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Teilzeitwunsch ablehnen: vorher mit dem Arbeitnehmer verhandeln

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Von Astrid Engel,

Frage: Meine Mitarbeiterin möchte in in Zukunft nur noch in Teilzeit arbeiten. Muss ich das genehmigen? Worauf muss ich achten, wenn ich ihren Teilzeitwunsch ablehnen will?
Antwort: Wollen Sie den Teilzeitwunsch ablehnen, haben Sie die Pflicht, vorher mit Ihrer Mitarbeiterin zu verhandeln (§ 8 Abs. 3 Teilzeit- und Befristungsgesetz, TzBfG). Vergessen oder vermeiden Sie die Verhandlung, bedeutet das aber noch längst nicht, dass Sie dem Teilzeitwunsch Ihrer Mitarbeiterin automatisch entsprechen müssen. So lautete bereits vor einigen Jahren die auf den ersten Blick etwas verwirrende Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (18. Feb. 2003, AZ: 9 AZR 356/02).

Im Klartext: Nach geltendem Recht kann jeder Arbeitnehmer, der länger als 6 Monate in Ihrem Betrieb ist, Arbeit in Teilzeit verlangen (§ 8 Abs. 1 TzBfG). Als Arbeitgeber können Sie nur aus betrieblichen Gründen einen Teilzeitwunsch ablehnen (§ 8 Abs. 4 TzBfG). Dafür müssen Sie aber vorher mit der betreffenden Mitarbeiterin verhandeln und versuchen, eine Einigung zu erzielen. Das betrifft sowohl

  • den Teilzeitwunsch an sich als auch
  • die Arbeitszeiten, die Ihre Mitarbeiterin anstrebt.

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Rechtssicher und taktisch klug einen Teilzeitwunsch ablehnen

Ihre Mitarbeiterin darf nach einem Formfehler (wie einer fehlenden Verhandlung) nicht einfach davon ausgehen, dass Sie ihre Vorstellung von Teilzeitarbeit automatisch akzeptiert haben. Dennoch sollten Sie sich auf ein Gespräch einlassen - nicht nur, weil das Gesetz es so vorschreibt, sondern auch aus taktischen Gründen: Richtig vorbereitet können Sie der Mitarbeiterin gegenüber gut begründen, warum Sie ihren Teilzeitwunsch ablehnen. Zum Beispiel, dass durch ihre Teilzeitarbeit oder durch die von ihr gewünschten Arbeitszeiten

  • Arbeitsablauf oder -organisation im Betrieb wesentlich beeinträchtigt würden,
  • die Sicherheit im Betrieb gefährdet wäre,
  • unverhältnismäßig hohe Kosten entstünden.

Wichtig, wenn Sie einen Teilzeitwunsch ablehnen

Wenn Sie den Teilzeitwunsch aus einem der oben genannten Gründe nicht genehmigen können, müssen Sie eine schriftliche Absage formulieren und dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn der Arbeitszeitverringerung zukommen lassen.

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