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Vermeiden Sie Nachzahlungen für Ihre 400-Euro-Jobber bei Mehrfachbeschäftigungen

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie einen 400-Euro-Jobber haben, sollten Sie jetzt ganz genau hinschauen! Teure Steuer- und Abgabennachzahlungen drohen, wenn Ihr 400-Euro-Jobber heimlich noch einen oder mehrere andere Mini-Jobs hat, mit denen er zusammen mehr als 400 Euro verdient.

Wenn Sie einen 400-Euro-Jobber haben, sollten Sie jetzt ganz genau hinschauen! Teure Steuer- und Abgabennachzahlungen drohen, wenn Ihr 400-Euro-Jobber heimlich noch einen oder mehrere andere Mini-Jobs hat, mit denen er zusammen mehr als 400 Euro verdient.

Viele Arbeitgeber hatten das Thema "Mehrfachbeschäftigungen" nicht mehr allzu ernst genommen - ob der eigene 400-Euro-Jobber also noch einem zusätzlichen Mini-Job nachgeht. Grund dafür waren aktuelle Gerichtsentscheidungen, z. B. das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 09.04.2008, Az.: L 5 R 2125/07.

Dieses Urteil besagt: Als Arbeitgeber seien Sie gesetzlich nicht in der Pflicht zu kontrollieren, ob Ihr 400-Euro-Jobber noch einer anderen geringfügigen Beschäftigung nachgeht. Zu Nachforderungen könnten Sie deshalb auch nicht herangezogen werden.


Mehrfachbeschäftigungen müssen Sie jetzt kontrollieren

Jetzt hat der Gesetzgeber Sie in die Pflicht genommen. Seit 01.01.2009 gilt: Als Arbeitgeber von Mini-Jobbern müssen Sie Mehrfachbeschäftigungen kontrollieren. Entgeht Ihnen dabei grob fahrlässig oder vorsätzlich das Überschreiten der 400-Euro-Grenze, haften Sie auch rückwirkend für Beitragsnachzahlungen. So steht es jetzt in § 8 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IV.

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Im Klartext heißt das:

  • Sie müssen jetzt aktiv überprüfen, ob Ihr 400-Euro-Jobber noch anderen geringfügigen Beschäftigungen nachgeht.
  • Verdient er bei Ihnen und mit dem anderen Job zusammengerechnet mehr als 400 Euro monatlich, liegt kein Mini-Job mehr vor. Folge: Der Mitarbeiter muss bei der zuständigen Krankenkasse angemeldet werden, normale Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge werden fällig.

Wenn Sie es als Arbeitgeber vorsätzlich oder grob fahrlässig versäumt haben, den Sachverhalt für die versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung aufzuklären, müssen Sie für alle Monate der Beschäftigung nachzahlen!


Schriftliche Erklärung über Mehrfachbeschäftigungen fordern

Wichtig: Lassen Sie jeden 400-Euro-Jobber bereits vor Tätigkeitsaufnahme eine Erklärung unterschreiben, in der er über andere Tätigkeiten Auskunft gibt. Etwa mit der folgenden Formulierung:

Musterformulierung

Der Arbeitnehmer sichert zu, dass es sich bei der dem Vertrag zugrunde liegenden Tätigkeit um seine einzige Erwerbstätigkeit neben seiner Hauptbeschäftigung handelt.

Zugleich sichert der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber zu, ihm jede Änderung der steuerlichen bzw. sozialversicherungsrechtlichen Verhältnisse umgehend mitzuteilen, ihn insbesondere sofort zu informieren, wenn er eine weitere Erwerbstätigkeit aufnehmen will bzw. aufnimmt.

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, den Arbeitgeber von sämtlichen Schäden freizustellen, die ihm dadurch entstehen, dass der Arbeitnehmer die oben erwähnten Zusicherungen nicht einhält.

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