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Die Matrix-Organisation: Entscheidende Vorteile und Nachteile der Organisationsform

 
Urheber: Chaiyawat | Fotolia.de

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Gewinnbringende und gleichberechtigte Arbeitsabläufe für alle Bereiche eines Unternehmens. Dafür steht die Firmenorganisationsstruktur „Matrix-Organisation“ in ihrer idealen Form. Doch was verbirgt sich genau dahinter und welche Vor- und Nachteile zeigt diese Struktur auf? Erfahren Sie in den nachfolgenden Zeilen mehr zu diesem spannenden Thema.

Matrix-Organisation: Definition, Aufbau sowie Vor- und Nachteile

Aus Ihrem beruflichen Alltag kennen Sie bestimmt diesen Grundsatz: Damit eine ganzheitliche Funktion eines Unternehmens gewährleistet werden kann, wird zunächst eine solide Organisation benötigt!

Allerdings gestaltet sich die ideale Führung eines Unternehmens oftmals sehr schwierig. Um den Führungsprozess zu erleichtern, wird eine Firmenorganisation in zwei große Teilbereiche gegliedert: dem Aufbau und Ablauf.

Die sogenannte Matrix-Organisation wird hierbei der Aufbauorganisation zugeordnet und in mehrere Linien unterteilt. Diese Linien werden für eine bessere Veranschaulichung in Zeilen und Spalten dargestellt. Die Zeilen beziehen sich dabei auf Produktgruppen eines Unternehmens. Dahingegen definieren Spalten administrative Funktionen. Allen voran steht die Geschäftsleitung mit den dazugehörigen Zentralbereichen, wie z.B. die EDV und Verwaltung.

Das Ziel von der Matrix-Organisation ist es, alle Bereiche, Spalten sowie Zeilen miteinander zu verbinden und so eine Vernetzung der einzelnen Bereiche zu erzielen. Durch eine gezielte Kommunikation, abgestimmte Kompetenzerweiterungen und gebündeltes Expertenwissen an den entstehenden Schnittstellen wird die Unternehmensleitung entlastet.

Es entsteht demnach ein effizientes Gebilde als Funktionalität, Effizienz und ein ansprechender Leistungsgewinn. Darüber hinaus entwickelt sich eine profitable Dynamik im Unternehmen. Innerhalb dieses Prozesses begegnen sich alle Bereiche auf Augenhöhe. Aufgrund der entstehenden flachen Hierarchien wird der Fokus zunehmend auf eine potenziell erfolgversprechende Teamarbeit gelegt.

Matrix-Organisation: Fluch oder Segen?

Auch die Matrix-Organisation musste einige Wege gehen, um die angestrebte Effizienz und Prominenz der heutigen Tage zu erreichen. Dabei ist ihr Ursprung in den sechziger und siebziger Jahren zu finden. Ihren Nutzen konnte sie besonders in der amerikanischen Luftfahrtindustrie ausmachen. Aufgrund der übersichtlichen Darstellung der Organisationsstruktur mittels Organigrammen, konnten auf einem Blick die Weisungsbefugnisse der Unternehmensbereiche ausgemacht werden.

Aber auch noch heutzutage machen viele Unternehmen von der Matrix-Organisation Gebrauch. Insbesondere große Unternehmungen profitieren von der effizienten Positionierung und Verknüpfung der Bereiche.

Im Laufe der Zeit kristallisierte sich eine ideale Form der Matrix-Organisation heraus. Bei dieser Form agieren sämtliche Bereiche gleichberechtigt. So wird z.B. das Team von dem Produkt A neben dem Team des Produkts B positioniert. Des Weiteren begegnen sich auch entsprechende Funktionsbereiche, wie Vertrieb und Einkauf auf Augenhöhe. Dies führt im Allgemeinen zu einem verstärkten Kommunikationsbedarf und leider nicht selten auch zu betriebsinternen Konflikten.

Besonders wenn eine faire Verteilung von Ressourcen anliegt, entsteht des Öfteren ein nicht zu unterschätzendes Konfliktpotenzial. In der Praxis tritt dies in der Regel auf, wenn ein Bereich höhere Marketingkapazitäten gewinnt als ein anderer. Diese gewonnen Kapazitäten werden demnach anderen Bereichen nicht mehr zur Verfügung gestellt. Zudem können auch Schnittstellen für Probleme sorgen. Insbesondere wenn die entsprechenden Verantwortlichen parallel gegenüber einem Team aus der Produktlinie als auch aus dem funktionalen Segment weisungsbefugt sind. Nicht selten entstehen im Zuge dieser Verantwortlichkeit schwer durchdringbare Hierarchien, die für eine negative Stimmung im Unternehmen sorgen können. Es ist also ersichtlich, dass die Matrix-Organisation insgesamt hohe Anforderungen an die entsprechenden Bereiche stellt. Zum einen werden die leitenden Mitarbeiter als auch die Geschäftsführer mit einer verantwortlichen Führung von zwei Linien auf eine harte Probe gestellt. Zum anderen wird auch dem einzelnen Mitarbeiter einiges abverlangt, da dieser zeitgleich zwei verschiedenen Vorgesetzten Auskunft erteilen muss.

