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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Schützen Sie sich vor der teuren Phantomlohnfalle

 

Von Gerhard Schneider,

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Das Einzelhandelsunternehmen beschäftigte vor allem Minijobber. Und die waren ordentlich gemeldet, die Entgeltgrenzen waren peinlich genau eingehalten, Steuern und Pauschalbeiträge waren alle pünktlich abgeführt, alle hatten unterschrieben, dass sie nirgendwo anders einen zweiten Minijob hatten. Was sollte da schon passieren?

 

Die Bombe platzte, als die Prüfer ihr Ergebnis präsentierten: Fast 10.000 € Nachzahlung sollte das Unternehmen hinblättern. Für die Minijobber. In welche Falle war die Lohnbuchhaltung getappt?
Sie wird die Phantomlohnfalle genannt. Und sie ist so gefährlich, weil sie kaum bekannt ist. Darum geht es: Die Mitarbeiter waren als geringfügig entlohnte und damit versicherungsfreie Beschäftigte geführt worden. Aber:
Nach einem allgemein verbindlichen Tarifvertrag hatten sie Anspruch auf ein höheres Entgelt. Und dieses höhere Entgelt – Phantomlohn, der in Wirklichkeit gar nicht gezahlt wird – legt der zuständige Sozialversicherungsträger bei der Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge zu Grunde!

 

Die Folge: Die Mitarbeiter rutschen über die Geringfügigkeits-Grenze, Steuern und Sozialabgaben in horrender Höhe werden fällig.

So schützen Sie das Unternehmen vor der Phantomlohnfalle

Zur gefährlichen Phantomlohnfalle kann jeder Tarifvertrag werden, von dessen
Existenz Sie nichts wissen. Gehen Sie deshalb ab sofort so vor:

  • Prüfen Sie grundsätzlich, ob für die Mitarbeiter Ihres Unternehmens ein Tarifvertrag gilt und welche Entlohnung der Tarifvertrag vorsieht.
  • Berechnen Sie die Sozialversicherungsbeiträge entsprechend.
  • Gilt für Ihre Mitarbeiter ein Tarifvertrag, überprüfen Sie diesen immer wieder. Die tariflichen Bedingungen ändern sich schnell – oft jährlich.

 

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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