Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Wie Sie wirkungsvoll gegen Mobbing vorgehen

0 Beurteilungen

Von Astrid Engel,

Etwa 1,5 Millionen Mitarbeiter sind in den deutschen Unternehmen nach Angaben der Fairness-Stiftung von Mobbing betroffen. Mobbing macht die Opfer physisch und psychisch krank. Es führt zu einem schlechten Betriebsklima und beeinträchtigt letztlich die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

 

Wie Sie Mobbing-Handlungen erkennen

Unter Mobbing versteht man Feindseligkeiten, die immer wieder über eine längere Zeit eingesetzt werden, um einen Mitarbeiter gezielt zu schädigen. Neben anderen Mitarbeitern treten auch Führungskräfte immer wieder als Mobber in Erscheinung.

Da sich Mobbing-Opfer mit ihrem Problem nur selten an andere Menschen und vor allem nicht an Vorgesetzte wenden, sollten Sie im Unternehmensalltag auf mögliche Symptome achten. Beobachten Sie gezielte feindselige Verhaltensweisen gegenüber einem Mitarbeiter über einen Zeitraum von einem halben Jahr immer wieder, können Sie von Mobbing ausgehen.

Praxistipp: Werden Sie aufmerksam, wenn einer Ihrer Mitarbeiter sein Sozialverhalten deutlich sichtbar ändert. Fragen Sie deshalb bei Mitarbeitern mit auffällig negativen Verhaltensweisen nach, und versuchen Sie den tatsächlichen Grund für die Entwicklung zu ergründen.


Wie Sie am besten gegen Mobbing vorgehen

Haben Sie akut mit Mobbing-Vorfällen zu tun, sollten Sie zunächst durch eingehende Gespräche die Ursachen ergründen. Nicht selten werden ungelöste Konflikte durch Mobbing kompensiert. Ihre Aufgabe ist es, als Schlichter aufzutreten. Sie sollten einerseits versuchen, den Konflikt zu lösen und andererseits, das Mobbing-Opfer vor weiteren Anfeindungen zu schützen.

Praxistipp: Lassen Sie sich die Vorfälle deshalb detailliert schildern. Sind die Berichte Ihres Mitarbeiters zu pauschal, erklären Sie ihm, dass die vorliegenden Fakten für ein Vorgehen noch nicht ausreichen. Empfehlen Sie ihm, eventuelle zukünftige Vorfälle jeweils genau schriftlich zu dokumentieren.

Vereinbaren Sie, dass Sie sich nach einem gewissen Zeitraum wieder zusammensetzen werden, um den Mobbing-Vorwurf anhand der Dokumentation erneut zu prüfen.


Checkliste:Wann Sie einem Mobber kündigen können

  1. Der Sachverhalt des Mobbing-Vorfalls wurde in umfassenden Personalgesprächen mit beiden Parteien aufgeklärt.
  2. Ihnen liegen ausreichende Beweise für den Mobbing-Vorwurf vor (Beispiel: Zeugen, genaue Aufzeichnungen des Opfers über den Vorfall).
  3. Der Mobber hat gegen die Vereinbarungen aus einem gemeinsamen Gespräch verstoßen.
  4. Sie haben den Mobber abgemahnt.
  5. Der Mobber hat nach der Abmahnung erneut gemobbt.
  6. Sie haben nicht die Möglichkeit, den Mobber innerhalb des Unternehmens zu versetzen.
  7. Der Betriebsrat wurde zu einer verhaltensbedingten Kündigung angehört (§ 102 BetrVG).

Nur dann,wenn Sie alle Fragen mit "Ja" beantworten können, hat die Kündigung Aussicht auf Erfolg.

 

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Steigern Sie Ihre Erfolgsquote: Vergaberecht & Angebotsstrategien für Bieter

Die wichtigsten Gesetze für Ihre Personalpraxis

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Machen Sie Ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung unangreifbar!

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte