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Wer hat ein Recht auf eine Familienpflegezeit?

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Von Arno Schrader,

Die Frage: Mit der Pflegezeit haben wir uns zwischenzeitlich arrangiert und kennen uns hier im Personalbüro auch recht gut aus. Jetzt kommt aber noch die Familienpflegezeit auf uns zu. Wir haben nun aktuell einen ersten Fall, in dem ein Mitarbeiter eine Familienpflegezeit beantragt hat. Hat er eigentlich einen Anspruch darauf und was müssen wir alles beachten?

 

Die Antwort: Die Inanspruchnahme von Pflegezeit nach dem Pflegezeitgesetz ist vom relativ neuen Familienpflegezeitgesetz unberührt. Nur parallel können nicht Pflegezeit und Familienpflegezeit beansprucht werden. Nacheinander ist dies jedoch grundsätzlich möglich.
Von Ihrem Arbeitnehmer muss ein Antrag auf eine Familienpflegezeit gestellt werden. Andernfalls können Sie ja auch letztendlich gar nicht wissen, was Ihr Arbeitnehmer eigentlich genau wünscht. Allerdings hat er keinen Anspruch auf die Familienpflegezeit.

 

Sind Sie mit der Familienpflegezeit einverstanden, haben Sie und Ihr Arbeitnehmer eine schriftliche Vereinbarung über die Inanspruchnahme zu treffen. Folgendes muss in die Vereinbarung aufgenommen werden:

  • der Name, das Geburtsdatum, die Anschrift und der Angehörigenstatus der gepflegten Person,
  • der Umfang und die Verteilung der Arbeitszeit,
  • die Dauer der Familienpflegezeit,
  • die Rückkehr des Beschäftigten zu der vor Eintritt in die Familienpflegezeit geltenden Wochenarbeitszeit nach Ende der Familienpflegezeit und
  • die Aufstockung des monatlichen Arbeitsentgelts.

Die Familienpflegezeit kann für maximal 2 Jahre in Anspruch genommen werden. Die Arbeitszeit kann auf bis zu 15 Stunden reduziert werden. Und nicht vergessen: Für die Dauer der Pflegezeit und in der Nachpflegephase hat Ihr Mitarbeiter einen besonderen Kündigungsschutz!

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