Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Wann Sie eine Abmahnung aussprechen müssen

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Eine der wichtigsten Voraussetzungen einer rechtmäßigen verhaltensbedingten Kündigung ist - sofern der Mitarbeiter Kündigungsschutz genießt - dass Sie vorher eine Abmahnung aussprechen.Sie ist die Beanstandung eines objektiv vertragswidrigen Verhaltens und soll dem betreffenden Mitarbeiter gleichzeitig als Warnung dienen, dass im Wiederholungsfall der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist (BAG, Az.: 7 AZR 75/78).

Eine der wichtigsten Voraussetzungen einer rechtmäßigen verhaltensbedingten Kündigung ist - sofern der Mitarbeiter Kündigungsschutz genießt - dass Sie vorher eine Abmahnung aussprechen.
Sie ist die Beanstandung eines objektiv vertragswidrigen Verhaltens und soll dem betreffenden Mitarbeiter gleichzeitig als Warnung dienen, dass im Wiederholungsfall der Bestand des Arbeitsverhältnisses gefährdet ist (BAG, Az.: 7 AZR 75/78).

Nur bei steuerbarem Fehlverhalten Abmahnung aussprechen

Voraussetzung einer Abmahnung ist stets, dass es sich bei dem zu beanstandenden Fehlverhalten um ein steuerbares Verhalten handelt. Der Mitarbeiter muss das Fehlverhalten verschuldet haben und er muss es tatsächlich abstellen oder zumindest beeinflussen können. Außerdem müssen Sie ihm das nachweisen können, denn nur aufgrund vager Vermutungen dürfen Sie weder eine Abmahnung aussprechen noch kündigen.
Beispiel: Der Mitarbeiter kommt dauernd mit erheblicher Verspätung zur Arbeit.

Wann Sie vor der Kündigung keine Abmahnung aussprechen müssen

Sie können ausnahmsweise auf eine Abmahnung vor Ausspruch einer verhaltensbedingten Kündigung verzichten, wenn diese von vornherein sinnlos erscheint.
Beispiel: Eine Abmahnung lässt den Mitarbeiter aller Wahrscheinlichkeit nach unbeeindruckt, da er seinen fehlenden Willen zu vertragsgerechtem Verhalten bewiesen hat. Das ist der Fall, wenn sich ein Mitarbeiter hartnäckig weigert, die Anordnungen des Vorgesetzten zu befolgen (BAG, Az.: 2 AZR 616/93).
Sie müssen auch dann keine Abmahnung aussprechen, wenn ein besonders schwerwiegender Verstoß gegen die Arbeitsvertragspflichten vorliegt oder dem Mitarbeiter eine gravierende Pflichtverletzung vorzuwerfen ist, die Ihr Vertrauensverhältnis total zerstört hat.
Beispiel: Der Mitarbeiter hat am Arbeitsplatz eine Straftat, wie eine Unterschlagung oder einen Diebstahl, begangen.

Selbstständigkeit 2008
So machen Sie als Selbstständiger in 2008 mehr Umsatz und Gewinn!
Testen Sie "Selbstständig heute" 4 Wochen gratis!

Ohne Zeitverzug die Abmahnung aussprechen

Beachten Sie: Zwar gibt es keine gesetzliche Frist, in der Sie Ihre Abmahnung aussprechen müssen, jedoch empfiehlt es sich für Sie als Arbeitgeber, schnell zu reagieren. Denn je länger Sie nach dem Vorfall mit einer Abmahnung warten, desto größer ist die Gefahr, dass Sie Ihr Recht darauf verwirken.
Lassen Sie nach einem solchen Vorfall eine erhebliche Zeit ohne erkennbare Reaktion verstreichen, kann dadurch bei dem Mitarbeiter der Eindruck entstehen, die Angelegenheit habe sich erledigt.
Praxistipp: Da es in der Praxis oft sehr schwierig zu beurteilen ist, ob eine Abmahnung erforderlich ist oder nicht, sollten Sie einen Mitarbeiter, wenn es sich nicht um einen extrem schwerwiegenden Pflichtverstoß (Diebstahl, Unterschlagung) handelt, zunächst immer abmahnen.

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte