse oder selbständiger Tätigkeit und legen Sie im Arbeitsvertrag eine schriftliche Mitteilungspflicht über neue Beschäftigungsverhältnisse fest.

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