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7 einfache Kreativmethoden im Überblick: Wie sie funktionieren und wann Sie sie am besten einsetzen

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7 Kreativmethoden im Überblick
© Olivier Le Moal - Fotolia.com

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Ideen sprudeln selten einfach so aus einem heraus, wenn man sie braucht. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auf die eine oder andere Technik zurückgreifen können, die Ihre Ideensuche auf einen guten Weg bringt. Hier präsentieren wie Ihnen 7 einfache Kreativmethoden im Überblick: Wie sie funktionieren und wann Sie sie am besten einsetzen.

Ideen sprudeln selten einfach so aus einem heraus, wenn man sie braucht. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auf die eine oder andere Technik zurückgreifen können, die Ihre Ideensuche auf einen guten Weg bringt. Hier präsentieren wir Ihnen 7 einfache Kreativmethoden im Überblick: Wie sie funktionieren und wann Sie sie am besten einsetzen.

1. Alles ist erlaubt: Das klassische „Brainstorming“

Wichtigstes Merkmal dieser Methode: Beim „Brainstorming“ geht es um Quantität; die Frage nach Qualität und Machbarkeit wird erst später gestellt. Denn die Fantasie soll nicht durch Fragen nach der Realisierbarkeit eingeengt werden, das verhindert unkonventionelle Lösungen. Deshalb darf kein Teilnehmer für seine Ideen belächelt werden, ganz gleich wie abwegig sie erscheinen: Jedes Beurteilen der Vorschläge ist tabu. Das „Brainstorming“ wurde von dem amerikanischen Werbefachmann Alex F. Osborn in den 1930er Jahren entwickelt; es ist bis heute die bekannteste und am häufigsten eingesetzte Kreativitätsmethode.

Idealer Einsatzbereich: Finden von Schwächen sowie deren Abbau bei weniger komplexen und klar definierten Problemstellungen.

Das brauchen Sie dafür: 3 bis 7 Teilnehmer, bis zu 45 Minuten.

So funktioniert’s: Zunächst tragen die Teilnehmer alle Schwächen (z. B. eines Produkts oder eines organisatorischen Ablaufs) zusammen. Anschließend werden per „Brainstorming“ Lösungen vorgeschlagen. Ein großes Flipchart ist empfehlenswert, ersatzweise können Sie auch einen Bogen Papier an die Wand heften, z. B. die Rückseite eines Plakats. Für die anschließende Bewertung hat sich die Einteilung in drei Kategorien bewährt: „unmittelbar verwertbar“, „weiter zu untersuchen“ und „vermutlich nicht zu verwenden“.

2. Hilft gegen festgefahrene Gedanken: Das „Imaginäre Brainstorming“

Idealer Einsatzbereich: Problemlösungen und Analysen.

Das brauchen Sie dafür: bis zu 7 Teilnehmer, 45 bis 60 Minuten.

So funktioniert’s: Um blockierte Gedanken frei zu bekommen, verlagern Sie das Problem ganz bewusst in eine völlig andere Umgebung – je absurder, desto besser. Beispiele: Ein noch nicht ausgereiftes Produkt soll auch auf dem Mond oder unter Wasser funktionieren. Oder: Wie müsste der neue Prospekt aussehen, wenn Funktion und Nutzen der dort vorgestellten Produkte nicht Erwachsenen, sondern Kindern verständlich sein sollen?

3. Keine Hemmungen: Das „Anonyme Brainstorming“

Wenn Vorschläge aus bestimmten Gründen anonym bleiben sollen, dann eignet sich diese Methode.

Idealer Einsatzbereich: Finden und Ausbauen von Lösungsansätzen.

Das brauchen Sie dafür: 4 bis 8 Teilnehmer, Sitzungsleiter, Zettel, 30 bis 45 Minuten.

So funktioniert’s: Die Teilnehmer schreiben ihre Einfälle stichwortartig auf Zettel (Zeit: fünf bis zehn Minuten). Der Sitzungsleiter trägt die Ideen vor und entwickelt sie mithilfe der Teilnehmer zu möglichst Erfolg versprechenden Lösungen.

4. Gut für große Gruppen: Die „Diskussion 66“

Bei Besprechungen mit sehr vielen Teilnehmern kann nur ein Teil seine Meinung einbringen. Um dennoch alle Ideen zu erfassen, eignet sich die „Diskussion 66“ bestens, auch bekannt unter dem Namen „Methode 6 x 6“.

Idealer Einsatzbereich: Problemlösungen und Analysen.

Das brauchen Sie dafür: mindestens 12 gruppenerfahrene Teilnehmer – Anzahl nach oben offen, Zeitbedarf abhängig von der Themenmenge.

