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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Anti-Stress-Programm: Wie Sie nach der Arbeit wirklich abschalten können

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Stressmanagement: Schalten Sie auch mal ab!
© Andreas Haertle - Fotolia.com

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Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Hamsterrad verlassen und was Sie tun können, um Ihre Aufgaben effektiver und kraftvoller zu bewältigen.

Beim täglichen Hamsterrad stellt sich die Frage: Wer dreht am Rad?

Es reicht: Wo ist hier der Ausstieg?

Winfried Klotz fühlt sich gestresst. „Ich will so nicht mehr“, denkt er. Immer fehlt ihm am Wochenende die Power, und kaum kehrt er von einem Urlaub zurück, fühlt er sich fast schon wieder urlaubsreif. Wenn seine Söhne am Wochenende im Garten Fußball spielen wollen, lässt er sich nicht selten dazu überreden und merkt gleichzeitig, dass er viel lieber einmal nur Zeit für sich allein hätte. Sein Cholesterinspiegel ist zu hoch. Die Aufforderung seines Arztes, mehr Sport zu treiben, artete auch wieder ins Extrem aus. Er ertappt sich dabei, dass er immer öfter in einen Aktionismus wie im Beruf verfällt: von Erholung keine Spur. Viel zu schnell ist das Wochenende vorüber, und eine neue Woche im Hamsterrad beginnt.

Nagt auch an Ihnen bisweilen das schlechte Gewissen, weil Sie neben dem Job viel zu wenig Zeit haben, um allen und allem gerecht zu werden? Gerade bei beruflich sehr erfolgreichen Menschen nimmt der Beruf ein Übermaß an Zeit und Aufmerksamkeit ein. Privatleben, Familie, Freunde, die eigene Gesundheit etc. treten in den Hintergrund und fordern gleichzeitig ihren Tribut.

Das kann so weit führen, dass es immer schwerer fällt, den nötigen Ausgleich zu finden, wirklich abzuschalten und Kraft zu tanken. Ehe Sie sich versehen, fühlen Sie sich selbst wie der Hamster im Laufrad und fragen sich, wie es so weit kommen konnte. Meist handelt es sich um einen längeren, schleichenden Prozess, bis es zu einem Teufelskreis wird, aus dem das Aussteigen schwerfällt.

Wer hält das Hamsterrad in Bewegung?

Zunächst drehen Sie selbst an diesem Rad. Sie sind es, der sich private oder berufliche Ziele setzt, die eigene Zeit verplant und durch seine Entscheidungen oder Nicht-Entscheidungen die eigenen Lebensumstände erschafft. Neben Ihnen selbst drehen zahlreiche weitere Akteure an diesem imaginären Laufrad. Da sind

  • das berufliche Umfeld,
  • die Kunden,
  • die Vorgesetzten,
  • die Kollegen sowie
  • die Mitarbeiter.

Und alle wollen etwas von Ihnen.

Außerhalb der Firma sorgen

  • Ihr Partner,
  • die Kinder,
  • Ihre Eltern,
  • Ihre Geschwister und
  • andere Verwandte sowie
  • Ihr soziales Umfeld

dafür, dass auch nach Feierabend immer wieder Anforderungen an Sie und Ihre Aufmerksamkeit gestellt werden.

Wie können Sie merken, wann es zu viel wird? Beruflich stark eingespannte Menschen, die wie Winfried Klotz trotz ihres Erfolgs nicht zufrieden sind, sollten die Unzufriedenheit als Indiz dafür nehmen, dass ihr Leben aus der Balance zu geraten droht. Wenn Sie sich ständig gehetzt, müde und gereizt fühlen und merken, dass Ihnen die Lust und die Kraft fehlen, Zeit mit Dingen und Menschen zu verbringen, die zu den wichtigsten in Ihrem Leben gehören, ist das ein Warnzeichen.

Wie sieht Ihre momentane Situation aus? Wie belastbar sind Sie?

