Gratis-Download

In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

Jetzt downloaden

Knigge-Fehler

0 Beurteilungen

Erstellt:

Der erste Eindruck prägt, der letzte bleibt: Kunden, Geschäftspartner, Vorgesetzte und Mitarbeiter beurteilen Sie nicht nur nach Ihrem Fachwissen, sondern auch nach Ihrem Auftreten.

„Was der Großvater für unverzichtbar hielt, gilt heute nur noch bedingt – erst recht im Geschäftsleben“. In Deutschland wacht der Arbeitskreis Umgangsformen International darüber, was angesagt ist. Ein Ex-Protokollchef des Innenministeriums, der Ausbildungschef der Lufthansa und Hoteliers überarbeiten die Benimm-Regeln.

Pünktlichkeit ist ein Muss

Pünktliches Erscheinen ist eine Frage der Höflichkeit, Unpünktlichkeit ein Zeichen mangelnder Wertschätzung. Sollten Sie dennoch zu einer Veranstaltung zu spät kommen, informieren Sie rechtzeitig und reduzieren Sie die Störung: Grüßen Sie leise, nehmen Sie ruhig Platz und erklären erst in der Pause den Verantwortlichen Ihr Zuspät-Kommen.

Wer grüßt wen zuerst?

Die Regel „Ladys first“ gilt nicht mehr. Beginnen Sie mit der Ihnen bekannten Person. Befindet sich in der Gruppe eine Person, die hierarchisch über den anderen steht, gebührt ihr der erste Handschlag. Sitzen Sie am Tisch und ein weiterer Gast kommt hinzu, dann gilt heute die Regel: Jeder steht für jeden auf, egal, ob Mann oder Frau. Die Ausnahme: Ein Gast verspätet sich. Dann dürfen Sie sitzen bleiben.

Die richtige Ansprache

Bei der Anrede verlangt das Gesetz der Höflichkeit, dass Sie den akademischen Titel nennen: Also: „Herr Dr. Wuppertal“. Bei Adelstitel gilt die Faustregel: Sobald ein Adelstitel auftaucht, fallen in der mündlichen Anrede die bürgerlichen Anredewörter „Herr“ und „Frau“ weg. Also: „Gräfin Stein“. Verliehene Titel werden immer genannt: „Herr Konsul“, „Herr Senator“, „Frau Ministerin“.

Vor- und Zunamen nennen

Stellen Sie bei einer Abendveranstaltung Ihre Gattin bzw. Ihren Gatten mit Vor- und Zunamen vor. Falsch ist: „Dies ist meine liebe Gattin.“ Achten Sie bei der Vorstellung auch immer auf die Reihenfolge. Sie stellen dem Vorgesetzten zuerst die Mitarbeiterin vor. Der Kunde lernt zunächst den Namen des Kollegen kennen. In allen anderen Fällen stellen Sie den Hinzukommenden den Anwesenden vor.

Der Chef hat den Vortritt

Höherstehende haben beim Betreten eines Raums oder Gebäudes den Vortritt. Paare werden nicht getrennt. Als Gastgeber sollten Sie sich links von ihnen halten. Bei überschaubaren Räumen lassen Sie die Gäste vorgehen (eine Dame vor einem Herrn). Bei unübersichtlicher Strecke oder in einem Restaurant sind Sie der Regisseur und gehen voran. Aber Achtung: Auf einer Treppe folgen Sie Ihren Gästen.

Sitzordnung erwünscht

Bei einem Geschäftsessen platzieren Sie die Teilnehmer. Dabei gilt: Ehrengäste sitzen neben dem Veranstalter. Der höchstrangige Gast sitzt rechts, der zweitwichtigste links von ihm.

Verabschieden Sie sich richtig

Verabschieden Sie sich der Situation angemessen. Die klassische Etikette lehrt: Erst wenn der Ehrengast den Tisch verlässt, folgen ihm die übrigen Gäste. In der Regel ist dies nicht vor dem Kaffee bzw. Digestif der Fall. Bei einer Vernissage oder Cocktailparty gilt eine Anwesenheit von 1 Stunde als angemessen. Müssen Sie eine Veranstaltung vorzeitig verlassen, informieren Sie vorab den Gastgeber. Als Gastgeber begleiten Sie Ihre Gäste zum Ausgang und geben ihnen damit die Möglichkeit, sich angemessen zu verabschieden und zu bedanken. Kollegen oder Ihr Lebenspartner kümmern sich idealerweise um die anderen Gäste. Übrigens: „Tschüss und viel Glück“ ist als Abschiedsgruß höchstens zu später Stunde in der Bar denkbar.

Ihr Auftritt im Unternehmen

Ebenso wie eine positive Außenwirkung ist auch Ihr unternehmensinternes Auftreten relevant. Es lohnt sich, bestimmte Regeln in einem Unternehmens-Knigge festzulegen. Beispiele sind:

  • Am Computertisch dürfen keine Getränke stehen.
  • Abends muss der Schreibtisch komplett geräumt sein.
  • Mit welcher Grußformel melden sich die Mitarbeiter am Telefon?
  • Darf auf einen Geschäftsabschluss mit Alkohol angestoßen werden?
  • In Besprechungen werden Handys auf Vibrationsalarm gestellt.

Tipp: Treten Sie eine neue Stelle an, dann feiern Sie Ihren Einstieg erst nach Ablauf Ihrer Probezeit. Informieren Sie sich vorher, ob Sekt oder Selters angemessen ist.

Organisation & Zeitmanagement

Erhalten Sie mit "Organisation & Zeitmanagement" Organisationstipps für ein effizientes Zeitmanagement im Beruf kostenlos per E-Mail.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Kompetent, wertvoll und effizient im Büro

Magazin für professionelles Büromanagement

Für einen freien Kopf und mehr Zeit für das Wesentliche.

Expertengeprüfte Anleitungen, Tools und Tricks für E-Mails, Kontakte, Kalender & Co.

Mehr Fokus. Mehr Zeit. Mehr Ich.

Mit einfachen Maßnahmen zu nachhaltigem Unternehmenserfolg