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Wenn Mitarbeiter stehlen: So beugen Sie Wiederholungen vor

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Von Astrid Engel,

Nach einem Anfangsverdacht ist sich der Geschäftsführer nun sicher: Mitarbeiter in seinem Familienunternehmen stehlen.

Eine Inventur am Endes des Monats bringt die schockierende Wahrheit ans Tageslicht: Nach einem Anfangsverdacht ist sich der Geschäftsführer nun sicher: Mitarbeiter in seinem Familienunternehmen stehlen. In seinem Bauunternehmen fehlt Material im Wert von mehreren tausend Euro.

Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat! Der Geschäftsführer steht vor einem Dilemma: Soll er seine Belegschaft zusammenrufen und damit möglicherweise Unruhe auslösen? Oder soll er Stillschweigen behalten und intern den oder die Missetäter ausfindig machen, die seiner Firma schaden?

Er fragt sich plötzlich, wem er überhaupt noch trauen kann. Ahnen die Vorarbeiter und Abteilungsleiter etwas oder stehlen sie sogar selber?

Als Unternehmer sind Sie auf die Integrität Ihrer Mitarbeiter angewiesen, Sie müssen sich auf sie verlassen können. Schließlich kann es auch nicht Ihre Aufgabe sein, die Belegschaft zu bespitzeln und ständig auf Vertrauenswürdigkeit hin zu prüfen. Damit Ehrlichkeit eine Selbstverständlichkeit in der Firmenkultur Ihres Unternehmens ist, müssen Sie als Geschäftsführer eine ganz klare Linie fahren.


1. Sanktionen androhen

Dazu gehört es, dass Sie "Null Toleranz" gegenüber dieser Art von Diebstählen zeigen. Es muss klar werden, dass Mitarbeiter, die stehlen, mit Sanktionen - nämlich fristloser Kündigung - zu rechnen haben.


2. Alle Mitarbeiter gleich behandeln

Wenn einer Ihrer leitenden Angestellten sich an Ihrem Vermögen vergreift, müssen für ihn die selben Regeln und Sanktionen gelten wie für einfache Mitarbeiter. Denn Vorgesetzte haben Vorbildfunktion. Es wäre ein falsches Signal an Ihre Belegschaft, wenn ein solcher Fall ungeahndet bliebe.

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3. Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter entwerfen

Die Androhung drastischer Strafen allein ist jedoch noch keine Lösung. Verfassen Sie einen Verhaltenskodex, in dem Sie aufführen, welches positive Verhalten Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten. Einige Beispiele: Sorgfalt mit Arbeitsgeräten und -materialien, Ordnung am Arbeitsplatz, Hinweis an die Vorgesetzten, wenn etwas beschädigt oder gestohlen wurde usw.


4. Öffentlich machen, wenn Mitarbeiter stehlen

Rufen Sie Ihre Belegschaft zusammen und machen Sie die Diebstähle öffentlich. Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass ein solches illegales Verhalten die Existenz Ihres Familienunternehmens und damit auch die Arbeitsplätze gefährdet.

Damit sensibilisieren Sie Mitarbeiter gegenüber Fehlverhalten und Straftaten von Kollegen.


5. Gründe für das Stehlen ergründen und abstellen

Wenn sich Ihr Verdacht erhärtet hat, ist es auch hilfreich, sich zu fragen, warum  Mitarbeiter stehlen.

Der Diebstahl kann auch mit Rache am Vorgesetzten zu tun haben, weil sich der Mitarbeiter ungerecht behandelt fühlte. Die Prophylaxe gegen Diebstahl ist somit auch ein fairer Umgang mit Mitarbeitern und ein gutes Betriebsklima.


6. Informationen vertraulich behandeln

Verdeutlichen Sie den Mitarbeitern, die unter Umständen etwas über Langfinger wissen, dass Angaben absolut anonym und vertraulich bleiben, und dass sie keine Nachteile dadurch zu befürchten haben. In den USA sind solche Angebote für "Whistelblower" - im Deutschen wird das mit "Hinweisgeber" übersetzt - gesetzlich vorgeschrieben.

Das Ziel: Diebstahl und Korruption sollen durch interne Informanten aufgedeckt und verhindert werden. Ein Whistleblower kann Sie auf Risiken durch Fehlverhalten von Mitarbeitern aufmerksam machen, die Sie dann abstellen.

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