Der Arzt und Psychotherapeut Nossrat Peseschkian hat herausgefunden, dass wir dann zufrieden und auch langfristig belastbar sind, wenn 4 Bereiche in möglichst guter Balance sind:

  1. Arbeit/Leistung (Welchen Stellenwert haben sie?)
  2. Beziehungen/Kontakte (Wie sind Qualität und Quantität?)
  3. Körper/Gesundheit (Wie gut achten Sie auf Ihren Körper?)
  4. Sinn/Zukunftsfragen (Was ist Ihnen wichtig?)

Nur wenn alle 4 Bereiche ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit erhalten, können Sie körperlichen und psychischen Erkrankungen vorbeugen. Die wechselseitige Abhängigkeit der verschiedenen Faktoren macht deutlich, dass die Überbetonung eines Lebensbereichs zwangsläufig zu einer Vernachlässigung der anderen Bereiche und damit zu Erschöpfungszuständen, Kraftverlust, Leistungsabfall sowie Unzufriedenheit führt.

Machen Sie nicht den weit verbreiteten Fehler, Zeiten der Selbstreflexion als Luxus zu werten, den Sie sich als Führungskraft nicht leisten können. Warten Sie nicht bis zum Burn-out. Treten Sie stattdessen immer mal wieder bewusst einen Schritt aus Ihrem Alltag heraus, und führen Sie eine Selbsteinschätzung durch: Sehen Sie sich alle 4 Bereiche mit einem möglichst frischen Blick an, und überprüfen Sie, ob sie sich in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander befinden.

1. Arbeit/Leistung

Schauen Sie, ob Ihr Arbeitseinsatz und Ihre Leistung im Verhältnis zu dem Nutzen stehen, den Sie aus diesem Bereich ziehen. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen:

  • Welchen Stellenwert haben Arbeit und Leistung in Ihrem Leben?
  • Woraus ziehen Sie Energie? Betrachten Sie Ihren Beruf und Ihre persönlichen Lebensbereiche (wie beispielsweise Ehrenamt, Familie, Freunde): Was geben sie Ihnen?
  • Wie wichtig sind für Sie beispielsweise Erfolg und Ansehen oder finanzielle Aspekte wie Gehalt, Vermögen, Wohlstand oder Prestige?
  • Wo sind alte Glaubenssätze und Antreiber am Werk, die Sie zum Hamster im Rad werden lassen und einer gesunden Einstellung zu diesem Bereich im Weg stehen?

2. Beziehungen/Kontakte

Wie steht es um den Austausch mit anderen? Nur Sie können beurteilen, wie wichtig Ihnen Kontakte sind – wie bewusst und in welcher Intensität Sie Ihre Beziehungen pflegen. Die Quantität und die Qualität Ihrer beruflichen und privaten Beziehungen/Kontakte beeinflussen, ob Sie sich wohl fühlen. Machen Sie auch hier den Selbsttest: Prüfen Sie, ob Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen, und notieren Sie aufmerksam Ihre Energieräuber.

3. Körper/Gesundheit

Betrachten Sie als Nächstes Ihren Körper sowie Ihre Gesundheit, und prüfen Sie sich erneut:

  • Wie steht es um Ihr körperliches Wohlbefinden? Gönnen Sie Ihrem Körper den nötigen Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung?
  • Wie regelmäßig bewegen Sie sich?
  • Ernähren Sie sich in der Regel gesund?
  • Schlafen Sie in der Regel ausreichend?
  • Wie hoch ist Ihr Fernseh- und Computerkonsum?
  • Konsumieren Sie regelmäßig Tabletten, Alkohol oder andere sanfte Drogen?
  • Sind Sie streitsüchtig? Gibt es überflüssige, ungelöste Streitigkeiten mit Familienmitgliedern, Nachbarn, Kollegen?

Aktuelle Krankenstatistiken beweisen, wie viele erfolgreiche Menschen diesen Bereich vernachlässigen. Ist der Stress im Job groß, wird schnell mal im Stehen gefrühstückt oder dem Körper Junkfood statt gesunder Nahrung zugemutet. Oder man verzichtet aus vermeintlichem Zeitmangel auf regelmäßige Essenspausen. Körperliche Bewegung kommt häufig zu kurz – oder, im Gegenteil, sie betreiben den Sport so extrem, dass er eher zu einer Überbelastung als zu einer Entspannung führt.

