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Wann Sie einen Aushilfsjob als kurzfristige Beschäftigung gestalten können

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Von Astrid Engel,

Sie brauchen Mitarbeiter, aber nur zu bestimmten Anlässen wie zum Beispiel der Vorbereitung einer Ausstellung. Gibt es keine Alternative zu den 400-€-Jobs? Doch, die gibt es: Die Lösung heißt „kurzfristige Beschäftigung“.
Wichtig: Kurzfristige Beschäftigungen haben sogar den Vorteil, dass es keinerlei Obergrenze beim Lohn gibt. Sie müssen also keine 400-€-Grenze einhalten. Beschäftigungen sind immer dann geringfügig, wenn sie nur von kurzer Dauer sind. Nach § 8 SGB IV ist das immer dann der Fall, wenn eine solche Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres entweder aufgrund ihrer Eigenart oder durch eine entsprechende Begrenzung in Ihrem Betrieb längstens für

  • 2 Monate oder
  • 50 Arbeitstage besteht.


Beispiel: Für die Vorbereitung einer Ausstellung benötigen Sie Aushilfen, die Austellungsstücke verpacken, transportieren, aufstellen, beschriften und die Ausstellung betreuen. Diesen Ausholfen geben Sie einen Vertrag, der auf diese Zeit (zum Beispiel 4 Wochen) beschränkt ist. Sie vereinbaren einen Lohn von 6 € die Stunde. Insgesamt fallen 105 Arbeitsstunden an. Der Lohn beträgt also 630 €. Dennoch fallen keinerlei Sozialabgaben oder Steuern an.

Diese Einschränkungen gelten für eine  kurzfristige Beschäftigung

Doch Achtung! Der Gesetzgeber verlangt bei solchen Beschäftigungsverhältnissen, dass sie „nicht berufsmäßig“ ausgeübt werden. Und da bezieht er Arbeitslose mit ein. Konkret gilt hier: Arbeitslose dürfen Sie  nicht für eine kurzfristige Beschäftigung einstellen.
Und noch ein Grenze sollten Sie kennen, die für eine kurzfristige Beschäftigung wichtig ist:

  • Ein Beschäftigungsverhältnis, das nicht länger als 2 Monate besteht, ist grundsätzlich geringfügig. Dies gilt unabhängig von der Zahl der Arbeitstage, an denen Ihre Aushilfe tätig ist.

ABER:

  • Arbeitet Ihre Aushilfe nicht jeden Tag, also nicht an mindestens 5 Tagen pro Woche, sondern nur an einzelnen Wochentagen, darf sie pro Kalenderjahr nicht mehr als insgesamt 50 Arbeitstage beschäftigt werden. Hat Ihre Aushilfe also für die Ausstellung bereits 40 Arbeitstage aufgewendet, können Sie sie im laufenden Jahr nur noch für weitere 10 Tage beschäftigen.


Auch wenn Sie Arbeitslose nicht für eine kurzfristige Beschäftigung einsetzen dürfen, gibt es auf der anderen Seite Berufsgruppen, die sozusagen von vornherein als „nicht berufsmäßig tätig“ eingestuft werden. Das sind

  • Schüler (Ausnahme: zwischen Schulentlassung und Aufnahme eines Ausbildungsverhältnisses),
  • Studenten bis zur Aufnahme des Studiums und während der Semesterferien,
  • Rentner,
  • Hausfrauen.

Das heißt aber nicht, dass Sie nun andere nicht auf diese Weise beschäftigen dürfen. Bei diesem Personenkreis sind Sie aber auf der besonders sicheren Seite.

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