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Wie Sie den korrekten Urlaubsanspruch für Schüler berechnen Teil 1

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Von Astrid Engel,

Schulferien sind nicht nur zur Erholung da. So zumindest denken viele Schüler, die ihre freie Zeit zum Geld verdienen nutzen wollen. Dass sie sich während ihrer Ferien auch einen Anspruch auf bezahlten Urlaub erarbeiten können, ist vielen sicherlich weniger bekannt.

Schulferien sind nicht nur zur Erholung da. So zumindest denken viele Schüler, die ihre freie Zeit zum Geld verdienen nutzen wollen. Dass sie sich während ihrer Ferien auch einen Anspruch auf bezahlten Urlaub erarbeiten können, ist vielen sicherlich weniger bekannt.

So ist der Urlaubsanspruch für Schüler geregelt

Wenn Sie einen Schüler einen vollen Monat oder länger als Aushilfskraft beschäftigen, hat er Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub (§ 5 Bundesurlaubsgesetz). Der Urlaubsanspruch für Schüler beträgt nach § 19 Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG) im Kalenderjahr

  • 30 Werktage für Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 16 Jahre alt sind, 
  • 27 Werktage für Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 17 Jahre alt sind, 
  • 25 Werktage für Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahrs noch nicht 18 Jahre alt sind.

Aber: Gewähren Sie Ihren anderen Mitarbeitern freiwillig oder auf Grund eines Tarifvertrags mehr Urlaubstage als gesetzlich vorgeschrieben, erhöht sich auch der Urlaubsanspruch für Schüler im selben Verhältnis.
Beschäftigen Sie den Schüler nicht das ganze Jahr, bedeutet das für seinen Urlaubsanspruch:

  • Arbeitet er weniger als sechs Monate bei Ihnen, steht ihm für jeden vollen Monat 1/12 des Jahresurlaubs zu.
  • Nach sechs Monaten Beschäftigung hat er Anspruch auf den gesamten bezahlten Jahresurlaub. Hört er danach bei Ihnen auf, muss der nächste Arbeitgeber ihm in demselben Kalenderjahr entsprechend weniger Urlaub gewähren; Sie erhalten von dem Schüler aber den zu viel bezahlten Urlaub nicht zurück.

Ergibt Ihre Urlaubsberechnung Bruchteile von mindestens einem halben Tag, müssen Sie diese auf einen vollen Tag aufrunden. Geringere Bruchteile dürfen Sie nicht abrunden; sie sind im jeweiligen Umfang zu gewähren.

Das Gesetz bemisst den Urlaubsanspruch in Werktagen (Montag bis Samstag). Sie beschäftigen Schüler aber maximal fünf Tage in der Woche. Rechnen Sie deshalb den Jahres-Urlaubsanspruch für Schüler in Werktagen auf die Anzahl der Tage herunter, die der Schüler tatsächlich bei Ihnen arbeitet.

Berechnungsbeispiele: Urlaubsanspruch für Schüler


Ein Jugendlicher arbeitet in den Ferien 4 Wochen bei Ihnen, also z.B. vom 29. Juli bis 25. August (wobei er an den Wochenenden nicht arbeitet, diese aber mitzählen!). Einen vollen Monat hätte der Jugendliche erst am 28. August erreicht. Er hat also keinen Urlaubsanspruch.
Ein 16-jähriger Jugendlicher arbeitet in den großen Ferien 6 Wochen lang je 5 Tage pro Woche bei Ihnen. Damit erreicht er einen vollen Monat und hat Anspruch auf 1/12 seines Jahresurlaubs. Berechnen Sie den Urlaubsanspruch so:
- Jahresurlaub für 16-Jährige: 27 Werktage (bei 6-Tage-Woche)
- Jahresurlaub bei 5-Tage-Woche: 27 Urlaubstage x 5 Tage/Woche geteilt durch 6 Tage/Woche = 22,5 Urlaubstage
- 1/12 des Jahresurlaubs: (22,5 Arbeitstage : 12 =) 1,875 – also aufgerundet 2 – Arbeitstage Urlaubsanspruch.
Ein 17-Jähriger arbeitet das ganze Jahr 2 Tage in der Woche jeweils 4 Stunden bei Ihnen. Berechnen Sie seinen Urlaubsanspruch so:
- Jahresurlaub für 17-Jährige: 25 Werktage
- Jahresurlaub bei 2-Tage-Woche: 25 Urlaubstage x 2 Tage/Woche geteilt durch 6 Tage/Woche = 8 1/3 Urlaubstage
- Aufrundung nicht nötig: Er hat also einen Urlaubsanspruch in Höhe von 8 Arbeitstagen à 4 Stunden sowie 1/3 von 4 Stunden, also 1 Stunde 20 Minuten.

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