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Wie Sie die Probezeit verlängern - um beispielsweise 4 Monate

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Von Astrid Engel,

Frage: Ich habe einen neuen Mitarbeiter, bei dem ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob er die gewünschten Leistungen bringt. Darf ich in einem solchen Fall ausnahmsweise die 6-monatige Probezeit verlängern?

Frage: Ich habe einen neuen Mitarbeiter, bei dem ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob er die gewünschten Leistungen bringt. Darf ich in einem solchen Fall ausnahmsweise die 6-monatige Probezeit verlängern?
Antwort: Das ist der übliche Weg, wenn Sie einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin einstellen: Sie vereinbaren im Rahmen bestehender Tarifvereinbarungen bzw. im Rahmen des gesetzlich Erlaubten zunächst eine Probezeit von in der Regel 6 Monaten, bevor das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit den vom Gesetzgeber vorgegebenen Kündigungsfristen bzw. dem üblichen Kündigungsschutz übergeht.
Doch was, wenn Sie schon im Rahmen der Probezeit merken: Eventuell passt der Mitarbeiter doch nicht so zu Ihrem Unternehmen, wie Sie sich das wünschen. Andererseits haben Sie aber das Gefühl, dass eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses schon in der Probezeit ein Fehler ist, weil der Mitarbeiter sich noch entwickeln kann.

Die Probezeit verlängern Sie völlig legal über einen befristeten Aufhebungsvertrag

Die Lösung: Kurz vor Ende der Probezeit teilen Sie dem Mitarbeiter offen mit, dass Sie nicht so zufrieden sind, wie Sie sich das vorgestellt haben. Gleichzeitig machen Sie deutlich, dass Sie andererseits ein Interesse daran haben, ihm eine zweite Chance zu geben indem sie seine Probezeit verlängern. Dann schließen Sie mit ihm einen Aufhebungsvertrag mit Auslaufzeit - z. B. von 4 Monaten -, durch den Sie dem Mitarbeiter die zusätzliche Bewährungschance einräumen. Die "Wiedereinstellung" des Mitarbeiters nach Ablauf der im Aufhebungsvertrag vereinbarten Frist bedingen Sie im Aufhebungsvertrag mit der Bewährung des Arbeitnehmers.

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Praxistipp: Ihr Vorteil besteht darin, dass Sie die Probezeit verlängern und somit 4 weitere Monate gewinnen, um den Mitarbeiter zu beobachten. Zeigt sich nach dieser Zeit, dass er auch weiterhin hinter den in ihn gesteckten Erwartungen bleibt, wird das Arbeitsverhältnis durch den Aufhebungsvertrag beendet.
Das Bundesarbeitsgericht hat dieses Modell bestätigt: Sie können einem Mitarbeiter in der Probezeit eine weitere Bewährungschance einräumen, indem Sie ihm für das Arbeitsverhältnis nach der Probezeit mit überschaubarer längerer Kündigungsfrist kündigen und ihm für den Fall der Bewährung die Wiedereinstellung zusagen. Genau das gilt für den Aufhebungsvertrag (BAG, Az. 2 AZR 93/01).

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