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Wen Sie als 400-€-Aushilfe einstellen dürfen

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Von Astrid Engel,

Sie haben bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mitarbeiter? Diese Mitarbeiter können Sie nicht noch zusätzlich als Aushilfe einstellen, auch nicht für eine andere Aufgabe. Der Verdienst aus beiden Tätigkeiten bei Ihnen würde zusammengerechnet werden.

Sonst dürfen Sie jeden als 400-€-Aushilfe einstellen. Vorausgesetzt, er hat
1.    entweder überhaupt keinen anderen Job oder
2.    er verdient bei mehreren geringfügig entlohnten Jobs zusammengerechnet maximal 400 €/Monat oder
3.    er hat neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung noch einen 400-€-Job, also den bei Ihnen.

Unterscheiden Sie diese Varianten, wenn Sie eine Aushilfe einstellen

3 Fallbeispiele:
Aushilfe 1 arbeitet für Sie jede Woche 10 Stunden und erhält dafür monatlich 400 €. Darüber hinaus steht sie in keinem anderem Beschäftigungsverhältnis. Sie gilt als 400-€-Kraft.
Aushilfe 2 beschäftigen Sie geringfügig für 200 €/Monat. Darüber hinaus beschäftigt ein anderes Unternehmen sie geringfügig für
a) ebenfalls 200 €/Monat - dann kommt sie auf einen monatlichen Gesamtverdienst von nicht mehr als 400 €/Monat und gilt in beiden Stellen als 400-€-Kraft,
b) 300 €/Monat - dann kommt sie auf einen monatlichen Gesamtverdienst von mehr als 400 €/Monat; beide Beschäftigungen - die bei Ihnen und bei dem anderen Unternehmen - sind keine Minijobs, sondern sozialversicherungspflichtig.
Aushilfe 3 hat eine Hauptbeschäftigung, bei der sie 2.000 € brutto verdient. Zusätzlich wird sie für Sie als 400-€-Kraft tätig und verdient 300 €/Monat. Nimmt sie eine weitere geringfügige Beschäftigung mit einem
Verdienst von 100 €/Monat an, ist diese sozialversicherungspflichtig, weil neben der Hauptbeschäftigung nur maximal ein 400-€-Job zugelassen ist.
Beachten Sie: Ihre 400-€-Aushilfe kann in jedem Fall noch zusätzlich bei anderen Arbeitgebern 50 Tage bzw. 2 Monate kurzfristig beschäftigt arbeiten, ohne dass dies etwas an ihrer Einstufung als 400-€-Kraft ändert. Denn der Verdienst aus kurzfristigen Beschäftigungen wird nicht mit dem aus geringfügig entlohnten Beschäftigungen zusammengerechnet. Wenn Sie Arbeitslose oder Rentner als Aushilfe einstellen, gilt für Sie als Arbeitgeber nichts anderes als bei anderen Minijobbern. Je nach Verdiensthöhe kann Ihrer Aushilfe aber ein Teil des Arbeitslosengeldes oder der Rente gestrichen werden. Sie soll sich erkundigen, wie viel sie hinzuverdienen darf.
Verpflichten Sie Ihre Aushilfe in dem Arbeitsvertrag dazu, Ihnen sämtliche anderweitigen Beschäftigungen unter Angabe des Verdienstes aufzulisten. Sind Sie sich unsicher, ob die spezielle Jobsituation Ihrer potentiellen 400-€-Kraft zulässt dass Sie sie als Aushilfe einstellen, fragen Sie bei der Minijob-Zentrale nach:
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See,
Minijob-Zentrale,
45115 Essen
Tel.: (01801) 20 05 04,
Fax: (0201) 3 84 97 97 97
E-Mail: minijob@minijob-zentrale.de
Internet: www.minijob-zentrale.de

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