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Wie lange darf eine Schüler-Aushilfe arbeiten?

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Von Astrid Engel,

Gerade in den Ferien möchten sich viele Schüler nebenher etwas dazuverdienen. Beschäftigen Sie einen Schüler als Aushilfe, müssen Sie allerdings die Besonderheiten des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JarbSchG) beachten. Dort ist zum Beispiel geregelt, welche Arbeitszeit für eine Schüler-Aushilfe erlaubt ist.

Gerade in den Ferien möchten sich viele Schüler nebenher etwas dazuverdienen. Beschäftigen Sie einen Schüler als Aushilfe, müssen Sie allerdings die Besonderheiten des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JarbSchG) beachten. Dort ist zum Beispiel geregelt, welche Arbeitszeit für eine Schüler-Aushilfe erlaubt ist.

Schüler als Aushilfe: Arbeitsdauer und Arbeitszeit

1. Schüler von 13 bis unter 15 Jahren dürfen bei Ihnen

  • höchstens zwei Stunden täglich (in landwirtschaftlichen Familienbetrieben gilt: höchstens drei Stunden täglich) und
  • nicht in der Zeit zwischen 18 und 8 Uhr arbeiten.

Das gilt auch während der Schulferien.

2. Jugendliche, die nicht mehr vollzeit-schulpflichtig sind, dürfen Sie

  • im Zusammenhang mit ihrer Berufsausbildung beschäftigen oder
  • außerhalb einer Ausbildung nur mit leichten und für sie geeigneten Arbeiten beschäftigen, und zwar bis zu sieben Stunden am Tag und 35 Stunden pro Woche.

3. Jugendliche dürfen 

  • höchstens acht Stunden täglich und
  • höchstens 40 Stunden in der Woche und
  • grundsätzlich nur von 6 bis 20 Uhr arbeiten.

Das gilt auch für vollzeit-schulpflichtige Jugendliche während der Schulferien, und zwar für maximal vier Wochen im Kalenderjahr.

4. Sind diese Jugendlichen mindestens 16 Jahre alt, dürfen sie außerdem

  • im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis 22 Uhr,
  • in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr,
  • in der Landwirtschaft ab 5 Uhr oder bis 21 Uhr,
  • in Bäckereien und Konditoreien ab 5 Uhr (mindestens 17 Jahre = ab 4 Uhr) arbeiten.

Ausnahme-Genehmigung für Schüler-Aushilfe

Von den Vorschriften des JarbSchG können Sie abweichen, wenn eine Aufsichtsbehörde (in der Regel Ihr Gewerbeaufsichtsamt) Ihnen eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat. Die müssen Sie zuvor beantragen. Dann können Sie Schüler und Jugendliche auch zu anderen Tageszeiten als Aushilfe beschäftigen.

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Das sind die Fälle, in denen für Ihre Schüler-Aushilfe eine abweichende Arbeitszeit vereinbart werden darf:

  • Die gewöhnliche Arbeitszeit endet in Ihrem Betrieb erst nach 20 Uhr. Dann darf ein Jugendlicher bis 21 Uhr arbeiten, wenn er dadurch besser nach Hause kommt, also z. B. einen regelmäßig um 21:10 Uhr fahrenden Zug erreicht.
  • Ein mindestens 16- jähriger Jugendlicher darf aus dem gleichen Grund in Betrieben mit Schichtarbeit bereits ab 5:30 Uhr oder bis 23:30 Uhr arbeiten.
  • Wenn die Tätigkeit im Sommer mit großer Hitze verbunden ist, kann der Jugendliche mit Ihren anderen Mitarbeitern bereits ab 5:00 Uhr beginnen.

Ausnahme-Genehmigungen kann es sogar für Kinder geben: Für die Teilnahme an Theater- und Musikaufführungen, an Werbeveranstaltungen oder an Film-, Foto- und Rundfunkaufnahmen. Auch die erforderlichen Proben zählen dazu.

Hier sind die Auflagen aber besonders streng. Die Eltern müssen eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen und die Betreuung der Kinder muss gesichert sein.

Verboten ist allerdings die Arbeit in Kabaretts oder Tanzlokalen, auf Vergnügungsparks, Jahrmärkten, Schaustellungen oder ähnlichen Veranstaltungen.

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