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Wie finden Sie heraus, ob Ihre Aushilfen Urlaubsanspruch haben?

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Von Astrid Engel,

Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen, wenn Aushilfen Urlaub verlangen. Hier deshalb die wichtigsten Zweifelsfragen zum Thema Urlaubsanspruch für Aushilfen.

Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen, wenn Aushilfen Urlaub verlangen. Hier deshalb die wichtigsten Zweifelsfragen zum Thema "Urlaubsanspruch für Aushilfen".

 

Welchen Urlaubsanspruch haben Aushilfen, die Sie dauerhaft beschäftigen?

Dauerhaft beschäftigte Aushilfen haben im Grunde den gleichen Urlaubsanspruch wie Vollzeitkräfte. Errechnen Sie den Urlaub anteilig.

Beispiel:

Sie gewähren Vollzeitkräften 25 Tage Urlaub/Jahr bei einer 5-Tage-Woche.

  • Ihre Aushilfe A arbeitet 5 Tage/Woche, aber jeweils nur 3 Stunden: Sie hat Anspruch auf 25 Tage Urlaub mit je 3 Stunden.
  • Ihre Aushilfe B arbeitet 2 Tage die Woche volle 8 Stunden: Sie hat Anspruch auf 25 : 5 x 2 = 10 Urlaubstage mit jeweils 8 Stunden.
  • Ihre Aushilfe C arbeitet ebenfalls 2 Tage die Woche, und zwar montags 2 Stunden und freitags 8 Stunden. Sie hat - wie Aushilfe B - Anspruch auf 10 Urlaubstage im Jahr. Wenn Sie Pech haben, nimmt sie den Urlaub immer freitags.

Praxistipp: Im Fall der Mitarbeiterin C halten Sie am besten schon im Arbeitsvertrag fest, dass Anspruch auf 10 Urlaubstage mit durchschnittlich 5 Stunden - insgesamt also 50 Stunden Urlaub pro Jahr - besteht. Für Urlaub am Montag ziehen Sie dann 2 Stunden von den 50 Stunden Jahresurlaub ab, für Urlaub am Freitag 8 Stunden.

Welchen Urlaubsanspruch haben vorübergehende Aushilfen?

Beschäftigen Sie Aushilfen vorübergehend für weniger als einen Monat, haben sie keinen Urlaubsanspruch. Das betrifft beispielsweise den Aushilfsfahrer, der vom 1. Februar bis zum 25. Februar 2009 für Sie tätig ist.

Sobald das Arbeitsverhältnis jedoch einen Monat oder länger dauert, hat Ihr Mitarbeiter für jeden vollen Beschäftigungsmonat Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.

Beispiel:

Eine Aushilfe, die Sie vom 15. Januar bis zum 15. März 2010 einsetzen, hat Anspruch auf Urlaub für 2 Monate. Wenn Ihre regulären Mitarbeiter 24 Urlaubstage im Jahr haben (= 2 Tage pro Monat), bekommt die Aushilfe 4 Urlaubstage.

Können Sie die Urlaubstage nicht gewähren, weil Sie die Aushilfe nun einmal brauchen, müssen Sie ihr diese Tage ausbezahlen, wenn sie das verlangt.

Dauert die Aushilfsbeschäftigung länger als 6 Monate (etwa bei einer längeren Krankheitsvertretung), kann der Mitarbeiter sogar den vollen Jahresurlaub beanspruchen, sofern das Arbeitsverhältnis in der  2. Jahreshälfte endet (§§ 4, 5 Bundesurlaubsgesetz BurlG).

 

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