Die schwache und starke Matrix-Organisation im Vergleich

Die starke Matrix

Bei der starken Variante dieser Organisationsstruktur liegt der Fokus auf einer projektbezogenen Form. Sie wird des Öfteren bei sehr großen Projekten eingesetzt und zeitlich begrenzt. Aus diesem Grund trägt die starke Variante auch den Namen „vorübergehende Matrix“.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der starken Matrix ist, dass ihr ein fester und strikter Zeitplan zugrunde liegt. So kümmert sich z.B. ein Projektmanager während der Projektphase verstärkt um eine gezielte Umsetzung von einem festgelegten Produkt. Die entsprechenden Projektmitarbeiter unterstützen den Manager mit ihrer fachlichen Expertise. Auf diese Weise bringen sie das gesamte Projekt optimal nach vorn. Der Projektablauf ist nun in sich stimmig und gewährleistet.

Die schwache Matrix

Dahingegen konzentriert sich eine schwache Matrix ausschließlich auf einen fachbezogenen Fokus und ist dauerhaft veranlagt. Des Weiteren nutzt ein Projektmanager bei dieser Organisationsstruktur zeitgleich mehrere Sparten. Die Verantwortlichen konzentrieren sich demnach nicht auf ein einzelnes Projekt mit einer gewinnbringenden Umsetzung. Denn in der Regel spielen hier mehrere Produkte, die Termin-Einhaltung sowie Anweisungen eine zentrale Rolle.

Zudem werden die jeweiligen Sparten-Funktionen mit einer Weisungsbefugnis besetzt. So gibt es einen Verantwortlichen für ein Produkt A als auch für ein Produkt B. Aufgrund der eingeräumten Weisungsbefugnis kann das Konfliktpotenzial innerhalb der einzelnen Bereiche stark zunehmen.

Entscheidende Vorteile der Organisationsform

Die Matrix-Organisation kann generell mit einigen Pluspunkten aufwarten. Zum Beispiel wird die Führung von großen Unternehmen, aufgrund der charakteristischen Unterteilung der fachlichen sowie disziplinarischen Kompetenzen, immens erleichtert.

Des Weiteren gibt es einen größeren Bestand an qualifizierten Führungskräften mit spezialisiertem Expertenwissen auf dem Markt. Somit ist es einfacher, Experten als Führungskraft zu gewinnen als einen Allround-Manager zu finden, der alle Bereiche abdecken kann. Auch die Schwankungen der Unternehmensauslastung lassen sich insgesamt viel besser bewältigen.

Diese Aspekte waren aber noch nicht alle positiven Merkmale der Matrix-Organisation. Weitere Vorteile sind z.B.:

  • die Entlastung der Unternehmensführung
  • der Fokus auf eine gezielte Teamarbeit
  • direkte und kurze Kommunikationswege
  • flache Firmenhierarchien
  • die Spezialisierung und Expertise der Führungsebene
  • effiziente Problemlösung der Fachkräfte
  • zielgerichteter und fachlicher Einsatz der Mitarbeiter
  • dauerhafte Ansprechpartner für die einzelnen Bereiche

Entscheidende Nachteile der Matrix-Organisation

Leider kann sich auch die Matrix-Organisation nicht von einigen Schattenseiten frei sprechen. Insbesondere das innerbetriebliche Miteinander kann an dieser Stelle ein erhöhtes Konfliktpotenzial aufzeigen. Da auf Grundlage der Matrix-Organisation viele Experten mit- und füreinander tätig sind, kommt es nicht selten zu Machtkämpfen.

Neue Arbeitskräfte können darüber hinaus die zu erwartende Auslastung und die Anforderungen nur schlecht einschätzen. Der oft verspürte Arbeitsaufwand und Druck macht aber nicht nur neuen Mitarbeitern Schwierigkeiten. Auch langjährige Mitarbeiter können sich, durch die oftmals auftretende Mehrfachbelastung, überfordert fühlen. Infolgedessen nimmt die Leistungsbereitschaft und die Unternehmensidentifizierung ab.

Aber noch weitere Nachteile lassen sich bei der Matrix-Organisation finden:

  • großer Koordinationsaufwand
  • verstärkter Kommunikationsbedarf
  • fehlende Transparenz und Unsicherheiten
  • lange Entscheidungsprozesse
  • Risiko für eine permanente Kompromissbereitschaft
  • hoher Bedarf an Führungskräften
  • Anrechnungsschwierigkeiten bei Erfolgen oder Misserfolgen
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