So funktioniert’s: Die Teilnehmer bilden Sechsergruppen. In jeder Gruppe wird jeweils sechs bis zehn Minuten lang Thema A diskutiert. Anschließend stellt jede Gruppe allen Teilnehmern die Ergebnisse vor. Dann geht es auf Gruppenebene weiter mit Thema B und so weiter. Numerisches Variieren ist natürlich möglich, beispielsweise können 15 Teilnehmer drei Fünfergruppen bilden.

5. Ideen sammeln mit dem „Brainwriting-Pool“

Idealer Einsatzbereich: Erstellen einer umfangreichen Sammlung zur Problemlösung oder Ideenfindung.

Das brauchen Sie dafür: 4 bis 8 Teilnehmer, etwa 45 Minuten, je ein Lösungsformular für jeden Teilnehmer plus ein Formular (auf dem bereits einige Ideen vorproduziert sind) für die Mitte des gemeinsamen Tisches.

So funktioniert’s: Jedes Gruppenmitglied notiert seine Lösungen auf sein Blatt. Wem nichts mehr einfällt, der legt sein Blatt in die Mitte des Tisches, den „Pool“, und nimmt sich dafür eines der Blätter, die dort liegen. Anhand der Ideen, die ein anderer Teilnehmer bereits notiert hat, lässt er sich zu weiteren Lösungen inspirieren, legt dann das Blatt wieder in den Pool und so weiter. Am Ende werden die Blätter aufgehängt, gemeinsam gesichtet und bewertet.

Bei der großen Vielzahl der gesammelten Ideen ist es empfehlenswert, die Vorauswahl optisch zu markieren, z. B. mit farbigen Klebepunkten.

6. „Strengere“ Variante des Brainwriting-Pools: Die „6-3-5-Methode“

Idealer Einsatzbereich: Erstellen einer umfangreichen Sammlung zur Problemlösung oder Ideenfindung.

Das brauchen Sie dafür: 6 Teilnehmer, etwa 30 Minuten, je ein Lösungsformular für jeden Teilnehmer.

So funktioniert’s: Hinter dem Namen „6-3-5-Methode“ steckt die Idee, sechs Teilnehmer je drei Ideen in fünf Minuten schreiben zu lassen. Danach werden die Zettel (vorbereitet: drei Spalten mit je sechs Kästen) an den Nachbarn weitergereicht, und die zweite Phase beginnt. Nun trägt wiederum jeder drei Ideen ein. So entstehen bei einer Gruppe von sechs Personen in 30 Minuten 108 Ideen.

Sie können diese Methode auch mit einer anderen Personenzahl und in einem anderen Zeitrahmen durchführen. Sie lautet dann eben Methode 5-3-5 oder 7-3-6, wobei Sie die Zeitlimits in den letzten drei Runden heraufsetzen sollten, da die Teilnehmer eine wachsende Zahl von Beiträgen zu lesen haben. Tipp: Legen Sie Zusatzformulare auf den Tisch für Teilnehmer mit mehr als drei Ideen pro Runde. Diese bleiben jedoch nicht bei den Teilnehmern, sondern werden nach dem Beschreiben wieder zurückgelegt.

7. Hand in Hand Probleme lösen mit der „SIL-Methode“

SIL steht für „Sukzessive Integration von Lösungselementen“, doch keine Sorge: So sperrig wie ihr Name ist die „SIL-Methode“ keineswegs.

Idealer Einsatzbereich: komplexe Lösungsansätze gemeinsam entwickeln und optimieren.

Das brauchen Sie dafür: 4 bis 8 Teilnehmer, etwa 45 Minuten, Tafel oder Flipchart.

So funktioniert’s: Jedes Gruppenmitglied notiert 10 bis 15 Minuten lang seine Lösungsansätze auf ein Blatt Papier. Dann stellen die ersten beiden Teilnehmer ihre Ideen vor. Anschließend entwickeln die anderen Teilnehmer aus diesen Vorschlägen eine Version, die die Vorzüge beider Lösungen enthält. Die Ideen der weiteren Teilnehmer werden bei diesem Verfahren nach und nach integriert – sofern das jeweils Erreichte von neu hinzukommenden Ansätzen übertroffen wird. Ist die Lösung eines Einzelnen durchweg besser als alle anderen zusammen, wird sie vollständig übernommen.

Da „schlechtere“ Ideen bei dieser Methode recht schnell aussortiert werden, kann es zu Spannungen innerhalb der Gruppe kommen. Setzen Sie die „SIL-Methode“ deshalb nur in Gruppen mit geringem Konfliktpotenzial ein.

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