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Wie Sie den Urlaub Ihrer Aushilfen richtig berechnen

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Von Astrid Engel,

Alle Aushilfen, die in einem Jahr mindestens einen vollen Monat (nicht Kalendermonat) bei Ihnen beschäftigt sind, haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Das gilt für

Alle Aushilfen, die in einem Jahr mindestens einen vollen Monat (nicht Kalendermonat) bei Ihnen beschäftigt sind, haben Anspruch auf bezahlten Urlaub. Das gilt für

  • geringfügig beschäftigte Aushilfen (Minijobber) sowie für
  • kurzfristig beschäftigte Aushilfen.


Wie viel Urlaub Sie Ihren Aushilfen gewähren, können Sie nicht frei entscheiden. Oft schreiben Tarifverträge den Mindesturlaub vor. Gilt für Sie kein Tarifvertrag, müssen Sie die Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes beachten.
Nach dem Bundesurlaubsgesetz haben alle Mitarbeiter – auch Aushilfen - Anspruch auf 24 bezahlte Urlaubstage pro Jahr. Das allerdings nur, wenn sie

  • 6 Monate bei Ihnen beschäftigt sind und
  • an 6 Tagen pro Woche bei Ihnen

arbeiten. Die tägliche Arbeitszeit ist dagegen unerheblich.
Arbeiten Aushilfen weniger als 6 Tage in der Woche, verringert sich der Urlaubsanspruch. Multiplizieren Sie einfach die Anzahl der Arbeitstage mit 4, dann erhalten Sie den Urlaubsanspruch pro Jahr.
Beispiel: Aushilfen, die 3 Tage wöchentlich bei Ihnen arbeiten, haben Anspruch auf 12 Tage Urlaub im Jahr (3 x 4 = 12)

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Wann Aushilfen Anspruch auf Teilurlaub haben

Aushilfen, die weniger als 6 Monate bei Ihnen beschäftigt sind, bekommen nur einen Teil des Urlaubs. Wie viel das ist, können Sie leicht selbst ausrechnen: Für jeden vollen Beschäftigungsmonat müssen Sie als Arbeitgeber 1/12 des vollen Urlaubs gewähren.
Beispiel: Sie haben eine kurzfristig beschäftigte Aushilfe für 20 Tage (= 1 Monat) befristet eingestellt. Sie arbeitet an 5 Tagen pro Woche, hätte also bei einer ganzjährigen Beschäftigung Anspruch auf 20 Urlaubstage.
Dieser Anteil davon steht ihr zu:
20 Urlaubstage / 12 Monate = 1,66 Urlaubstage
Bruchteile von Urlaubstagen werden aufgerundet. Deswegen müssen Sie die Aushilfe während ihrer 20 Arbeitstage bei Ihnen mindestens an 2 Werktagen bezahlt freistellen.

Tipp: Wenn Sie Aushilfen nur für kurze Zeit benötigen, sollten Sie sie kürzer als 4 Wochen einstellen, um den bezahlten Urlaub zu sparen.

Aushilfen, die unregelmäßig bei Ihnen arbeiten

Aushilfen sind häufig unregelmäßig beschäftigt. Sie arbeiten in einigen Wochen mehr, in anderen wieder weniger. Um den Urlaub zu berechnen, müssen Sie als Arbeitgeber die jährlichen Arbeitstage der Aushilfe ins Verhältnis zum Urlaubsanspruch eines Vollzeitbeschäftigten setzen.
Wenn ein Vollzeitbeschäftigter an 5 Tagen pro Woche bei Ihnen arbeiten würde, ergäben sich pro Jahr 260 Arbeitstage (5 Tage x 52 Wochen), also 20 Urlaubstage.

Wenn eine Aushilfe beispielsweise an 130 Tagen bei Ihnen arbeitet, berechnen Sie den Urlaub so:

130 Arbeitstage x 20 Tage Urlaub / 260 Arbeitstage (Vollzeit) = 10 Tage

Die Aushilfe hat Anspruch auf 10 Tage Urlaub pro Jahr.

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