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Wann können Sie von Ihren Mitarbeitern Überstunden fordern?

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Von Astrid Engel,

Liegt viel Arbeit an, können Sie von Ihren Mitarbeitern Überstunden fordern. Das bietet sich an, wenn Mehrarbeit nur gelegentlich und nur in geringem Umfang anfällt.

Liegt viel Arbeit an, können Sie von Ihren Mitarbeitern Überstunden fordern. Das bietet sich an, wenn Mehrarbeit nur gelegentlich und nur in geringem Umfang anfällt. Der Engpass kann dann überbrückt werden, ohne dass Ihre Mitarbeiter über Gebühr belastet werden.
Wie viele Arbeitsstunden Ihre Mitarbeiter regulär für Sie leisten müssen, ist schriftlich festzuhalten (§ 2 Abs. 1 Nachweisgesetz). Üblicherweise vereinbaren Sie die Anzahl der Wochenstunden bereits im Arbeitsvertrag.

Was müssen Sie regeln, damit Sie Überstunden fordern können?

Die Überstundenfrage muss nicht ausdrücklich geregelt werden. Es ist aber sinnvoll, mit jedem Mitarbeiter schon im Vorfeld eine Vereinbarung zu Überstunden zu treffen, am besten direkt im Arbeitsvertrag. Haben Sie das versäumt, können Sie auch noch nachträglich einen schriftlichen Zusatz zum Arbeitsvertrag aufsetzen, den Sie und der Mitarbeiter unterschreiben. Regeln Sie darin,

  • ob und wie viele Überstunden durch das monatliche Entgelt mit abgegolten sind (Faustformel: Eine Überschreitung der regelmäßigen Arbeitszeit bis ca. 10 % wird als noch angemessen angesehen),
  • ob Sie zusätzliche Überstunden fordern können und wie viele das sein dürfen
  • wie diese zusätzlichen Überstunden abgegolten werden (Bezahlung oder Freizeitausgleich).

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Regeln Sie mit der folgenden Formulierung, in welchem Umfang Sie Überstunden fordern können und wie der Ausgleich erfolgt.
Musterklausel Überstunden:
Der Arbeitnehmer erklärt sich bereit, über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus ohne weitere Vergütungsansprüche monatlich bis zu 10 Überstunden zu leisten. Darüber hinausgehende
Überstunden werden

  • Möglichkeit a) durch Freizeit ausgeglichen.
  • Möglichkeit b) mit einem Brutto-Arbeitsentgelt

von 10,80 €/Stunde abgegolten.

Vorsicht: Nicht unbegrenzt Überstunden fordern!

Nach dem Arbeitszeitgesetz dürfen Arbeitnehmer nur bis zu 48 Stunden/Woche  regelmäßig arbeiten (§ 3 ArbZG). Wird ausnahmsweise mehr gearbeitet, muss das innerhalb von 6 Monaten oder 24 Wochen durch Freizeit ausgeglichen werden. Arbeitet ein Mitarbeiter auch noch für andere Arbeitgeber, werden die von ihm insgesamt geleisteten Stunden zusammengerechnet. Beachten Sie die Vorschrift nicht, droht Ihnen bei Anzeige ein Bußgeld bis zu 15.000 €.

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