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Wie viele Nebenjobs Mini-Jobber neben ihrer Hauptbeschäftigung haben dürfen

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Von Astrid Engel,

Stellen Sie einen Mini-Jobber ein, der sich neben seiner Hauptbeschäftigung etwas hinzu verdienen will, müssen Sie darauf achten, ob er noch weitere Nebenjobs hat.

Stellen Sie einen Mitarbeiter ein, der sich neben seiner Hauptbeschäftigung etwas hinzu verdienen will, müssen Sie darauf achten, ob dies sein einziger Nebenjob ist. Generell gilt: Eine geringfügige Beschäftigung neben dem Haupterwerb zählt als 400-Euro-Job und ist versicherungsfrei.

 

Mini-Jobber mit Hauptbeschäftigung dürfen nur einen Nebenjob ausüben

Alle weiteren Nebenjobs, die zeitlich danach aufgenommen werden, rechnen mit dem Verdienst der Hauptbeschäftigung zusammen. Danach bemessen sich die Beitragshöhe und die Steuern. Die Folge für Sie als Arbeitgeber: Zählt der Nebenjob in Ihrem Betrieb als zweite oder dritte Nebenbeschäftigung, müssen Sie unabhängig von der Verdiensthöhe statt der Pauschale volle Sozialabgaben leisten.

Beispiel: Ein Arbeiter ist nebenberuflich Hausmeister für ein Mehrfamilienhaus. Sein Verdienst liegt monatlich bei 350 Euro. Für diesen Nebenverdienst wird keine Sozialabgabe fällig. Wenn er zusätzlich einen Nebenjob bei Ihnen annimmt und dafür 300 Euro verdient, wird dieses Einkommen mit dem Hauptverdienst zusammen gerechnet. Für die Gesamtsumme muss er Sozialversicherung und Steuern zahlen.

Das gilt nicht für die Arbeitslosenversicherung. Mini-Jobber bleiben in der Arbeitslosenversicherung beitragsfrei, so lange die Verdienste die 400-Euro-Grenze nicht überschreiten.

 

Forden Sie von Ihrem Mini-Jobber eine Erklärung über seine Nebenjobs

Sichern Sie sich also ab, indem Sie sich von Ihrem Mini-Jobber bestätigen lassen, dass er keine anderen Nebenjobs ausübt. Und, dass er Sie darüber informiert, wenn er einen oder mehrere weitere Nebenjobs annehmen möchte. Diese Erklärung fordern Sie gleich beim Abschluss der Arbeitsvertrages und nehmen sie zu Ihren Unterlagen.

Musterformulierung:

Dem Arbeitnehmer ist bekannt, dass bei mehreren geringfügigen Beschäftigungen eine Zusammenrechnung erfolgt und die Arbeitsverhältnisse bei Überschreiten des monatlichen Entgelts von 400 Euro vollständig sozialversicherungspflichtig werden.

Dem Arbeitnehmer ist außerdem bekannt, dass er verpflichtet ist, den Arbeitgeber über weitere Beschäftigungen zu informieren. Er erklärt,

1.) keine weiteren geringfügigen Beschäftigungen auszuüben und

2.) die Aufnahme einer weiteren geringfügigen Beschäftigung dem Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt der Arbeitnehmer diese Mitteilungen, macht er sich schadensersatzpflichtig.

 

 

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