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Was Sie in Sachen Überstunden mit Ihren 400-Euro-Kräften niemals vereinbaren sollten

 

Von Günter Stein,

Eine Leserin wollte wissen, ob Sie bei Minijobbern auch gleich die Pflicht zu Überstunden mit in den Vertrag aufnehmen soll. Die Antwort: Für Verträge mit Teilzeitkräften auf 400-€-Basis gelten die üblichen Regeln für Arbeitsverträge. Bei Überstundenregelungen heißt es aber aufpassen!

 

Denn sehr wichtig ist es bei diesen Mitarbeitern, per Arbeitsvertrag festzulegen, dass die Entgeltgrenze nicht überschritten wird. Der Bruttoverdienst darf 400 € monatlich nicht übersteigen (§ 8 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) IV. Das heißt in der Konsequenz:
Soll der Beschäftigte ein schwankendes Entgelt erhalten, gestalten Sie den Arbeitsvertrag so, dass der durchschnittliche Monatsbetrag 400 € nicht überschreitet.

 

Ganz wichtig:

Nehmen Sie keine Pauschalabgeltung von Überstunden mit in den Vertrag auf

Bei geringfügig Beschäftigten, die unregelmäßig und unvorhersehbar Mehrarbeit leisten, zählen die Überstundenbezüge grundsätzlich nicht zum regelmäßigen Arbeitsentgelt. Das bedeutet: Mit der Bezahlung von Überstunden kann die 400-€-Grenze ohne Konsequenzen überschritten werden. Dies darf aber höchstens in zwei Monaten pro Jahr geschehen. Unvorhergesehen fallen die Überstunden an, wenn beispielsweise ein Kollege krank wird und ersetzt werden muss. Gelten Sie dagegen Überstunden pauschal oder geplant ab, müssen Sie diese Bezüge zum regelmäßigen Arbeitsentgelt hinzurechnen. Nehmen Sie deshalb keine Klausel mit in den Arbeitsvertrag auf, nach der Überstunden pauschal abgegolten werden.
Fazit:
400-Euro-Grenze einhalten – und keine Pauschalabgeltung. Dann sind Sie auf der sicheren Seite bei den Überstunden Ihrer Minijobber.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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