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Wie Sie mit flexiblen Arbeitszeitmodellen die Leistungsfähigkeit Ihrer älteren Arbeitnehmer erhalten

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Von Günter Stein,

Bereits 2013 sollen dem deutschen Arbeitsmarkt fast drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. Weiteren Prognosen zufolge soll bereits 2015 jeder dritte Erwerbstätige älter als 50 Jahre alt sein. Mit ein Grund dafür ist, dass durch die Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre besonders der Anteil der über 60-jährigen Arbeitnehmer in den nächsten Jahren steigen wird. Will ein älterer Arbeitnehmer keine Abschläge bei seiner Rente in Kauf nehmen, muss er seine Lebensarbeitszeit bis zur angehobenen Altersgrenze ausdehnen.

 

Doch selbst dann ist noch fraglich, ob die Rente für eine wirtschaftliche Absicherung ausreichen wird. Vermutlich wird mancher dann über das Alter von 67 Jahren hinaus eine Erwerbstätigkeit ausüben müssen.
All das zeigt: Sie werden es in Zukunft in Ihrem Unternehmen immer häufiger mit älteren Mitarbeitern zu tun haben.
Flexible Arbeitszeitmodelle sind hierbei ein hervorragendes Werkzeug für die Einbindung älterer Arbeitnehmer, aber auch anderer Mitarbeitergruppen, die dem Arbeitsmarkt nur eingeschränkt zur Verfügung stehen (denken Sie an junge Mütter, Alleinerziehende, Mitarbeiter, die kranke Eltern versorgen müssen, etc.).
Infrage kommen hierfür Modelle wie

  • Langzeitkonten bzw. Lebensarbeitszeitkonten,
  • Altersteilzeit und allgemeine Teilzeit,
  • Jobsharing,
  • Arbeit auf Abruf,
  • Home-Office-Arbeit und Telearbeit,
  • Gleitzeit und variable Arbeitszeit.

 

 

Lebensarbeitszeitkonten ermöglichen Ihren Mitarbeitern das Ansparen von Zeitguthaben für ausgedehnte Freistellungsphasen, wie etwa für Reisen oder für Zeiten unmittelbar vor dem Renteneintritt.
Teilzeitarbeit im Alter ist auch nach dem Auslaufen der gesetzlichen Förderung im Altersteilzeitgesetz frei gestaltbar und ebenfalls eine geeignete Maßnahme, um dem Bedürfnis älterer Mitarbeiter nach mehr Freizeit und Flexibilität gerecht zu werden.

Altersteilzeit
nach dem Altersteilzeitgesetz kommt als Block- oder als Teilzeitmodell in Betracht. Beim Blockmodell arbeitet der Mitarbeiter die erste Hälfte in voller Stundenzahl gegen reduziertes Entgelt; im zweiten Teil wird er dann unter Weiterzahlung des reduzierten Entgelts ganz freigestellt. Beim Teilzeitmodell hingegen leistet der Mitarbeiter in der gesamten Zeit gleichmäßig Teilzeitarbeit.

Jobsharing
und die Arbeit auf Abruf sind besondere Ausgestaltungen der Teilzeittätigkeit und im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt – dort den §§ 12 und 13.
Beachten Sie bei der Arbeit auf Abruf: Wenn Sie die Vertragsbedingungen vorgeben und nicht im Einzelnen mit dem Mitarbeiter aushandeln, darf der flexible Anteil der Arbeitszeit 25 % der Gesamtarbeitszeit nicht überschreiten; sonst ist die Vereinbarung wegen Intransparenz unwirksam (BAG 7. 12. 2005, 5 AZR 535/04). Und wenn Sie eine durchschnittliche Arbeitszeit pro Monat vereinbaren, dann müssen Sie auch festlegen, wann jeweils der Durchschnitt erreicht sein muss, sonst ist die Regelung ebenfalls unwirksam (BAG, 21. 6. 2011, 9 AZR 236/10).

Home-Office-Arbeit
bedeutet, dass Ihr Mitarbeiter seine Arbeit in einem zu Hause eingerichteten Büro erbringt. Wenn die Arbeit dann noch auf Kommunikations- und Informationstechnologien gestützt ist, handelt es sich um Telearbeit. Diese Arbeitszeitform bietet sich besonders für in der Mobilität eingeschränkte Mitarbeiter an.

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