Ungesunder Start in den Tag

Winfried Klotz hat erkannt, dass er seinem Körper zu viel zumutet. Entweder er bewegt sich gar nicht, oder es wird gleich exzessiv. Seine Tage sind extrem lang und die Nächte viel zu kurz. Ist der Stress im Job groß, wie in letzter Zeit ständig, reicht ihm morgens ein Kaffee, und er hetzt dann auf den letzten Drücker durch den Berufsverkehr. Regelmäßige Mittagspausen kennt er kaum noch, ständig kommt etwas dazwischen.

Das hält auf Dauer niemand durch. Führungskräfte, die wie Winfried Klotz neben dem Job noch Verantwortung für eine Familie übernommen haben, müssen aufpassen, dass sie sich vor lauter Aktionismus nicht selbst aus den Augen verlieren.

4. Sinn/Zukunftsfragen

Um Ihrem Leben einen Sinn und Ihrem Handeln Orientierung zu geben, benötigen Sie persönliche Werte und Ziele, die Ihr Handeln leiten. Überprüfen Sie immer wieder, was Ihnen wichtig ist und wohin die Reise gehen soll:

  • Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was lässt Sie „ticken“, was spornt Sie an?
  • Haben Sie konkrete Ziele und Werte, die Ihrem Leben Richtung geben, oder lassen Sie sich fremdsteuern und reagieren nur noch auf Anforderungen, die von außen an Sie gestellt werden?

Peseschkian hat erkannt, dass es immens wichtig ist, Antworten auf die Fragen nach dem Sinn und der Zukunft zu haben. Fragen Sie sich auch, wann Sie sich zuletzt Zeit fürs Innehalten und Nichtstun genommen haben?

Und wie sieht es bei Ihnen persönlich aus?

Welcher Bereich nimmt in Ihrem Leben den größten Raum ein, welcher wird vernachlässigt? Diese Frage ist sinnvoll, weil Sie sich ein Bild davon machen, ob und, wenn ja, wo es in Ihrer Lebensbalance ein Ungleichgewicht gibt.

Es geht nicht darum, dass Sie in jedem Moment des Lebens eine exakte Gleichverteilung Ihrer Aufmerksamkeit und Ihrer Zeit erreichen. Es gibt immer Phasen, in denen der eine oder andere Bereich stärker ausgeprägt ist. Das Alter, die eigene Persönlichkeit und die jeweilige Lebenssituation bestimmen, was der Einzelne als balanciert wahrnimmt. Im Zeitablauf bedarf es meist auch einer Korrektur, weil sich die Lebensphase geändert hat. Wenn ein Bereich jedoch immer extrem viel Zeit beansprucht, ist es angebracht, einmal genauer hinzuschauen, weil es ein Indikator dafür ist, dass unser Leben aus der Balance geraten ist.

Ursache für ein solches Ungleichgewicht können Gefühle, ungeklärte Situationen oder Beziehungen sein, denen wir lieber aus dem Weg gehen. Auch unliebsame Aufgaben werden gerne dadurch verdrängt, dass wir uns in eine andere Betätigung stürzen. Die Angst, sich zu den eigenen Bedürfnissen und Wünschen zu bekennen, führt ebenfalls zu falschen Priorisierungen. Oder die Ursache sind alte Glaubenssätze, die uns so lange gefangen halten, wie sie unbewusst sind und das Verhalten beeinflussen.

Wenn Sie wie Winfried Klotz „Ich will so nicht mehr“ denken, ist das ein deutliches Signal. Nehmen Sie sich Zeit zu überlegen, was Sie stattdessen wollen. Nur so können Sie Wege finden, um ein übervolles in ein erfülltes Leben zu verwandeln. Wenn Sie nicht „am Rad drehen“ wollen: Steigen Sie aus dem Hamsterrad aus, bevor Ihr Körper oder Ihre Seele streikt.

So können Sie aussteigen: Von der Fremd- zur Selbstbestimmung

Sie haben erkannt, dass es an Ihnen liegt, wie schnell Ihr Rad sich dreht. Was können Sie konkret tun, um auch langfristige Veränderungen zu ermöglichen?

