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Wen Sie als 400-Euro-Aushilfe einstellen dürfen

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Von Astrid Engel,

Unter welchen Voraussetzung dürfen Sie einen Mitarbeiter als 400-Euro-Aushilfe einstellen? Darf jeder als geringfügig entlohnter Beschäftigter arbeiten? Was ist mit eigenen Mitarbeitern, Arbeitslosen und Rentnern?

Unter welchen Voraussetzung dürfen Sie einen Mitarbeiter als 400-Euro-Aushilfe einstellen? Darf jeder als sogenannter geringfügig entlohnter Beschäftigter arbeiten? Was ist mit eigenen Mitarbeitern, Arbeitslosen und Rentnern?

Die Besonderheit bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung: Sie zahlen der Aushilfe maximal 400 Euro monatlich. Dieser Verdienst ist für die Aushilfe abgabenfrei, Sie als Arbeitgeber zahlen insgesamt 30% Pauschalabgaben zur Krankenversicherung (13%), zur Rentenversicherung (15%) und Lohnsteuer (2%). Hinzu kommt ein geringer Betrag für Umlagen.


Erlaubt: Ein Hauptjob + ein Job als 400 Euro-Aushilfe

Grundsätzlich dürfen Sie jeden als 400-Euro-Aushilfe einstellen, der entweder

  • keinen anderen Job hat oder
  • mehrere geringfügig entlohnte Jobs mit einem Verdienst von insgesamt bis zu 400 Euro/Monat hat (bei Ihnen und bei anderen Arbeitgebern; die Löhne für die Aushilfsjobs werden zusammengerechnet) oder
  • neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung noch einen 400-Euro-Job hat, also den bei Ihnen.

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3 Beispiele:

Aushilfe 1 arbeitet nur bei Ihnen jede Woche 10 Stunden und erhält dafür monatlich 400 Euro. Es ist ihr einziges Beschäftigungsverhältnis. Sie gilt als 400-Euro-Aushilfe.

Aushilfe 2 arbeitet bei Ihnen für 200 Euro/Monat. Darüber hinaus arbeitet Sie bei einem anderen Unternehmen geringfügig für

a) ebenfalls 200 Euro/Monat - dann kommt sie auf einen monatlichen Gesamtverdienst von nicht mehr als 400 Euro/Monat und gilt in beiden Stellen als 400-Euro-Aushilfe,

b) 300 Euro/Monat - dann kommt sie auf einen monatlichen Gesamtverdienst von mehr als 400 Euro/Monat. Das bedeutet: beide Beschäftigungen - die bei Ihnen und bei dem anderen Unternehmen - sind keine Minijobs, sondern sozialversicherungspflichtig.

Aushilfe 3 hat eine Hauptbeschäftigung, bei der sie 2.000 Euro brutto verdient. Zusätzlich wird sie für Sie als 400-Euro-Aushilfe tätig und verdient 300 Euro/Monat. Nimmt sie eine weitere geringfügige Beschäftigung mit einem Verdienst von 100 Euro/Monat an, ist diese sozialversicherungspflichtig, weil neben der Hauptbeschäftigung nur maximal ein 400-Euro-Job zugelassen ist.


Eigene Mitarbeiter nicht als 400-Euro-Kraft einstellen

Ausnahme: Sie haben bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigte Mitarbeiter? Diese Mitarbeiter können Sie nicht noch zusätzlich als Minijobber einstellen, auch nicht für eine andere Aufgabe. Der Verdienst aus beiden Tätigkeiten bei Ihnen würde zusammengerechnet werden.


Zusätzlich kurzfristige Beschäftigung möglich

Beachten Sie: Ihre 400-Euro-Aushilfe kann in jedem Fall noch zusätzlich bei anderen Arbeitgebern 50 Tage bzw. 2 Monate kurzfristig beschäftigt arbeiten, ohne dass dies etwas an ihrer Einstufung als 400-Euro-Kraft ändert. Denn der Verdienst aus kurzfristigen Beschäftigungen wird nicht mit dem aus geringfügig entlohnten Beschäftigungen zusammengerechnet.


Hinzuverdienstgrenzen beachten

Wollen Sie Arbeitslose oder Rentner einstellen, gilt für Sie als Arbeitgeber nichts anderes als bei anderen Minijobbern. Aber: Je nach Verdiensthöhe kann Ihrer Aushilfe aber ein Teil des Arbeitslosengeldes oder der Rente gestrichen werden. Sie soll sich erkundigen, wie viel sie hinzuverdienen darf.

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