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Was, wenn ein Mitarbeiter mehrere Minijobs ausübt?

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Von Astrid Engel,

Ein geringfügig Beschäftigter darf mehrere Minijobs nebeneinander haben, sofern er die Grenze von 400 Euro (alle Minijobs addiert) nicht überschreitet. Ein versicherungspflichtiger Hauptbeschäftigter darf nur eine geringfügige Beschäftigung (bis zu 400 Euro) ausüben. Es ist egal, ob er bei dieser geringfügigen Beschäftigung 100 Euro, 250 Euro oder 400 Euro verdient. Er kann auf gar keinen Fall mehrere Minijobs nebenher ausüben.

Ein geringfügig Beschäftigter darf mehrere Minijobs nebeneinander haben, sofern er die Grenze von 400 Euro (alle Minijobs addiert) nicht überschreitet.

Ein versicherungspflichtiger Hauptbeschäftigter darf nur eine geringfügige Beschäftigung (bis zu 400 Euro) ausüben. Es ist egal, ob er bei dieser geringfügigen Beschäftigung 100 Euro, 250 Euro oder 400 Euro verdient. Er kann auf gar keinen Fall mehrere Minijobs nebenher ausüben.


Mehrere Minijobs oder Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze? Sie als Arbeitergeber haften ...

... gegenüber den Sozialversicherungsträgern, wenn diese Vorschrift verletzt wird. Denn sollten mehr als nur eine Hauptbeschäftigung und eine geringfügige Beschäftigung nebeneinander ausgeübt werden, haben Sie die Pflicht, die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge auch aus der geringfügigen Beschäftigung für den Arbeitnehmer abzuführen.

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Geschieht dies mangels Kenntnis der Sozialversicherungspflicht nicht, laufen Sie Gefahr, die Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) spätestens bei der Außenprüfung (ca. alle drei bis sechs Jahre) rückwirkend abführen zu müssen. Sich im Anschluss an den Arbeitnehmer schadlos zu halten, wird meist mangels Liquidität scheitern.

Achtung: Auch die Überschreitung der 400-Euro-Grenze durch mehrere Minijobs oder auch durch Sonderzahlungen führt zu einem sozialversicherungspflichtigen Verhältnis.


Mehrere Minijobs: "Den letzten beißen die Hunde"

Sie stellen eine geringfügige Beschäftigte ein, die bei einem Kollegen schon 250 Euro verdient und bei Ihnen verdient Sie jetzt 150 Euro. Mehrere Minijobs sind in diesem Fall zulässig, da die 400-Euro-Grenze nicht überschritten wird.

Aber: Wegen einer Sonderzahlung (z. B. zu Weihnachten) von Ihrem Kollegen, von der Sie nichts erfahren haben, kommt Ihre Mitarbeiterin im Monat November insgesamt auf 550 Euro.

Da das Arbeitsverhältnis bei Ihnen später begonnen hat als bei Ihrem Kollegen, wird bei Ihnen aus dem Minijob eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Sie sind der Arbeitgeber, der evtl. die Rückzahlungsaufforderung erhält!

Praxis-Tipp: Sichern Sie sich ab, indem Sie in der Niederschrift des Arbeitsvertrags zur geringfügigen Beschäftigung die Verpflichtung aufnehmen, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber regelmäßig über die von ihm ausgeübten Tätigkeiten bzw. diesbezügliche Änderungen zu informieren hat. Bei der Einstellung sollten sich Ihre Mitarbeiter auf einem entsprechenden Formular umfassend über ihre Vor- sowie aktuellen Beschäftigungsverhältnisse erklären.

Verstößt jetzt eine Mitarbeiterin gegen die Vorschrift, sind Sie außen vor und die Mitarbeiterin muss sich gegenüber den Sozialversicherungsträgern verantworten. Das Finanzamt wird sich dann auch noch melden, da ihr wahrscheinlich auch eine Steuernachzahlung droht.

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