Nur Sie selbst sollten die Hoheit über Ihr Leben haben. In dem Maße, in dem Sie die Autorität über Ihr Leben an andere abgeben, werden Sie fremdbestimmt – Sie schwächen sich energetisch.

Warten Sie nicht darauf, dass andere Sie glücklich machen oder Ihr Hamsterrad für Sie anhalten. Bestimmen Sie selbst über Ihr Leben. Indem Sie selbstbestimmt agieren, können Sie aus unbefriedigenden Situationen aussteigen. Natürlich hat Ihre Entscheidung einen Preis und erfordert eine Portion Mut von Ihnen.

Tipp: Treffen Sie eine Unterscheidung

Halten Sie in Ihrem Alltag häufiger inne, und betrachten Sie Ihre Situation. Welche Forderungen sind berechtigt, und wo lassen Sie sich Aufgaben aufdrängen? Wo bleiben Sie nicht bei sich und kümmern sich um Probleme, für die Sie nicht verantwortlich sind? Wo lassen Sie sich auf ein Treffen mit Kollegen oder eine Forderung Ihrer Familie ein, obwohl Sie eigentlich müde und abgespannt sind und Ihnen ein wenig Muße mit einem guten Buch besser getan hätte. Wo belügen Sie sich selbst und sitzen auch dann noch im Büro, wenn Sie im Innersten wissen, dass Sie nicht mehr aufnahmebereit sind und ein wenig Abstand oder Schlaf die bessere Lösung wäre?

Lassen Sie sich nicht instrumentalisieren, und begehen Sie nicht den Fehler anzunehmen, Sie seien ein Opfer Ihrer Lebensumstände. 3 einfache Schritte helfen Ihnen, mehr Selbstbestimmung in Ihr Leben zu bringen.

Schritt 1: Behalten Sie die Kontrolle über Ihr Handeln

Nur Sie allein sollten am Steuer Ihres Fahrzeugs auf der Straße des Lebens sitzen. Das ist weder die Aufgabe Ihres Chefs noch die irgendeines anderen Menschen. Schwächen Sie sich nicht, indem Sie anderen eine Rolle zuweisen, die ihnen nicht zusteht:

  • Setzen Sie – wo nötig – klare Grenzen, ganz gleich ob es um Ihre Kinder, Ihren Partner, Kollegen oder andere Menschen geht.
  • Hören Sie dabei auf die Signale, die Ihr Körper sendet. Mit ein wenig Übung spüren Sie sehr genau, wenn Sie im Begriff sind, sich zu verbiegen.

Schritt 2: Bewahren Sie den nötigen Abstand

Nur Sie selbst können entscheiden, ob die Forderungen eines anderen berechtigt sind und wann sowie in welcher Weise Sie sich einbringen wollen.

  • Kommt etwa ein Mitarbeiter mit einem Problem zu Ihnen, geht es nicht darum, ihm dieses abzunehmen. Bleiben Sie in Ihrer Führungsrolle: Fördern Sie die Entwicklung und Selbstbestimmung, indem Sie anleiten, statt zu lösen.
  • Vermeiden Sie es, die Rolle des „ersten Sachbearbeiters“ zu übernehmen oder die Probleme anderer auf Ihre To-do-Liste zu packen. Geben Sie Hilfe zur Selbsthilfe, damit die anderen ihre Probleme selbst lösen können. Schauen Sie genau hin, was in der jeweiligen Situation für Sie zu tun ist und was nicht.

Schritt 3: Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben

Treffen Sie Entscheidungen, und stehen Sie dazu:

  • Wenn Sie sich entschieden haben, weniger zu arbeiten oder Ihre Arbeitszeiten flexibler zu gestalten, argumentieren Sie gegenüber Vorgesetzten und Kollegen entsprechend.
  • Bringen Sie sich in der Familie und in Ihrem sozialen Umfeld ein – aber sagen Sie nein, wenn Sie Zeit für sich selbst benötigen. Keine Sorge: Gute Freunde möchten, dass es Ihnen gut geht, und auch Ihre Kinder können mit einem klaren Nein gut leben, wenn sie spüren, dass Sie beim nächsten Mal ganz bei ihnen und den gemeinsamen Unternehmungen sein werden.
  • Treffen Sie sich mit den Menschen, die für Ihr Leben (nicht für Ihre Karriere!) wichtig sind. Sie werden sehen: Diese Kontakte geben Ihnen Energie, die Ihnen auch in Ihrem Arbeitsalltag zugute kommt.

