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Wann und wie Sie zusätzliche Arbeit auf Abruf verlangen können Teil 1

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Von Astrid Engel,

Sie können mit einem Mitarbeiter innerhalb bestimmter Grenzen  Arbeit auf Abruf vereinbaren. Diese Form ist günstig, wenn Sie eine stark schwankende Auftragslage haben. Wesentlich ist dabei, dass Sie mit dem Mitarbeiter eine feste Mindestbeschäftigung vereinbaren (z.B. eine Teilzeitbeschäftigung mit 8 Wochenstunden).

Sie können mit einem Mitarbeiter innerhalb bestimmter Grenzen  Arbeit auf Abruf vereinbaren. Diese Form ist günstig, wenn Sie eine stark schwankende Auftragslage haben. Wesentlich ist dabei, dass Sie mit dem Mitarbeiter eine feste Mindestbeschäftigung vereinbaren (z.B. eine Teilzeitbeschäftigung mit 8 Wochenstunden).

Diesen „Basis-Arbeitsvertrag“ schließen Sie nach den üblichen Regeln. Nicht zulässig ist es, den Mitarbeiter zeitweilig überhaupt nicht zu beschäftigen. Für die Arbeit auf Abruf treffen Sie dann noch eine spezielle Vereinbarung mit dem Mitarbeiter. Nehmen Sie diese schon in den Arbeitsvertrag auf, oder einigen Sie sich später mit dem Mitarbeiter auf eine entsprechende Zusatzvereinbarung – am besten schriftlich, denn Sonderabsprachen müssen immer vom Arbeitgeber nachgewiesen werden können. Darin können Sie vereinbaren, dass Sie als Arbeitgeber von Woche zu Woche


1. die Lage der gesamten Arbeitszeit neu festlegen (Abruf von Arbeit zu bestimmten Zeiten) und/oder


2. die Dauer der Arbeitszeit herauf- bzw. herabsetzen können (Abruf von Mehrstunden bzw. Anordnung von Minderstunden).

Abruf von Arbeit zu bestimmten Zeiten festlegen


Wollen Sie die Verteilung der zu leistenden Stunden flexibel nach Arbeitsanfall steuern, müssen Sie zunächst regeln, wie viele Wochenstunden Ihr Mitarbeiter überhaupt regelmäßig zu leisten hat. Das tun Sie üblicherweise in jedem Arbeitsvertrag. Die Arbeitszeit bestimmen Sie dann abweichend vom Üblichen nicht fix, sondern variabel. Beachten Sie dafür folgende Regeln:

  • Sie müssen Ihrem Mitarbeiter die konkrete Lage seiner Arbeitszeit an einem Tag jeweils mindestens 4 Tage vorher mitteilen.
  • Die Mitteilung ist an keine Form gebunden. Sie kann auch mündlich erfolgen. Davon ist aber dringend abzuraten, weil Sie die Einteilung dann nicht nachweisen können.
  • Halten Sie diese 4-Tage-Frist nicht ein, ist Ihr Mitarbeiter nicht verpflichtet, zur eingeteilten Zeit zu erscheinen. Sie müssen ihn dann zwar auch nicht entlohnen, aber neu und ggf. zu für Sie ungünstigeren Zeiten einteilen, damit er auf die Stunden kommt, die ihm vertragsgemäß zustehen.
  • Sie können vereinbaren, dass Sie ihn stets nur für 1 oder 2 Stunden am Stück abrufen (z.B. Arbeit von 6 bis 7.30 Uhr an Tagen, die Sie vorab mitteilen).
  • Treffen Sie aber keine solche Vereinbarung, müssen Sie die Arbeitsleistung des Mitarbeiters für mindestens 3 hintereinander liegende Stunden in Anspruch nehmen bzw. auch dann 3 Stunden bezahlen, wenn Sie ihn für eine kürzere Zeit einsetzen.



Musterklausel für die Regelung von Arbeit auf Abruf:

Der Arbeitnehmer hat seine Arbeit entsprechend dem betrieblichen Bedarf zu leisten. Die Arbeitswoche geht von Montag bis Samstag . Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden , wovon immer mindestens 3 Stunden zusammenhängend zu arbeiten sind. Der Arbeitgeber teilt dem Arbeitnehmer spätestens bis Mittwoch einer Woche seinen Bedarf für die folgende Woche und die Zeiteinteilung mit.
Wie Sie bei Arbeit auf Abruf die Dauer der Arbeit bestimmen können, lesen Sie morgen in der Fortsetzung dieses Beitrags.

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