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Wann Sie bei Krankheit keine Entgeltfortzahlung leisten müssen

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Von Astrid Engel,

Einer meiner Mitarbeiter hat sich vor einigen Tagen krank gemeldet, wurde jetzt aber von einem anderen Mitarbeiter putzmunter beim Joggen gesichtet. Muss ich ihm eigentlich Lohn zahlen, wenn sich mein Verdacht bestätigen sollte, dass er seine Krankheit vorgetäuscht hat?

Einer meiner Mitarbeiter hat sich vor einigen Tagen krank gemeldet, wurde jetzt aber von einem anderen Mitarbeiter putzmunter beim Joggen gesichtet. Muss ich ihm eigentlich Lohn zahlen, wenn sich mein Verdacht bestätigen sollte, dass er seine Krankheit vorgetäuscht hat?
Antwort: Bei Arbeitsunfähigkeit müssen Sie einem Mitarbeiter für bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung leisten. Haben Sie nur bis zu 30 Mitarbeiter, erstattet die Krankenkasse zwar einen Teil der Zahlung (dafür leisten Sie ja jeden Monat die Umlage U1). Der Rest geht aber zu Ihren Lasten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie wissen, wann Sie die Zahlung vermeiden können. Hier die Lösung für 3 häufige Zweifelsfälle:

Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung nicht vorgelegt: Entgeltfortzahlung zurückhalten

Solange Sie keinen Nachweis darüber haben, dass Ihr Mitarbeiter arbeitsunfähig ist, sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet. Sobald er die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung jedoch vorlegt, müssen Sie auch die zurückliegende Zeit vergüten.

 

 

 

Selbst verschuldete Krankheit: Keine Entgeltfortzahlung leisten

Wenn Ihr Mitarbeiter seine Arbeitsunfähigkeit durch grob fahrlässiges Verhalten selbst verschuldet hat, sind Sie nicht zur Zahlung verpflichtet.
Beispiele: Ihr Mitarbeiter hat Vorschriften zur Unfallverhütung grob fahrlässig missachtet, eine Schlägerei provoziert oder bei einem Verkehrsunfall den Sicherheitsgurt nicht angelegt.

Arbeitsunfähigkeit vorgetäuscht: Keine Entgeltfortzahlung leisten

Hat Ihr Mitarbeiter seine Arbeitsunfähigkeit bloß vorgetäuscht, müssen Sie ebenfalls keine Entgeltfortzahlung leisten. Allerdings brauchen Sie Beweise für die Täuschung, z.B.:

  • Der Mitarbeiter hat seine Arbeitsunfähigkeit angekündigt, nachdem Sie ihm Urlaub verweigert haben.
  • Sein Verhalten steht stark im Widerspruch zur Krankschreibung (beschwerliche Reisen oder Nebentätigkeiten). Wie das Lauftraining Ihres Mitarbeiters zu bewerten ist, richtet sich nach der Art seiner Krankheit.

Es reicht jedoch nicht aus, wenn Sie ihn mehrmals nicht zu Hause angetroffen haben oder ihm vor der Krankschreibung gekündigt haben.

 

Tipp: Im Zweifel schalten Sie den Medizinischen Dienst der Krankenkasse ein. Das ist auch möglich, wenn Ihr Mitarbeiter auffällig häufig am Anfang oder Ende der Woche oder an Brückentagen krank ist oder seine Ärzte auffällig häufig wechselt.

 

 

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