Überprüfen Sie Ihre Lebenslandkarte, Ihre persönliche Vision

Selbstbestimmung heißt auch, dass Sie einen Kompass brauchen, der Ihren aktuellen Standort und Ihre Richtung bestimmt.

Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre persönliche Vision: Stellen Sie es sich vor wie eine Landkarte, auf die Sie alles einzeichnen, was Sie planen und im Leben erreichen wollen. Diese Landkarte sollte sowohl die beruflichen als auch die privaten Ziele erfassen und so konkret wie möglich festhalten, was Ihnen wichtig ist.

Doch Vorsicht! Es geht nicht darum, einen erweiterten Termin- und Maßnahmenplaner zu erstellen. Hier geht es vielmehr um den roten Faden Ihres Lebens. Fragen Sie sich, was Sie Ihren Nachfahren am Ende Ihres Lebens in einem Rückblick über sich erzählen mögen. Was haben Sie gerne getan, und wofür hat sich der Einsatz gelohnt?

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre persönlichen Werte ebenso berücksichtigen wie Ihre persönlichen Ressourcen und Ihre individuellen Grenzen. Was können Sie realistisch einbringen, ohne sich selbst zu überlasten? Winfried Klotz muss beispielsweise in seine beruflichen Visionen einbeziehen, dass er eine Familie gegründet hat, und auch akzeptieren, dass sein Körper heute mehr Entspannung braucht als zu Studentenzeiten.

Tipp: Machen Sie sich ein Bild

Denken Sie sich Ihre Vision nicht nur. Schreiben Sie sie auf – oder noch besser: Zeichnen Sie sie. Bilder haben, wie der Begriff Vision schon sagt, eine starke Kraft: Je genauer Sie Ihr Bild zeichnen können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Ziele erreichen werden. Sie können auch die Collage-Technik anwenden: Sammeln Sie Bilder, Überschriften aus Medien, und kleben Sie sie zu Ihrem Zukunftsbild auf.

So werden Ihre neuen Ziele alltagstauglich

Eine Vision zu haben ist eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Lebensbalance. Wenn Sie, wie Herr Klotz, schon einige Weichen für Ihr Leben gestellt haben, geht eine Neuorientierung immer mit einem Reinigungsprozess einher. Nicht alles, was Sie sich in Ihr Leben organisiert haben, passt auch zu der von Ihnen erstellten Lebenslandkarte. Manchmal hat Ihr Leben eine neue Wendung genommen, und es ist Zeit, dass Sie Ihre alte Lebensvision überarbeiten.

Entrümpeln Sie Ihr Leben: Werfen Sie Ballast ab

Überprüfen Sie zunächst Ihr privates und berufliches Leben. Listen Sie auf, was Ihnen mehr Druck als Freude macht oder was Ihnen mehr Energie abverlangt als einbringt – Gegenstände ebenso wie Ämter, Rollen, Funktionen und Routinen.

Tipp: Kontakte und Aufgaben durchforsten

Schauen Sie Ihre Netzwerke und Adresskalender durch, und entscheiden Sie bei jedem Kontakt zwischen Loslassen und Aktivieren. Nehmen Sie übernommene Ämter, Rollen, Funktionen und Gewohnheiten genauso kritisch unter die Lupe. Was ist historisch gewachsen und passt heute nicht mehr in Ihren übervollen Alltag? Wie viele Rollen und Aufgaben sind dazugekommen, ohne dass Sie auf der anderen Seite der Waagschale etwas reduziert haben? Unterziehen Sie die beruflichen und privaten Rollen einer kritischen Überprüfung, und beziehen Sie auch Routinen in die Analyse mit ein. Was ist wirklich noch stimmig, und wo lassen sich Regelungen finden, die besser zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passen?

Seien Sie mutig, und trennen Sie sich großzügig von allem, was Sie als Ballast empfinden. Denken Sie nicht, ohne Sie würde es nicht gehen!

