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Wie Sie bei Minijobbern sicher die Entgeltgrenze einhalten

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Von Astrid Engel,

Wenn Sie eine Aushilfskraft als Minijobber beschäftigen, ist wichtig, dass Sie die Entgeltgrenze einhalten. Die Entgeltgrenze beträgt 400 Euro monatlich und entscheidet über die sozialversicherungsrechtliche Einstufung des Minijobbers.

Wenn Sie eine Aushilfskraft als Minijobber beschäftigen, ist wichtig, dass Sie die Entgeltgrenze einhalten. Die Entgeltgrenze beträgt 400 Euro monatlich und entscheidet über die sozialversicherungsrechtliche Einstufung des Minijobbers.


Warum Sie die Entgeltgrenze unbedingt einhalten sollten

Benötigen Sie eine Aushilfskraft nur einige wenige Stunden pro Woche, können Sie sie als 400-Euro-Kraft beschäftigen. Der Vorteil: Sie haben wenig Verwaltungsaufwand, denn Sie müssen keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Sie bezahlen jeden Monat eine Pauschale von maximal 30% des Entgelts an die Deutsche Rentenversicherung Bund / Knappschaft-Bahn-See. Der Mitarbeiter hat keine Abzüge.

Anders, wenn Sie die 400-Euro-Entgeltgrenze nicht einhalten. Dann wird das Arbeitsverhältnis voll sozialversicherungspflichtig.


Wie Sie die Entgeltgrenze berechnen

Das regelmäßige Arbeitsentgelt Ihrer geringfügig Beschäftigten darf also 400 Euro im Monat nicht übersteigen. Doch was heißt das genau?

1. Monatsentgelt im Jahresdurchschnitt

Entscheidend ist, welches Monatsentgelt Ihr Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt hat. Diesen Durchschnitt ermitteln Sie, indem Sie den im jeweiligen Jahr erzielten Verdienst einfach durch zwölf teilen. Die Berechnungsmethode ist immer gleich, egal, ob Sie einen fixen oder schwankenden Monatslohn zahlen.

2. Wann Sie ausnahmsweise überschreiten dürfen

Gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der 400-Euro-Grenze hat keine Auswirkungen auf die Entgeltgrenze. Als gelegentlich ist dabei nach den Geringfügigkeitsrichtlinien der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger ein Zeitraum von bis zu 2 Monaten pro Kalenderjahr anzusehen. Die Überschreitung darf von beliebiger Höhe sein.

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Beispiel: Eine Aushilfskraft, die 400 Euro im Monat verdient, wird von Ihnen für Februar und März zu Überstunden herangezogen, da ein Kollege unvorhergesehen ausfällt. Sie verdient durch die Überstunden in beiden Monaten je 800 Euro, bleibt aber 400-Euro-Kraft.

3. Einmalzahlungen berücksichtigen

Einmalzahlungen wie das Weihnachts- oder Urlaubsgeld müssen Sie berücksichtigen! Leisten Sie diese Einmalzahlungen Ihren Arbeitnehmern aber nicht, dann müssen Sie sie auch nicht zum erzielten Jahreseinkommen dazuzählen. Es zählt also nur die Einmalzahlung, die wirklich ausgezahlt wird.

Aber: Ihr Mitarbeiter muss auf die Auszahlung der Einmalzahlung ausdrücklich und schriftlich verzichten. Es reicht also nicht aus, wenn Sie die Einmalzahlung einfach nicht auszahlen.


Wenn sich abzeichnet, dass Sie die Entgeltgrenze nicht einhalten können

Zeichnet sich ab, dass Ihr Mitarbeiter die Entgeltgrenze überschreiten wird, dann treten Sie am besten an Ihren Mitarbeiter heran. Erläutern Sie ihm die Situation und fragen ihn, ob er mit dem Verzicht einverstanden ist. Das wird er vermutlich sein, da er sein Entgelt nur dann ohne Abzüge erhält, wenn Sie die Entgeltgrenze einhalten.

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