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Schützen Sie Ihre Firma vor Steuernachzahlungen: Was in einer Rechnung über den Lieferzeitpunkt stehen muss

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Von Astrid Engel,

Fehlen in Eingangsrechnungen Angaben zum Lieferzeitpunkt, kennt der Fiskus kein Pardon: Rigoros streichen Betriebsprüfer den Vorsteuerabzug aus den beanstandeten Rechnungen. Die Folge sind dann hohe Umsatzsteuer-Nachzahlungen Ihres Unternehmens an das Finanzamt.

Fehlen in Eingangsrechnungen gesetzliche Pflichtangaben, kennt der Fiskus kein Pardon: Rigoros streichen Betriebsprüfer den Vorsteuerabzug aus den beanstandeten Rechnungen. Die Folge sind dann hohe Umsatzsteuer-Nachzahlungen Ihres Unternehmens an das Finanzamt.

Der Bundesfinanzhof hat diese unnachgiebige Vorgehensweise der Finanzverwaltung jetzt auch für die Angaben zum Lieferzeitpunkt ausdrücklich gebilligt (BFH, Urteil vom 4.3.2009, Az. XI R 62/07).

 

Rechnung nannte nicht den Lieferzeitpunkt

In dem vom BFH entschiedenen Fall hatte ein Unternehmen in seiner Umsatzsteuer-Voranmeldung Vorsteuern aus einer Rechnung geltend gemacht, welche die Lieferung und Montage einer Produktionsstrecke betraf. Diese Rechnung nannte das Auftragsdatum und das Ausstellungsdatum.

Der Lieferzeitpunkt oder ein Hinweis auf einen Lieferschein waren in der Rechnung dagegen nicht vermerkt. Der Lieferschein enthielt mit den Rechnungsangaben übereinstimmende Angaben hinsichtlich Auftragsdatum und Auftragsnummer, nicht jedoch den konkreten Lieferzeitpunkt.

Daraufhin verweigerte das Finanzamt den Vorsteuerabzug aus der strittigen Rechnung. Völlig zu Recht, wie die BFH-Richter jetzt klarstellen. Sie verweisen darauf, dass der Lieferzeitpunkt zu den Pflichtangaben in einer Rechnung über 150 Euro gehört.

Angaben zum Lieferzeitpunkt sollen Kontrolle ermöglichen

Sinn und Zweck dieser Regelung ist, die Erhebung der Umsatzsteuer und ihre Überprüfung sicherzustellen. Die Rechnungsangaben müssen deshalb eine eindeutige und leicht nachprüfbare Feststellung der Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug ermöglichen.

Dass das Unternehmen einen Lieferschein vorgelegt hatte, reicht nach Auffassung der BFH-Richter nicht, um den Weg für den Vorsteuerabzug frei zu machen. Zwar enthält der Lieferschein die gleiche Auftragsnummer und das gleiche Auftragsdatum wie die Rechnung. Aber daraus ergibt sich nicht der Lieferzeitpunkt.

Begründung der BFH-Richter: Dem Lieferschein ist lediglich ein Ausstellungsdatum zu entnehmen. Das Ausstellungsdatum eines Lieferscheins ist aber nicht zwingend identisch mit dem Lieferzeitpunkt. Im Betriebsalltag wird der Lieferschein nämlich regelmäßig vor der tatsächlichen Warenauslieferung erstellt.

Praxistipp: Um Ihren Vorsteuerabzug nicht zu gefährden, empfiehlt es sich dringend, nur solche Eingangsrechnungen zu akzeptieren, die alle Pflichtangaben enthalten, also insbesondere auch Angaben zum Lieferzeitpunkt.

Entsprechendes gilt umgekehrt bei Ihren Ausgangsrechnungen. Achten Sie auch hier auf korrekte Angaben zum Lieferzeitpunkt, damit Ihre Rechnungen nicht von Ihren Kunden zurückgewiesen werden können. In Betracht kommen etwa folgende Angaben zum Lieferzeitpunkt:

  • Sie nennen den konkreten Liefertermin, z. B.: Liefertermin: 14.5.2009
  • Sie können auch lediglich den Monat angeben, in dem die Lieferung erfolgte, z. B.: Leistungszeitraum: Mai 2009
  • Sie nehmen Bezug auf die Angaben im Lieferschein, z. B.: Lieferdatum: siehe Lieferschein Nr. 2134 vom 21.5.2009; das Datum des Lieferscheins entspricht dem Lieferzeitpunkt

So geben Sie den Lieferzeitpunkt in weiteren Alltagsfällen an

  • Anzahlung: In Rechnungen über eine Anzahlung muss der Lieferzeitpunkt nicht angegeben werden. Ausnahme: Der Zahlungstermin steht ausnahmsweise fest und stimmt mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung nicht überein.
  • Barzahlung: In Kleinbetragsrechnungen bis 150 Euro braucht der Lieferzeitpunkt auch weiterhin nicht angegeben werden. Werden Rechnungen über 150 Euro bar beglichen, müssen die Rechnungen Angaben zum Lieferzeitpunkt enthalten.
  • Sonstige Leistungen: Bei umfangreichen und zeitaufwändigen Bau- und Montagearbeiten geben Sie den Zeitpunkt der Vollendung an.
  • Versand von Waren: Als Lieferdatum gilt der Tag, an dem Sie die Ware aufgegeben haben (Post, Paketdienst, Spedition).

 

 

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