Was jedoch nicht bedeutet, dass Sie ohne Widerstände von anderen davonkommen. Planen Sie diese von vornherein mit ein. Ihre Umwelt muss nicht „hurra!“ schreien. Je entschlossener Sie vorgehen, desto schneller werden die anderen sich an die neue Situation gewöhnen.

Planen Sie Ihr neues Leben – auch in Ihrem Terminplan

Wenn Sie für sich festgelegt haben, was in Ihrem Leben wichtig ist, sowie konkrete Ziele und Maßnahmen identifiziert haben, sollten Sie diese auch alle als Ihre Aufgaben definieren und in Ihrem Kalender berücksichtigen.

Das mag Ihnen zu Beginn etwas befremdlich vorkommen, doch mit einiger Übung gewöhnen Sie sich daran, Ihre Mußestunden oder die gemeinsame Zeit mit Ihren Kindern gleichberechtigt neben die Termine mit Ihrem Chef oder einem Kundenmeeting zu positionieren. Achten Sie auf Ihren Körper nicht erst dann, wenn er streikt, sondern gönnen Sie ihm täglich besondere Aufmerksamkeit mit gesunder Ernährung sowie ausreichend Bewegung, Ruhe und Schlaf.

Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie das tun, was Sie als Mensch wirklich ausmacht und was Ihnen tatsächlich am Herzen liegt – und das nicht morgen oder übermorgen oder nach der Pensionierung, sondern heute. Nur in diesem Moment sind Sie kraftvoll. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da: Sie können daher nur im jeweiligen Augenblick leben. Das gibt Ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, sofort eine neue Entscheidung zu treffen, sobald Ihnen eine Disbalance auffällt.

Planen Sie Übergangszeiten ein, und lassen Sie sich auch dann nicht entmutigen, wenn es anfangs zu Verzögerungen kommt oder Ihre inneren Skeptiker Ihnen wieder einmal einreden wollen, Sie seien auf dem Holzweg. Veränderung braucht Zeit. Wenn Sie klar bezüglich Ihrer Vision sind und Ihre Ziele im Blick haben, ist diese Zeit gut investiert. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen, denn Sie werden sich glücklicher und kraftvoller fühlen.

Die Messlatte für den Erfolg der Veränderungen sind Sie selbst

Ob Sie erfolgreich sind, merken Sie sehr schnell an Ihrer Energie.

  • In der Balance fühlen Sie sich gut und sind ausgeglichen. Ihre Laune ist besser, alles scheint leicht von der Hand zu gehen – Sie fühlen sich stark und zufrieden. Sie lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn Ihr Körper Ihnen signalisiert, dass er eine Pause braucht.
  • Im Idealfall merken Sie Ihren Körper gar nicht, weil der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung, Leistung und Ruhe, Beruf und Privatleben zu einem ganz natürlichen Bestandteil Ihres Alltags geworden ist.
  • Sobald Sie sich müde, unzufrieden und abgeschlagen fühlen, läuft etwas schief. Halten Sie inne, und horchen Sie in sich hinein. Sind da Störgefühle, oder würden Sie am liebsten alles hinter sich lassen? Warten Sie nicht, bis Ihre Körpersignale überdeutlich werden. Und warten Sie auch nicht darauf, dass andere Sie ansprechen und Sie fragen, was Ihnen guttut.

Einfach umschalten!

Winfried Klotz liebt seine Kinder und ist ein begeisterter Hobby-Kicker. Sobald er merkt, dass das Spiel mit seinen Söhnen wieder von kindlicher Leichtigkeit geprägt ist, ist er auf einem guten Weg. Dann gelingt es ihm, im Augenblick zu leben, anstatt von unerledigten To dos oder Verpflichtungen abgelenkt und überlastet zu sein. Diese wertvolle Zeit gibt ihm Kraft, dann wieder die Zeit im Beruf ohne schlechtes Gewissen zu verbringen, wenn heiße Projektphasen anstehen.

Planen Sie regelmäßige Überprüfungen ein. Nehmen Sie Ihre Lebenslandkarte zur Hand: Schauen Sie, welche Ziele Sie bereits erreicht und wo Sie den eigenen Weg verlassen haben.

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