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Wie schützen Sie sich vor teuren Scheinselbstständigen?

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Wie schützen Sie sich vor teuren Scheinselbstständigen?

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn Sie oft mit anderen Selbstständigen zusammenarbeiten, sollten Sie sich unbedingt mit dem Thema "Scheinselbstständigkeit" auseinandersetzen.

Denn wenn Sie Selbstständige zum Beispiel als freie Mitarbeiter beschäftigen und sich herausstellt, dass es sich eigentlich um Angestellte handelt, müssen Sie Sozialabgaben zahlen - manchmal für Jahre zurück. So schützen Sie sich:

Tipp 1: Richtige Vertragsgestaltung

Machen Sie schon im Vertrag deutlich, dass es sich um ein Auftragsverhältnis handelt. Das heißt: Vereinbaren Sie die Zusammenarbeit schriftlich und betiteln Sie den Vertrag dabei immer als „Dienstvertrag“ und nicht als „Arbeitsvertrag“.

Stellen Sie schon im Dienstvertrag klar, dass allein Ihr freier Mitarbeiter für die Abführung gesetzlicher Abgaben (Steuern etc.) verantwortlich ist.

Und vereinbaren Sie konkret, für welche Leistungen genau welches Honorar (nennen Sie es ausdrücklich "Honorar" und nicht "Vergütung") gezahlt wird. Die zu leistenden Aufgaben sollten Sie ebenfalls so konkret wie möglich benennen.

Nehmen Sie am besten auch in den Vertrag auf, dass Ihr freier Mitarbeiter selbstverständlich das Recht hat, Aufträge abzulehnen und andere Kunden zu bedienen. Vereinbaren Sie ebenfalls im Vertrag, dass Ihr Auftragnehmer zur Erledigung seiner Aufgaben - wenn er will - auch sachkundige Hilfskräfte einsetzen darf.

Tipp 2: Durchdachte Inanspruchnahme

Achten Sie darauf, dass Sie Ihren freien Mitarbeiter nach Möglichkeit nicht langfristig in Vollzeit beschäftigen. Idealerweise sollte Ihre Inanspruchnahme nicht mehr als 50 % seiner Arbeitskapazität umfassen.

Tipp 3: Keine Eingliederung in Ihren Betrieb

Vermeiden Sie alles, was auf die Eingliederung des freien Mitarbeiters in Ihr Unternehmen hindeutet: Eintragung in Ihr Telefon- oder E-Mail- Verzeichnis, ein eigenes Büro mit Namensschild, Visitenkarte Ihrer Firma etc.

Vermeiden Sie auch einen Einsatz des Freien in Arbeitsbereichen, die üblicherweise nur von Ihren Angestellten besetzt sind (z. B. Sachbearbeitung).

Tipp 4: Nutzungsgebühr für Arbeitsmittel

Sollte Ihr Mitarbeiter auf Arbeitsmittel von Ihnen angewiesen sein - etwa auf einen PC mit einer speziellen Software oder auf Spezialwerkzeug - sollten Sie ihm diese möglichst nur gegen eine Nutzungsgebühr zur Verfügung stellen. Andernfalls kann auch das für eine Arbeitnehmereigenschaft sprechen.

Tipp 5: Auf den offiziellen Anschein achten

Hilfreich ist es, wenn Ihr freier Mitarbeiter ein angemeldetes Unternehmen mit eigenem Büro besitzt. Ein offizieller Marktauftritt mit Gewerbeanmeldung, eigenem Briefpapier etc. sind starke Indizien für eine Selbstständigkeit.

Tipp 6: IMMER das Statusfeststellungsverfahren nutzen

Fragen Sie bei jedem neuen Freien bei der Deutschen Rentenversicherung nach. Diese gibt eine rechtsverbindliche Bewertung ab - im Rahmen des so genannten Statusfeststellungsverfahrens nach § 7a SGB IV.

 

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