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Verträge mit Familienangehörigen: Wenn Kinder und Ehepartner für Sie als Aushilfe arbeiten

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Von Astrid Engel,

Sie sind auf der Suche nach einer zuverlässigen Aushilfe für Ihren Betrieb? Haben Sie sich denn schon im engsten Familienkreis umgesehen? Wenn Sie offizielle Verträge mit Ihren Familienangehörigen abschließen, können Sie sogar Steuern sparen.

Sie sind auf der Suche nach einer zuverlässigen Aushilfe für Ihren Betrieb? Haben Sie sich denn schon im engsten Familienkreis umgesehen? Ehepartner oder Kinder helfen oft ohnehin schon in Ihrem Betrieb mit. Wenn Sie offizielle Verträge mit Ihren Familienangehörigen abschließen, können Sie sogar Steuern sparen.

 

Doch Vorsicht: Trennen Sie den unternehmerischen und den privaten Bereich sauber! Nur dann werden solche Verträge innerhalb der Familie anerkannt.

Was für alle Verträge mit Familienangehörigen gilt

Verträge mit Ihren Familienangehörigen dürfen Sie so gestalten, dass Ihre Steuerbelastung möglichst gering ist. Mit anderen Worten: Es ist durchaus legal, Familienangehörigen etwas Gutes zu tun und dadurch gleichzeitig Steuern zu sparen.

Allerdings liegt bei Verträgen zwischen einem Unternehmer und seinem Ehepartner oder seinen Kindern oft der Verdacht nahe, dass sie sie nur zum Schein eingehen, um damit nichts anderes zu tun, als Steuern zu sparen. Verträge mit Familienangehörigen müssen deshalb

  • rechtlich wirksam vereinbart werden - auch wenn ein schriftlicher Vertrag in vielen Fällen keine Pflicht ist, zum Nachweis der Vereinbarung ist er unbedingt empfehlenswert - und
  • hinsichtlich der inhaltlichen Gestaltung und der tatsächlichen Durchführung dem entsprechen, was zwischen Fremden üblich ist (so genannter Fremdvergleich).

Was "Fremdvergleich" bedeutet

Das Finanzgericht des Saarlandes hatte über diesen Fall zu entscheiden: Ein Unternehmer beschäftigte seine Ehefrau als kaufmännische Angestellte in seinem Unternehmen. Das Finanzamt bestritt das Vorliegen eines rechtlich wirksamen Arbeitsverhältnisses auch nicht. Es verlangte jedoch zusätzlich den Nachweis der tatsächlichen monatlichen Lohnzahlung.

Der Ehemann erklärte daraufhin, den Lohn für seine Ehefrau in bar aus privaten Mitteln gezahlt zu haben. Dies ist zwischen Fremden nicht üblich. Deshalb erkannte das Finanzamt das Arbeitsverhältnis steuerlich nicht an und versagte dem Ehemann den Betriebsausgabenabzug (30.6.2005, AZ: 1 K 40/01).

Tipp: Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten, wenn Sie Verträge mit Familienangehörigen abschließen. Fragen Sie sich kritisch, ob ein fremder Dritter die gewählte Gestaltung zu den gleichen Bedingungen wie der Angehörige akzeptieren würde. Führen Sie den Vertrag tatsächlich so durch, wie es zwischen Fremden üblich ist.

 

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