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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Krank im Ausland: Was JETZT gilt!

 
Lohnabrechung Entgeltfortzahlung Ausland

Von Günter Stein,

Bislang galt, dass sich Ihr für Sie im Ausland tätiger Mitarbeiter bei Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit an den Krankenversicherungsträger seines Wohn- oder Aufenthaltsorts (im Ausland) wenden muss. Der ausländische Krankenversicherungsträger prüft nach seinen Vorschriften die Arbeitsunfähigkeit. Das Ergebnis seiner Prüfung teilt er der deutschen Krankenkasse mit. Die Krankenkasse wiederum informiert Sie als Arbeitgeber über die Arbeitsunfähigkeit. So können Sie Ihrer Entgeltfortzahlungspflicht nachkommen.

Bislang galt, dass sich Ihr für Sie im Ausland tätiger Mitarbeiter bei Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit an den Krankenversicherungsträger seines Wohn- oder Aufenthaltsorts (im Ausland) wenden muss. Der ausländische Krankenversicherungsträger prüft nach seinen Vorschriften die Arbeitsunfähigkeit. Das Ergebnis seiner Prüfung teilt er der deutschen Krankenkasse mit. Die Krankenkasse wiederum informiert Sie als Arbeitgeber über die Arbeitsunfähigkeit. So können Sie Ihrer Entgeltfortzahlungspflicht nachkommen.

Für eine Entsendung von Mitarbeitern nach Island, Liechtenstein, Norwegen und in die Schweiz bleibt es bei diesem Verfahren. Die deutsche Krankenkasse informiert Sie über das Ergebnis der Prüfung der Arbeitsunfähigkeit.

Wichtig:

Dieses Verfahren ist auch für nicht EG-Staatsangehörige weiterhin so anzuwenden.

Für die meisten EU-Staaten gelten aber die neuen Verfahren für die Arbeitsunfähigkeit im Ausland

Wird Ihr Mitarbeiter, der gesetzlich krankenversichert ist, während seines Auslandsaufenthalts in einem anderen als dem im vorherigen Absatz genannten EU-Mitgliedstaaten arbeitsunfähig, gilt seit 1.5.2010:

  1. Die vom Arzt im Ausland ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist vom Versicherten unmittelbar an seine deutsche Krankenkasse zu schicken. Sie ist nicht mehr der ausländischen Krankenkasse am Wohn- oder Aufenthaltsort zur Weiterleitung nach Deutschland vorzulegen.
  2. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hat der deutschen Krankenkasse innerhalb von sieben Tagen nach Feststellung der Arbeitsunfähigkeit vorzuliegen.
  3. Wird vom Arzt im Ausland keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt, muss sich der Versicherte an den zuständigen Versicherungsträger des Wohn- oder Aufenthaltsorts wenden. Dieser veranlasst dann, dass die Arbeitsunfähigkeit beurteilt und bescheinigt wird.
  4. Ihr erkrankter Mitarbeiter sollte darauf achten, dass der Arzt im Ausland zwischen einer normalen Erkrankung und einer Erkrankung differenziert, die Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat.
  5. Übergangsregelung: Bis zum 30.4.2012 kann die Krankenkasse noch die „alten“ Vordrucke verwenden. Das sind: E115 (Antrag auf Geldleistungen wegen Arbeitsunfähigkeit), E116 (Ärztlicher Bericht bei Arbeitsunfähigkeit) und E117 (Gewährung von Geldleistungen).

Anspruch ruht bei Fristversäumnis

Weisen Sie Ihren Mitarbeiter auf diese Veränderung bei der Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hin. Versäumt er diese Frist, ruht sein Anspruch auf Krankengeld bzw. Entgeltfortzahlung bis zum Eingang der Bescheinigung bei der Krankenkasse.

Achtung:

Der Anspruch ruht nur, er verfällt nicht. Bei späterer Vorlage der Bescheinigung lebt der Anspruch entsprechend dem in der Bescheinigung bestätigten zeitlichen Umfang wieder auf. Krankengeld bzw. Entgeltfortzahlung sind in diesem Fall nachzuzahlen.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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